Dunja Hayali reflektiert Interview mit Lars Klingbeil: „Müssen wir uns an die eigene Nase fassen?“
Nach ihrem Interview mit Lars Klingbeil denkt Dunja Hayali über die Erwartungen der Wähler an die Politik nach.

Dunja Hayalis „Abwaschvideos“ auf Instagram sind mittlerweile zur Gewohnheit geworden, ebenso wie der stets gleiche Kamerawinkel ihrer abendlichen Video-Monologe. Somit ist es bereits erwähnenswert und keinesfalls ein Zufall, dass wir Hayali in ihrem neusten Post aus einem etwas anderen Winkel erleben: „Heute gibt es das Video mal von der anderen Seite, denn es geht jetzt tatsächlich gleich um den Perspektivwechsel“, sagt sie.
Sie hatte an diesem Tag ein sehr langes Interview mit Lars Klingbeil geführt. Dabei ging es unter anderem um das Thema Rente. Doch auch nach dem Gespräch bleibt vieles unklar. „Da kriegt man ja von niemandem wirklich richtig raus, was denn jetzt passieren wird“, sagt Hayali.
„Sind wir wirklich bereit für Veränderungen?“
Diese Erfahrung bringt die Moderatorin zu einer grundsätzlichen Frage. Sie erinnert sich an Aussagen, die sie selbst in Vorträgen macht: „Sind wir wirklich bereit für Veränderungen und für Zumutung, und wen wählen wir denn eigentlich?“
Für sie gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man wählt den Politiker, der die Wahrheit sagt: „Also jetzt wird es noch mal richtig krass, richtig hart. Die einen müssen mehr zahlen, die anderen müssen knapsen, aber danach wird’s besser.“
Oder man entscheidet sich für den, der sagt: „Das bleibt alles, wie es ist, also das läuft und alle werden entlastet und macht euch mal keine Sorgen.“
Hayali zieht daraus ein Fazit für die Wähler. „Da müssen wir uns wirklich vielleicht an die eigene Nase fassen“, sagt sie. Politiker und Politikerinnen würden manchmal so „rumeiern“ – also ausweichend antworten.
Dafür gebe es einen Grund: Sie würden für die Wahrheit abgestraft oder hätten Angst, abgestraft zu werden. „Das ist so ein Gedanke für die Nacht“, sagt Hayali zum Abschluss. Ihre Reflexion zeigt: Nicht nur die Politik steht in der Verantwortung, sondern auch die Wähler selbst.









