GZSZ-Star Anne Menden: Im Internet „hieß es, wir hätten unser Kind verloren“
GZSZ-Star Anne Menden wurde Opfer einer besonders grausamen Falschmeldung im Internet. Jetzt erzählt die Schauspielerin, wie sehr sie und ihr Partner Gustav Masurek darunter gelitten haben.

Seit mehr als 20 Jahren gehört Anne Menden (41) als Emily Höfer zu den bekanntesten Gesichtern von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (GZSZ). Doch die Aufmerksamkeit, die ihre Rolle mit sich bringt, hat auch Schattenseiten. Immer wieder wird die Schauspielerin mit Hasskommentaren, manipulierten Bildern und erfundenen Geschichten über ihr Privatleben konfrontiert. Eine dieser Falschmeldungen ging besonders weit: Im Internet wurde behauptet, sie und ihr Partner Gustav Masurek hätten ihr gemeinsames Kind verloren.
In einem neuen Interview mit RTL berichtet die 41-Jährige nun, welche Folgen diese Behauptung für sie und ihre Familie hatte. Die Geschichte war frei erfunden, löste aber echte Ängste aus.
GZSZ-Star Anne Menden: Falsche Baby-Meldung trieb sie zu Tränen
Für die Falschmeldung wurde ein Bild der Schauspielerin manipuliert. „Bei mir wurde ein Foto genommen und ich wurde damit im Krankenhaus dargestellt. Dazu hieß es, wir hätten unser Kind verloren“, erinnert sich Menden im RTL-Interview.
Die erfundene Nachricht erreichte nicht nur Fans, sondern auch Menschen aus ihrem persönlichen Umfeld. Bekannte und Follower sprachen dem Paar ihr Beileid aus. Selbst Gustavs Vater wurde bei der Arbeit auf den vermeintlichen Verlust angesprochen.
Für Anne Menden war das kaum zu ertragen. „Ich habe an dem Tag so viel geweint und habe nächtelang nicht schlafen können, weil mich das richtig verfolgt hat.“ Bereits in der Vergangenheit hatte sich die Schauspielerin öffentlich gegen KI-generierte Falschmeldungen gewehrt. 2025 kursierten etwa manipulierte Bilder, die sie mit einem hochschwangeren Bauch zeigten. Schon damals kritisierte sie die Spekulationen über ihren Körper und ihr Privatleben.
Anne Menden und Gustav Masurek mussten sogar zur Polizei
Doch nicht nur erfundene Geschichten machten dem Paar zu schaffen. Wie Menden jetzt offenbart, wurden die Anfeindungen in einem anderen Fall so bedrohlich, dass sie und Gustav Masurek die Polizei einschalteten. „Es gab kürzlich bei Gustav und mir einen Fall, wo wir tatsächlich auch zur Polizei gehen mussten“, berichtet die Schauspielerin.
Die Bedrohung hatte erhebliche Auswirkungen auf ihren Alltag. Das Paar ließ Kameras und Alarmanlagen installieren. Menden fuhr zeitweise nicht mehr allein zur Arbeit. Auch gemeinsame Standortfreigaben gehörten zu den Sicherheitsmaßnahmen. Sogar die täglichen Spaziergänge mit dem Hund wurden angepasst. Rund drei Wochen lang verließen die beiden morgens erst das Haus, wenn es bereits hell war.
Menden macht deutlich, dass sie trotz ihrer Bekanntheit nicht bereit ist, solche Übergriffe hinzunehmen. „Ich habe nirgendwo einen Vertrag unterschrieben, dass man mich beleidigen darf“, stellt sie klar.
Auch GZSZ-Kollegin Josefin Bressel wurde Opfer einer grausamen Lüge
Anne Menden ist mit diesen Erfahrungen nicht allein. Auch ihre GZSZ-Kollegin Josefin Bressel (35), die in der RTL-Serie Alicia spielt, wurde bereits Opfer einer besonders geschmacklosen Falschmeldung. Auf Facebook entdeckte Bressel einen Beitrag, in dem behauptet wurde, sie sei nach langer Krankheit gestorben. Tatsächlich war die Meldung vollständig erfunden.

Die persönlichen Erfahrungen der beiden Schauspielerinnen bekommen derzeit eine besondere Bedeutung. Denn auch bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ wird digitale Gewalt, die durch den Fall Collien Fernandes noch einmal mehr Aufmerksamkeit bekommt, zum Thema. Alicia gerät in der Serie ins Visier eines Online-Haters, der mithilfe künstlicher Intelligenz anzügliche Videos von ihr erstellt und verbreitet. Die Situation spitzt sich so weit zu, dass die junge Frau schließlich sogar im Kiez verfolgt wird.
Um auf die Gefahren von Hass, Bedrohungen und manipulierten Inhalten aufmerksam zu machen, arbeitet GZSZ mit der Organisation HateAid zusammen. Diese unterstützt Menschen, die von digitaler Gewalt betroffen sind.







