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„Der Beschützer – Wissen, das tötet“: Wanda Perdelwitz berührt in letzter Rolle

Ein spannender Thriller und gleichzeitig ein besonderer Abschied: In „Der Beschützer – Wissen, das tötet“ ist Wanda Perdelwitz in einer ihrer letzten Rollen zu sehen. Warum der ARD-Film nicht nur wegen der Story unter die Haut geht, erfährst du hier.

Eduard Raabe (Jan Krauter) und seiner Frau Hanna (Wanda Perdelwitz) fürchten um ihr Leben.
Eduard Raabe (Jan Krauter) und seiner Frau Hanna (Wanda Perdelwitz) fürchten um ihr Leben. Foto: ARD Degeto Film/Boris Laewen

Kaum beginnt der Film, eskaliert die Situation: Ein brutaler Mord in einem Hamburger Energie-Startup setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die nicht nur Leben kosten kann – sondern auch globale Folgen haben könnte. Wer jetzt einschaltet, merkt schnell: Dieser Thriller ist mehr als nur ein Krimi.

Darum geht’s im neuen „Beschützer“-Fall

Im Zentrum steht erneut BKA-Personenschützer Jan Schäfer (Tobias Oertel). Sein neuer Auftrag beginnt dramatisch: Vor den Augen seines Bruders wird der Unternehmer Julian Raabe von einem Killerkommando erschossen. Der Grund ist brisant: Geheime Forschungsergebnisse, die Wasserstoff als Energieträger revolutionieren könnten. Ein Durchbruch, der nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch enorme Sprengkraft besitzt.

Julian ist tot – doch sein Bruder Eduard (Jan Krauter) lebt noch. Und genau deshalb gerät er ins Visier internationaler Akteure.

Ein Auftrag, der persönlicher wird als erwartet

Schäfer und seine Kollegin Ilka Freuding (Paula Essam) sollen Eduard und seine Familie schützen. Doch schnell wird klar: Dieser Einsatz ist anders. Eduards Ehefrau Hanna (Wanda Perdelwitz) versucht, mit der ständigen Bedrohung zu leben. Sohn Marian (Philip Günsch) hingegen rebelliert gegen die Situation – und bringt das Team immer wieder in Gefahr.

Um das Vertrauen des Teenagers zu gewinnen, geht Schäfer ein Risiko ein: Er öffnet sich und verlässt damit seine professionelle Distanz. Genau hier beginnt die eigentliche Spannung.

Tobias Oertel über seine Rolle: Ein Held mit Brüchen

Im Vergleich zum ersten Film zeigt sich Jan Schäfer diesmal von einer anderen Seite. Tobias Oertel erklärt im Interview mit „Quotenmeter“: „Die Konfrontation mit den eigenen biografischen Bruchstellen macht Jan Schäfer in diesem zweiten Fall deutlich verletzlicher und gleichzeitig menschlicher.“

Der Personenschützer ist nicht mehr nur der kontrollierte Profi. Seine Vergangenheit holt ihn ein und zwingt ihn, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Das macht die Figur komplexer und für Zuschauerinnen deutlich greifbarer. „Der Beschützer – Wissen, das tötet“ ist nicht nur ein klassischer Thriller. Im Kern geht es um eine viel größere Frage: Wie weit darf man gehen, um Menschen zu schützen?

Oertel beschreibt den Film selbst als Mischung aus Spannung und moralischem Drama. Denn Schäfer gerät immer wieder in Situationen, in denen es keine klare richtige Entscheidung gibt.

Einer der letzten Auftritte von Wanda Perdelwitz

Für viele Zuschauerinnen bekommt der Film eine zusätzliche emotionale Ebene: Wanda Perdelwitz ist hier in einer ihrer letzten Rollen zu sehen. Als Ehefrau Hanna Raabe verkörpert sie eine Frau, die plötzlich mit Angst, Verlust und Unsicherheit konfrontiert wird. Ihre Figur versucht, in einer extremen Situation Halt zu bewahren – für sich und ihre Familie.

Wanda Perdelwitz verstarb im Oktober 2025 im Alter von nur 41 Jahren an den Folgen eines Fahrradunfalls. Ihr Tod sorgte für große Bestürzung – schließlich gehörte sie zu den prägenden Gesichtern im deutschen Fernsehen. Geboren 1984 in Ost-Berlin als Tochter der Schauspieler Heidrun Perdelwitz und Reinhard Hellmann, stand ihr Weg zur Schauspielerei früh fest. Einem breiten Publikum wurde sie vor allem durch ihre Rolle als Polizistin Nina Sieveking in der ARD-Serie „Großstadtrevier“ bekannt, in der sie von 2012 bis 2022 fest zum Ensemble gehörte.

Darüber hinaus war sie in zahlreichen weiteren TV-Produktionen zu sehen, darunter „SOKO Köln“ und „Das Traumschiff“, und etablierte sich über die Jahre als vielseitige und beliebte Schauspielerin.

Wird es weitere Teile geben?

Nach dem großen Erfolg des ersten Films im Jahr 2022 – mit 6,6 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern – stehen die Chancen für eine Fortsetzung gut. Offiziell bestätigt ist ein weiterer Teil bislang zwar nicht. Doch die offene Figurenentwicklung und das Potenzial der Geschichte sprechen dafür, dass die Reihe weitergeführt werden könnte.

„Der Beschützer – Wissen, das tötet“ läuft heute um 20:15 Uhr im Ersten. Bereits vorab ist er auch in der ARD-Mediathek verfügbar.

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