Das hat den Löwen nicht gefallen

Die Höhle der Löwen: Concard – hier bekommst du die Kondom-Schutzhülle

Immer ein Kondom in der Tasche: Klingt gut, kann aber nach hinten losgehen. Concard bringt mehr Sicherheit in die Welt der Verhütung, aber lohnt sich das Produkt?

Patrick Beyer präsentiert den Löwen Concard.
Concard ist auch nach dem Löwen-Debakel erhältlich. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Concard sorgte in „Die Höhle der Löwen“ für einen der denkwürdigsten Momente seit langer Zeit. Der junge Gründer Patrick Beyer (23) aus Karlsruhe präsentierte eine smarte Schutzhülle für Kondome, die wie eine Kreditkarte ins Portemonnaie passt – und löste damit ungläubiges Staunen und harte Kritik aus.

Die Geschichte hinter Concard ist schnell erzählt: Patrick erlebte eine Panne, bei der ein falsch aufbewahrtes Kondom riss – mitten im entscheidenden Moment. Daraus entstand die Lösung: Eine extraflache Hülle aus robustem Material, die Standardkondome seitlich aufnimmt.

Umgebende Karten im Portemonnaie wirken als natürlicher Schutzschild vor Reibung, Quetschung und spitzen Gegenständen wie Schlüsseln. So soll safer Sex wirklich „safe“ werden. Sein mutiges Pitch-Angebot: 80.000 Euro für 20 Prozent der Anteile.

Ein Pitch, der die Löwen aufmischt

In der Höhle saßen Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel und Frank Thelen. Patrick kam direkt zur Sache – mit einem „Quickie“-Schild: Der erste Löwe, der es hochhält, kriegt den Deal. Die Reaktion? „Ist das hier 'Verstehen Sie Spaß?'“, fragte Judith Williams fassungslos und nannte Concard das „uninvestierbarste Produkt“, das sie je sah. Sie riet Patrick wiederholt, sich beruflich neu zu orientieren.

Frank Thelen hielt die Idee für zu trivial, die Umsetzung für mangelhaft. Carsten Maschmeyer sah nur begrenztes Potenzial als Werbegeschenk für Firmen: „Das wird scheitern, da möchte ich nicht dabei sein.“ Ralf Dümmel blieb ebenfalls skeptisch.

Nur Janna Ensthaler milderte etwas ab: Sie lobte den selbstbewussten Pitch, das ansprechende Design und den Einsatz des jungen Gründers – wollte aber keinen Deal eingehen. Am Ende verließ Patrick die Bühne ohne Investment.

Die Idee hinter Concard

Die Hülle ist bewusst minimalistisch: Mit den Maßen einer Kreditkarte (ca. 85 x 54 mm, nur wenige mm dick) passt sie unauffällig ins Portemonnaie. Standardkondome wie Durex oder Billy Boy gleiten seitlich hinein, ohne Falten oder Druckstellen. Der robuste Kunststoff schützt vor Alltagsbelastungen: Kein Zerdrücken in der Gesäßtasche, keine Beschädigung durch Münzen oder Schlüssel.

Concard eignet sich perfekt für junge Erwachsene, Partygänger oder alle, die Wert auf Diskretion legen. Es gibt Varianten in neutralen Farben (schwarz, grau), aber auch individuelle Muster. Wichtig: Nicht für Übergrößen- oder Noppenkondome geeignet, da der Platz begrenzt ist.

Verfügbarkeit und Preise

Obwohl der Instagram-Kanal seit Ende 2024 nicht mehr gepflegt wird, läuft der Onlineshop weiter. Die Website betont den Fokus auf Safer Sex und praktische Alltagstauglichkeit – mit FAQ zu Passgenauigkeit, Pflege und Kompatibilität. Auch bei Amazon wird die Concard angeboten.