„Carrie“-Serie auf Prime Video: Die größten Unterschiede zu Buch und Film
Mike Flanagans „Carrie“-Serie erzählt Stephen Kings Horrorklassiker neu. Besonders beim Finale dürften selbst Fans von Buch und Film überrascht sein.

Ein grausamer Streich, ein blutrotes Ballkleid und eine Katastrophe: Manche Bilder aus „Carrie“ gehören längst zum Gedächtnis des Horrorkinos. Brian De Palmas Verfilmung von 1976, zu deren Cast unter anderem Sissy Spacek, Piper Laurie, Amy Irving, Nancy Allen und John Travolta gehören, machte Stephen Kings Geschichte weltberühmt. Wer deshalb glaubt, bei der neuen Prime-Video-Serie von Mike Flanagan jede Wendung vorhersehen zu können, liegt allerdings daneben.
Die achtteilige Adaption mit Summer H. Howell in der Hauptrolle übernimmt zentrale Elemente des Romans von 1974, ergänzt aber neue Figuren, andere Konflikte und eine entscheidende Veränderung am Ende. Gleichzeitig holt sie Details zurück, die in De Palmas Film kaum eine Rolle spielten.
Achtung, Spoiler: Der folgende Vergleich verrät wichtige Wendungen und das Ende von Roman, Film und Serie.
Warum die „Carrie“-Serie dem Roman manchmal näher ist als der Film
Trotz aller Änderungen übernimmt Flanagan auch eine Besonderheit der Vorlage: King setzte seine Geschichte aus erzählten Szenen, erfundenen Zeitungsartikeln, Berichten und Erinnerungen zusammen. Die Katastrophe wird dadurch rückblickend rekonstruiert.
Die Serie übersetzt diesen Ansatz in Notrufe und Interviews mit Überlebenden. Was gegenüber dem geradliniger erzählten Film neu wirkt, hat seine Wurzeln also im Buch. Allerdings fügt Flanagan einen eigenen Twist hinzu: Hinter den Befragungen steckt die geheime Gemeinschaft der begabten Frauen.
So ist die neue „Carrie“ zugleich Rückgriff und Neuerfindung – mit einem Finale, das selbst Kenner des Horrorklassikers auf unbekanntes Terrain führt.











