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Immer wieder donnerstags

SWR reagiert auf Stefan Mross' Wutrede nach „Immer wieder sonntags“-Aus

Nach 21 Jahren als Moderator von „Immer wieder sonntags“ musste Stefan Mross Abschied nehmen – und machte seinem Ärger anschließend Luft. Nun reagiert der verantwortliche SWR-Programmdirektor …

Stefan Mross ist sichtlich betroffen.
Ist Stefan Mross' Unmut gerechtfertigt? Foto: IMAGO / HOFER

Es war ein Abschied, der Stefan Mross offenbar schwerer traf, als es bei der letzten Ausgabe von „Immer wieder sonntags“ zunächst den Anschein hatte. Am 6. September 2026 lief nach mehr als 30 Jahren die letzte Folge der Musikshow im Ersten. Mross selbst hatte das Format ganze 21 Jahre lang moderiert.

Bei der anschließenden After-Show-Party im Hotel „Santa Isabel“ brachen sich seine Emotionen schließlich Bahn. Der Moderator verließ die Feier nach weniger als einer Stunde – allerdings nicht, ohne zuvor deutliche Worte an die Verantwortlichen zu richten. Nun hat sich auch SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler zu der Wutrede geäußert.

Stefan Mross nach „Immer wieder sonntags“-Aus: „Ich wurde auch vorgeführt!“

Mross betonte bei seinem Abschied zunächst, wie loyal er dem Sender gegenüber über all die Jahre gewesen sei. „Ich habe immer zu euch gehalten“, erklärte er. Über die ARD oder den SWR habe er nie schlecht gesprochen. Das sei ihm wichtig gewesen, schließlich überwiege für ihn das Positive.

Seine Beziehung zum Sender verglich der 50-Jährige sogar mit einer Ehe: Man habe eine wunderbare gemeinsame Zeit erlebt, irgendwann komme jedoch die Trennung. Entscheidend sei dann, wie diese ablaufe. Besonders deutlich wurde Mross schließlich mit Blick auf Clemens Bratzler: „Ich wurde auch vorgeführt! Es hieß überall, du hast mich rausgeschmissen. Ja, es war so!“

SWR reagiert auf Wutrede von Stefan Mross

Bratzler zeigt nun Verständnis dafür, wie hart die Entscheidung den langjährigen Moderator getroffen haben muss. „Ich weiß, dass das für ihn total hart war, auch ihm das zu sagen“, erklärte der Programmdirektor im Interview mit RadioBWSchlager1.

Er könne nachvollziehen, welche Tragweite das Aus für Mross habe: „Das hat eine Brutalität für jemanden, der so für dieses Format gelebt hat.“ Gleichzeitig macht Bratzler deutlich, dass auch er selbst das Ende von „Immer wieder sonntags“ bedauert. „Auch wenn ich die Verantwortung für die Entscheidung trage, bin ich auch traurig, dass das Format jetzt so nicht weitergeführt werden kann.“

Hat Clemens Bratzler „Immer wieder sonntags“ allein abgesetzt?

Mross' Vorwurf, Bratzler habe ihn beziehungsweise seine Sendung „rausgeschmissen“, lässt der SWR-Programmdirektor so allerdings nicht stehen. Zwar trägt er nach eigener Aussage die Verantwortung für die Entscheidung, allein getroffen habe er sie aber nicht.

Vielmehr sei dem Aus eine Abwägung vorausgegangen, „an der viele im SWR und in der ARD beteiligt waren“. Für Bratzler selbst sei das Ende der langjährigen Musikshow dennoch „die schwierigste Entscheidung“ seit seinem Amtsantritt als Direktor gewesen.

Damit treffen nach dem emotionalen Abschied zwei Sichtweisen aufeinander: Mross fühlt sich von den Verantwortlichen offenbar nicht angemessen behandelt, während Bratzler betont, wie schwer die Entscheidung auch auf Senderseite gefallen sei. An ihrem Ergebnis ändert das allerdings nichts: Nach mehr als drei Jahrzehnten ist „Immer wieder sonntags“ Geschichte.

Quelle
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