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„Let’s Talk“

Christian Polanc über „Let’s Dance“-Finale: Deshalb hätte Taliso gewinnen müssen!

Im Podcast spricht Profitänzer Christian Polanc offen über Final-Fehler, Publikumslieblinge – und über den einzigen Tanz an diesem Abend, der ihm nicht gefallen habe.

Collage: Links ein weinender Taliso Engel, der von Patricija Ionel getröstet wird, rechts, ein betroffen dreinblickender Christian Polanc
Laut Christian Polanc hätte Taliso Engel das „Let’s Dance“-Finale eigentlich gewinnen müssen. Foto: RTL und IMAGO / Future Image

Das „Let’s Dance“-Finale 2025 ist entschieden – doch viele Fans diskutieren weiter: War Diego Pooths Sieg gerechtfertigt? Oder hätte Taliso Engel oder Fabian Hambüchen die Trophäe mehr verdient gehabt? Einer, der die ganze Show aufmerksam verfolgt hat, ist Christian Polanc. In seinem Podcast zieht er Bilanz – und überrascht mit einer klaren Meinung.

Hambüchen der Beste – doch der Ausgang überraschte auch Christian Polanc

Zunächst klingt alles ganz nüchtern: Polanc habe schon vorab gewusst, dass es Fabian Hambüchen schwer haben würde, das Finale zu gewinnt. Dann habe der ehemalige Turner aber so stark abgeliefert, dass Polanc eine Chance sah. Verdient wäre es aus seiner Sicht alle Mal gewesen, immerhin habe Hambüchen durchgehend stark performt und das Jury-Ranking souverän angeführt.

Doch je länger die Finalshow lief, desto mehr kam bei Polanc ein anderer Gedanke auf: Es könnte ganz anders enden als erwartet.

Jurytänze: Diego überrascht – aber nicht fehlerfrei

Besonders Diego Pooths Jurytanz, ein Cha Cha Cha, habe Polanc beeindruckt. „Da waren viele isolierte Bewegungen drin und eine echte Steigerung zum ersten Cha Cha Cha.“

Er lobt Diegos Fortschritt – sieht aber auch Schwächen: „Er hat sich hier und da ein bisschen vertanzt. Es wurde nicht erwähnt, aber in der A-Note hätte man ein paar Punkte abziehen müssen.“

Taliso überzeugte auf Augenhöhe – mit echtem Führungspotenzial

Für Taliso Engels Tango mit Patricija findet Polanc klare Worte: „Ich hätte beide Tänze auf Augenhöhe gesehen. Ich hätte hier nicht Diego vorne gehabt.“

Vor allem hebt er hervor, dass Taliso „wirklich geführt“ habe – etwas, das bei blinden oder sehbehinderten Tänzern alles andere als selbstverständlich sei.

Lieblingsrunden: Hambüchen vorn – doch der Druck steigt

In der zweiten Runde – den Lieblingstänzen – sei das Niveau bei allen dreien sehr hoch gewesen. Trotzdem: „Fabian hat mir auch hier wieder am besten gefallen.“

Besonders hervor sticht für Polanc der Contemporary von Taliso und Patricija. „Taliso, der ja wirklich nur ganz peripher Dinge wahrnimmt … Patricija hat so viel Vertrauen, er hat so ein genaues Timing und Positionierung, wo er sie fangen muss und so weiter, dass ich wirklich, wenn ich live im Studio war, hab ich ganz, ganz oft vergessen, dass hier jemand ist, der überhaupt ein Handicap in irgendeiner Form hat.“ Polanc weiß aus eigener Erfahrung mit Joana Zimmer, der ersten blinden Promi-Teilnehmerin des Formats im Jahr 2012, wie anspruchsvoll Tanzen ohne (klare) Sicht ist.

Polanc sicher: Diego wird es – trotz schwachem Freestyle

Spätestens nach der zweiten Runde war sich Polanc sicher: „Diego wird das Ding gewinnen. Der bindet so viele Sympathien an sich.“ Auch die Inszenierung der Familie Pooth sieht er als Pluspunkt.

Doch dann kam der Freestyle – und wurde zur Enttäuschung:

„Ich glaube, er hats ja selbst gesagt: ‚Den hab ich verkackt.‘“
Polanc über Diego Pooth

Die Performance sei schwach gewesen, Diego sei in der Dschungelbuch-Show zwischen Affen und Schlangen untergegangen. „Sogar der Applaus im Studio war verhalten.“

Emotionales Highlight: Talisos „Titanic“-Freestyle

Für Polanc war der bewegendste Moment des Abends der Freestyle von Taliso & Patricija zur Musik von Titanic: „Leistungstechnisch etwas unter Fabian, aber als Show war das der beste Freestyle des Abends.“

So emotional, dass Polanc sogar zugibt: „Ich geb’s zu – da ist echt ein Tränchen geflossen.“ Kurz war er überzeugt: Taliso wird Dancing Star.

Das Fazit: Überraschendes Ergebnis – aber auch das ist „Let’s Dance“

Am Ende kam es anders. Diego Pooth gewann. „Man kann sich drüber streiten, ob das fair ist.“ Aber: Diego habe die meisten Anrufe bekommen – und darauf komme es an. „Und die Familie kann stolz auf ihn sein. Alle können stolz auf ihn sein.“

Polancs Fazit: „Es ist auch schön, dass man bei ‚Let’s Dance‘ nicht schon ab Show 2 weiß, wer gewinnt.“ Denn gerade das mache die Show spannend – und so emotional, wie sie nun einmal ist.

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