Deutscher Fernsehpreis 2026: Das sind die Gewinner
Beim Deutschen Fernsehpreis 2026 in Köln wurden die besten Leistungen im TV ausgezeichnet. Die Verleihung hielt auch einige Überraschungen bereit.

Am 9. September 2026 versammelte sich die deutsche TV-Branche zur großen Gala des Deutschen Fernsehpreises. Erstmals fand die Verleihung im Confex-Center in Köln statt. Durch den Abend führte erneut Barbara Schöneberger.
Ausgezeichnet wurden Produktionen und Persönlichkeiten aus den Bereichen Fiktion, Unterhaltung und Information. Für Serienfans war dabei vor allem die Entscheidung über die beste Drama-Serie des Jahres interessant – denn dort trafen einige der größten deutschen Produktionen der vergangenen Monate aufeinander.
„Maxton Hall“ verliert gegen „Hundertdreizehn“
Zu den Nominierten gehörte mit „Maxton Hall – Die Welt zwischen uns“ ein deutscher Streaming-Erfolg, der längst auch international für Aufmerksamkeit sorgt. Die zweite Staffel um Ruby Bell (Harriet Herbig-Matten) und James Beaufort (Damian Hardung) ging für Prime Video ins Rennen. Schon bald wird Staffel 3 beim Streaminganbieter zu sehen sein. Daneben waren „Die Nibelungen – Kampf der Königreiche“, „Schattenseite“, „Unfamiliar“ und die ARD-Serie „Hundertdreizehn“ nominiert.
Doch am Ende ging die Trophäe nicht an „Maxton Hall“. Stattdessen kürte die Jury „Hundertdreizehn“ zur besten Drama-Serie 2026. Gerade angesichts der enormen Bekanntheit von „Maxton Hall“ dürfte diese Entscheidung einige Zuschauer:innen überrascht haben.
Gleichzeitig zählte „Hundertdreizehn“ mit insgesamt vier Nominierungen gemeinsam mit „Chabos“ und „Die Nichte des Polizisten“ zu den meistnominierten Produktionen des diesjährigen Fernsehpreises. Ausgangspunkt der sechsteiligen Serie ist ein schwerer Busunfall auf einer innerstädtischen Hochstraße. Statt sich ausschließlich auf die Katastrophe selbst zu konzentrieren, zeigt „Hundertdreizehn“, wie weit deren Auswirkungen reichen. Jede Episode stellt eine andere Person in den Mittelpunkt, deren Leben mit dem Unglück verbunden ist.
Neben „Hundertdreizehn“ wurden unter anderem auch Stefan Raab für „Wer weiß wie wann was war?“und der Film„Olivia“, ein ZDF-Biopic über das Leben von Olivia Jones, ausgezeichnet.
Das sind alle Gewinner des Fernsehpreises
Kategorie Fiktion
Beste Drama-Serie: „Hundertdreizehn“
Beste Comedy-Serie: „Chabos“
Bester Fernsehfilm/Mehrteiler: „Olivia“
Beste Schauspielerin: Karin Hanczewski für „Call My Agent Berlin“
Bester Schauspieler: Tom Schilling für „Achtsam Morden“
Beste Regie Fiktion: Bettina Oberli für „naked“
Bestes Buch Fiktion: Rolf Basedow und Nicole Armbruster für „Die Nichte des Polizisten“
Beste Kamera Fiktion: Theo Bierkens für „Sturm kommt auf“
Beste Montage Fiktion: Anna Nekarda für „Die Nichte des Polizisten“
Beste Musik Fiktion: Stefan Will und Robert Henke für „Crooks“ und „Banksters“
Beste Ausstattung Fiktion: Matthias Müsse und Pierre-Yves Gayraud für „Die Nibelungen – Kampf der Königreiche“
Kategorie Unterhaltung
Beste Unterhaltungsshow: „Wer weiß wie wann was war?“
Beste Unterhaltung Reality: „Werwölfe – Das Spiel von List und Täuschung“
Beste Comedy/Late Night: „heute-show extra: Next Stop Köster“
Bestes Factual Entertainment: „Roadtrip Australien – Drei Spitzenköche auf vier Rädern“
Bestes Infotainment: „Terra Xplore“
Beste Moderation/Einzelleistung Unterhaltung: Laura Wontorra für „Deutschland sucht den Superstar“
Beste Regie Unterhaltung: Carsten Seibt für „Silvester-Schlagerbooom 2026 live – Die Wunderlichtershow“
Bestes Buch Unterhaltung: Dietmar Jacobs und Christian Ehring für „extra 3“ – „Streit ums Stadtbild: Merz poltert“
Beste Ausstattung Unterhaltung: Katia Convents und Paola von Griesheim für „Let’s Dance“
Kategorie Information und Sport
Beste Dokumentation/Reportage: „Joko & Klaas LIVE – #dontlookaway“
Beste Doku-Serie: „Mesut Özil – Zu Gast bei Freunden“
Beste Information: „Markus Lanz“
Beste Moderation/Einzelleistung Information: Ibrahim Naber für seine Ukraine-Berichterstattung bei WELT
Beste Sportsendung: WM-Berichterstattung 2026 von MagentaTV
Beste Kamera Information/Dokumentation: Eike Köhler, Kim Kristin Mauch und Björn Kurtenbach für „Minentaucher – Der harte Weg in die Elite der Bundeswehr“
Beste Montage Information/Dokumentation: Xenja Kupin für „Rise & Fall of 1860 München“
Sonderauszeichnungen
Förderpreis: Nico Marischka, Jonathan Kriener, Loran Alhasan und Arsseni Bultmann aus „Chabos“
Ehrenpreis der Stifter: Peter Kloeppel







