Christine Neubauer „wurde abgelehnt“: Warum sie jetzt erst recht kämpfen will
Christine Neubauer will eine Liebesgeschichte erzählen – doch das Alter ihrer Hauptfiguren wurde offenbar zum Hindernis. Die Schauspielerin reagiert mit Frust und einer klaren Ansage.

Privat hat Christine Neubauer gerade allen Grund zur Freude: Nach der standesamtlichen Hochzeit auf Mallorca gab sie ihrem José Campos kürzlich auch in Chile das kirchliche Ja-Wort. Für Gesprächsstoff sorgte dabei vor allem Neugebauers ungewöhnliches Hochzeitskleid. Das cremefarbene Kleid aus Paris und ein fünf Meter langer Spitzenschleier spalteten die Meinungen im Netz. Neben Glückwünschen gab es auch spöttische Kommentare – andere Nutzerinnen und Nutzer verteidigten die Kleiderwahl der Braut.
Beruflich beschäftigt die 64-Jährige inzwischen eine ganz andere Form der Ablehnung. Im Gespräch mit der „Abendzeitung“ erzählt sie von einem Herzensprojekt, das sie bislang nicht verwirklichen konnte. Die Begründung für die Absage kann Neubauer nicht nachvollziehen.
Christine Neubauer: TV-Projekt wegen des Alters der Hauptfiguren abgelehnt
Seit mehr als vier Jahrzehnten steht Christine Neubauer vor der Kamera, mischte zuletzt sogar bei der Tanzshow „Let's Dance“ mit. Trotzdem öffnen sich für ihre Ideen längst nicht alle Türen. Einen Stoff für das deutsche Fernsehen habe sie weiterhin in der Schublade, erzählt sie im Interview: „Das Projekt wurde allerdings abgelehnt, weil die beiden Hauptfiguren – ein Mann und eine Frau mit einer Liebesgeschichte – 60 Jahre alt sind.“ Nach ihrer Darstellung hätten die Verantwortlichen argumentiert, das Publikum interessiere sich nicht für Geschichten der älteren Generation.
Neubauer erlebt im Austausch mit Zuschauer:innen jedoch etwas anderes.„Das Publikum kommt auf mich zu und zeigt Interesse an solchen Geschichten. Nur erreicht dieses Interesse offenbar zu selten die Entscheider – oder sie sind schlicht zu blind dafür“, kritisiert sie. Wer das Projekt abgelehnt hat, geht aus dem Bericht nicht hervor.
Entmutigen lassen will sie sich davon nicht: „Natürlich frustriert mich das. Aber ich war schon immer eine Kämpfernatur. Ich gebe nicht auf und glaube weiter daran, dass vielleicht doch noch ein blindes Huhn ein Korn findet.“
Christine Neubauer will ihren neuen Film nach Deutschland bringen
Dass Neubauer eigene Vorhaben auch selbst vorantreibt, zeigt ihr jüngstes Filmprojekt. In Chile hat sie die Dreharbeiten zu „La Puta Vida“ abgeschlossen. Neben der Hauptrolle übernahm sie gemeinsam mit Ehemann José Campos Aufgaben als Co-Produzentin.
Nun hofft sie auf eine Präsentation bei internationalen Filmfestivals. Als mögliche Stationen nennt sie unter anderem Venedig, Berlin, Toronto und San Sebastián. Fest zugesagte Festivalteilnahmen sind damit allerdings noch nicht verbunden.
2027 soll der Film ins Kino kommen, zunächst in Chile. Ein deutscher Start steht bislang nicht fest. Doch auch hier hat Neubauer ein klares Ziel: „Ich werde jedenfalls alles dafür tun, dass wir ihn auch nach Deutschland bringen.“







