Constantin Schreiber moderiert „Islam Talk“ beim ägyptischen Sender Azhari TV
Nach der „Tagesschau“ und seiner Anstellung beim Axel-Springer-Verlag moderiert Constantin Schreiber künftig eine Sendung bei einem ägyptischen Religionssender.
Der frühere „Tagesschau“-Sprecher Constantin Schreiber (47) hat verraten, wie es nach seinem Abschied von Axel Springer Ende 2026 weitergehen soll. „Ich kehre zurück ins arabische Fernsehen“, kündigte der Journalist auf Instagram an. Sein nächstes Projekt führt ihn zum ägyptischen Religionssender Azhari TV. Dort übernimmt er die Moderation von „Islam Talk“.

„Islam Talk“ mit Constantin Schreiber startet im Januar 2027
Losgehen soll es Mitte Januar 2027. Geplant sind zwei Ausgaben pro Monat mit einer Länge von jeweils 25 Minuten. Die Vorbereitungen laufen bereits: Nach Schreibers Angaben sind mehrere Folgen schon aufgezeichnet.
Die Gespräche führt er auf Arabisch. Zu seinen Gästen sollen muslimische Gelehrte sowie jüdische und christliche Religionsvertreter gehören. Auch Fachleute der Al-Azhar in Kairo sind vorgesehen. Neben Glaubensfragen soll es dabei um den Austausch zwischen den Religionen gehen.
In der Sendung werde er „über den Glauben und insbesondere interreligiösen Dialog“ sprechen, so Schreiber in dem Beitrag bei Instagram. Die Azhar ist die bedeutendste und einflussreichste religiöse Institution der muslimischen Welt. Ich möchte gemeinsam mit den höchsten muslimischen Autoritäten diskutieren, was wirklich islamische ist und dies vor allem auch für westliche muslimische communities bei uns. Denn hier gewinnen zunehmend autoritäre Organisationen an Einfluss und Deutungshoheit.
Diese Themen plant Constantin Schreiber bei Azhari TV
In der ersten Folge werde es demnach um das Thema „Islam und Frauen“ gehen.Weitere geplante Gespräche beschäftigen sich mit dem religiösen Anspruch des iranischen Regimes und dem Einfluss islamistischer Strömungen in Europa.
Welches Anliegen hinter dem Format steckt, erläuterte Schreiber gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“. Der Sender wolle „eine lebendige und kritische Debatte über den Islam und insbesondere den Bezug zum Westen fördern“. Angesprochen werden sollen vor allem muslimische und arabischsprachige Gemeinschaften in Europa und anderen westlichen Ländern.
Die Idee zur Zusammenarbeit entstand nach Schreibers Darstellung schon vor längerer Zeit. Die Verantwortlichen von Azhari TV hätten ihn noch während seiner Tätigkeit für die ARD kontaktiert und ihr Interesse an einem gemeinsamen Projekt bekundet.
Für Schreiber ist die neue Aufgabe tatsächlich eine Rückkehr. Arabisch lernte er nach dem Abitur, als er einige Monate bei einer christlichen syrischen Familie in Damaskus lebte. Später arbeitete er als Reporter und Korrespondent in Beirut und Dubai.
Auch vor einer ägyptischen Fernsehkamera stand er bereits: Von 2011 bis 2016 präsentierte er das Wissensmagazin „SciTech – Unsere Welt von morgen“
Instagram/constantinschreiber






