„Die beiden nerven mich jetzt schon“: Kieler Tatort-Duo spaltet die Fans
Der Kieler „Tatort“ startet ohne Klaus Borowski neu. Während einige Fans das Frauen-Team feiern, fällt das Urteil anderer nach „Unter Freunden“ harsch aus.

Mehr als zwei Jahrzehnte war Axel Milberg als Klaus Borowski das Gesicht des Kieler „Tatorts“. Seit seinem Abschied im März 2025 ist Schluss damit. Am Sonntag, 11. Oktober, begann mit „Unter Freunden“ nun endgültig eine neue Ära – und die kommt beim Publikum keineswegs einhellig gut an.
Künftig stehen Mila Şahin (Almila Bagriacik) und die neue Polizeipsychologin Elli Krieger (Karoline Schuch) im Mittelpunkt. Schon während der ersten Ausstrahlung zeigten die Reaktionen in den sozialen Netzwerken allerdings: An Borowskis Nachfolgerinnen müssen sich einige Fans offenbar erst noch gewöhnen.
Neuer Kieler „Tatort“: „Die beiden nerven mich jetzt schon“
Unter einem Beitrag auf der offiziellen „Tatort“-Seite wird teilweise deutlich ausgeteilt. „Die beiden nerven mich jetzt schon“, lautet etwa ein vernichtendes Kurzfazit.
Andere stören sich vor allem am Auftreten der Figuren. „Was soll das sein? Ne studentische Mädels WG oder ein professionelles kriminalpolizeiliches Ermittlerduo?“, fragt ein Zuschauer. Ein weiterer schreibt: „Boah nervt das. Raucht und kaut schmatzend Kaugummi und die Zwei sind sind so tolle Freundinnen. Warum muss man die Polizei so schlecht darstellen?“
Auch an anderer Stelle fällt das Urteil nicht freundlicher aus: „Auf diese Premiere kann ich verzichten! Selbstherrliche Ermittlerinnen braucht kein Mensch. Geht es überhaupt um den Fall oder sind die beiden nur mit sich selbst beschäftigt?“
Bei der Einordnung ist allerdings wichtig: Viele dieser Reaktionen beziehen sich nicht direkt auf das künftige feste Duo Şahin und Krieger. In „Unter Freunden“ ermittelt Mila zunächst gemeinsam mit ihrer nach Kiel versetzten Freundin Anna Nowak (Lilith Stangenberg), die beim Publikum nun nicht sonderlich gut ankommt.
„Tatort“-Fans vermissen Klaus Borowski
Zusätzlich hat der Neustart noch mit einem anderen Problem zu kämpfen: Viele Zuschauer vermissen Borowski. Bei X fallen Reaktionen wie „Borowski fehlt“, „Ich will Borowski zurück haben“ oder „Ich will Milberg zurück“.
Nach 22 Jahren und 44 Fällen überrascht das kaum. Mila Şahin gehört zwar bereits seit 2018 zum Kieler „Tatort“, muss sich nun aber erstmals ohne Borowski als zentrale Ermittlerfigur behaupten.
Neues „Tatort“-Team aus Kiel bekommt auch viel Lob
Von einem misslungenen Neustart kann anhand der Fanreaktionen trotzdem keine Rede sein. Mindestens ebenso auffällig ist, wie unterschiedlich „Unter Freunden“ aufgenommen wird.
„Mega gut“, urteilt etwa ein Fan auf Instagram. Ein anderer nennt die Folge eine „packende Folge, die nachwirkt“. Auch das neue Personal findet Unterstützer:innen: „Starkes erfrischendes neues Team“, heißt es in einem Kommentar.
Besonders Almila Bagriacik bekommt Lob: „Tolle Kommissarin. Endlich mal ein guter Tatort“, schreibt ein Zuschauer. Ein anderer zieht nach der Premiere das klare Fazit: „Teil 1 war hervorragend.“
Das neue Kieler Team polarisiert damit schon nach seinem ersten Abend, was für einen „Tatort“-Neustart vielleicht gar keine schlechte Ausgangslage ist.
„Tatort: Unter Feinden“: Dann kommt Teil 2
Ohnehin ist die Geschichte noch nicht abgeschlossen. „Unter Freunden“ bildet den Auftakt einer Doppelfolge. Der Mord an der Buchhalterin Francesca Polidoro führt in ein Geflecht rund um das Hightech-Unternehmen Prometheus, mögliche Geldwäsche und Korruption innerhalb der Polizei.
Weiter geht es am Sonntag, 18. Oktober, um 20.15 Uhr im Ersten mit „Tatort: Unter Feinden“. Dann dürfte sich auch zeigen, ob Mila Şahin und Elli Krieger einige ihrer Kritiker doch noch von der neuen Kieler „Tatort“-Ära überzeugen können.


