Domenico de Cicco

Dschungelcamp- & Bachelorette-Star wegen häuslicher Gewalt verurteilt

Domenico de Cicco, bekannt aus „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ und „Die Bachelorette“, ist vom Amtsgericht Frankfurt wegen häuslicher Gewalt zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

Domenico de Cicco bei der Dschungelparty zum TV-Start von Ich bin ein Star - Holt mich hier raus! (RTL) am 24.01.2025 im Hotel JW Marriott in Berlin Dschungelcamp- Party 2025 in Berlin
Domenico de Cicco wurde wegen häuslicher Gewalt verurteilt. Foto: IMAGO / APress

Urteil am Amtsgericht Frankfurt! Das Amtsgericht Frankfurt sprach Domenico de Cicco (42) schuldig. Nach Überzeugung des Gerichts schlug Domenico de Cicco seiner damaligen Freundin, der Altenpflegerin Laura Muriale (28), ins Gesicht. Die zuständige Richterin Benesch verhängte eine Strafe von 60 Tagessätzen à 70 Euro – insgesamt 4200 Euro.

Wichtig: Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. De Cicco kündigte über seinen Anwalt an, Berufung einzulegen.

On-off-Beziehung mit Laura Muriale: „Sehr toxisch und stark vorbelastet“

De Cicco und Muriale waren über mehrere Jahre in einer On-off-Beziehung. Laura Muriale schilderte nach dem Urteil gegenüber BILD, wie belastend diese Zeit für sie gewesen sei: „Unsere Beziehung war sehr toxisch und stark vorbelastet. Es war ein ständiges Auf und Ab. Man ist nonstop unter Adrenalin und kommt gar nicht richtig runter.“

Im Mittelpunkt des Prozesses stand ein Ereignis vom 18. Oktober 2024 in Frankfurt. An diesem Abend waren beide in der Bar „Lucky’s“, wo eine Quiznacht stattfand. Laut Darstellung im Verfahren wollte Muriale angeblich bleiben, während de Cicco angeblich darauf drängte zu gehen. Beide verließen schließlich gemeinsam die Bar.

Auf dem Weg zum Auto kam es laut den Angaben zu einem Streit, den Muriale mit ihrem Handy aufzeichnete. Die Tonaufnahmen wurden im Prozess abgespielt.

Tonaufnahmen im Prozess: erst „Schatz“, dann massive Beleidigungen

In den Aufnahmen ist zu hören, wie de Cicco seine damalige Freundin zunächst „Schatz“ nennt – kurz darauf soll er sie massiv beleidigt haben, unter anderem als „dreckige H***“.

Muriale erklärte später, warum sie überhaupt solche Mitschnitte machte: „Irgendwann habe ich angefangen, Dinge aufzunehmen, damit meine engsten Menschen sehen und hören, wie es wirklich ist. Denn am Ende kann man viel erzählen, aber so hört man, was tatsächlich passiert.“

Als Muriale weiter filmte, soll de Cicco versucht haben, ihr das Handy wegzunehmen. Dann ist auf der Aufnahme plötzlich ein Schrei zu hören. Muriale weint und ruft: „Geh weg von mir! Weil du mich geschlagen hast.“ Im Hintergrund ist de Cicco mit den Worten zu hören: „Alles gut, alles gut.“

Passanten wurden auf die Situation aufmerksam und alarmierten die Polizei. Eine Polizistin sagte später als Zeugin vor Gericht aus. Sie berichtete, Passanten hätten angegeben, der Mann habe der Frau ins Gesicht geschlagen.

Diese Aussagen sowie die Tonaufnahmen überzeugten die Richterin von der Schuld des Angeklagten.

Domenico de Cicco bestreitet die Tat – Berufung angekündigt

Domenico de Cicco weist die Vorwürfe zurück. Nach dem Urteil sagte er zu BILD: „Ich weiß, dass ich sie nie geschlagen habe. Ich wollte einfach nur das Handy weghaben. Ich würde niemals eine Frau schlagen.“

Sein Anwalt kündigte an, gegen das Urteil vorzugehen. Bis zu einer möglichen Entscheidung in der nächsten Instanz gilt: Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Quellen