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Interview

Carmen Geiss: „Kein Zeichen von Schwäche, sich Hilfe zu holen“

Der Überfall in Saint-Tropez hat das Leben von Carmen und Robert Geiss nachhaltig verändert. Im Interview spricht Carmen offen über Schlaflosigkeit, Therapie und den Mut, sich Hilfe zu holen.

Carmen Geiss hält sich an ihrem Robert fest.
Carmen Geiss hat sich nach dem schweren Unfall im Sommer 2025 professionelle Hilfe gesucht. Foto: IMAGO / Future Image

Der bewaffnete Raubüberfall im Juni schockierte nicht nur die Fans der Geissens, sondern auch die Familie selbst bis ins Mark. Vier maskierte Täter drangen in ihre Villa ein, bedrohten Carmen und Robert mit Waffen und hinterließen tiefe seelische Wunden. Die Ereignisse wirken bis heute nach.

Im Interview anlässlich des 15-jährigen Jubiläums von „Die Geissens“ öffnet sich Carmen Geiss hinsichtlich ihres Traumas.

Carmen Geiss über schlaflose Nächte und wiederkehrende Erinnerungen

Auf die Frage, wie lange es gedauert habe, wieder ruhig schlafen zu können, antwortet Carmen ehrlich: „Sehr lange. In bestimmten Momenten kommen die Erinnerungen auch immer noch hoch.“ Für sie ist klar, dass solche Erfahrungen nicht einfach verschwinden. „Das ist ja auch ganz normal – so traumatisierende Ereignisse vergisst du nicht einfach. Aber man lernt damit zu leben.“

Auch Robert bestätigte bereits, dass der Überfall die Familie noch immer in ihren Träumen verfolgt. Die Bilder der Tat, die später am 5. Januar 2025 in einer Spezialfolge gezeigt werden, haben sich tief eingebrannt.

Wwarum sich Carmen doch für eine Therapie entschied

Besonders offen spricht Carmen über ihre anfängliche Skepsis gegenüber professioneller Hilfe. „Man versucht natürlich erstmal, das Erlebte mit sich selbst auszumachen oder im Kreise der Familie“, erklärt sie. Lange wollte sie stark sein, vor allem für ihre Liebsten. „Ich will immer stark sein für meine Familie.“

Doch irgendwann kam der Wendepunkt. „Irgendwann habe ich gemerkt, dass es kein Zeichen von Schwäche ist, sich Hilfe zu holen – ganz im Gegenteil“, sagt Carmen heute überzeugt. Ein starkes und wichtiges Statement von Carmen, die als TV-Persönlichkeit natürlich auch eine Vorbildfunktion hat.

Die Therapie habe ihr neue Perspektiven eröffnet. „Die Gespräche haben mir die Augen geöffnet. Es tut gut, Dinge einzuordnen und nicht alles mit sich selbst auszumachen.“

Heute ist sie dankbar für diesen Schritt. „Ich bin froh, diesen Schritt gegangen zu sein und kann es jedem nur empfehlen“, betont sie – eine Botschaft, die weit über ihre eigene Geschichte hinausgeht.

Die Geissens wollen sich nicht verstecken

Der Überfall hat auch eine Diskussion über Sicherheit und Öffentlichkeit ausgelöst. Die Geissens zeigen ihren Wohlstand offen im TV und auf Social Media. Haben sie überlegt, sich künftig zurückzunehmen? Für Robert kommt das nicht infrage.

„Am Ende des Tages wollen wir uns treu bleiben. Wir verstecken uns jetzt nicht und ändern unser Leben nur wegen diesen Volldeppen“, stellt er klar. Ganz ohne Konsequenzen blieb die Tat allerdings nicht. „Natürlich achten wir verstärkt auf Sicherheit“, erklärt Robert. In einer Spezialfolge werde sogar gezeigt, wie die Villa technisch aufgerüstet wurde. „Das zweite Fort Knox wird das, sage ich“, witzelt er, bevor er ernster wird: „Aber Spaß beiseite, wir wollen uns nicht verstecken und machen weiter unser Ding.“

Die Offenheit, mit der Carmen und Robert über ihre Ängste, ihre Stärke und ihren Umgang mit dem Trauma sprechen, macht deutlich: Der Überfall hat sie verändert, aber nicht gebrochen.

Der „Die Geissens – Eine schrecklich glamouröse Familie“-Tag startet am 3. Januar um 8:10 Uhr. Nur zwei Tage später geht es weiter: „Die Geissens Spezial: Der Überfall“ wird am 5. Januar ab 20:15 Uhr auf RTLZWEI übertragen und „Die Geissens Spezial: Die Jubiläumsparty“ am 12. Januar ab 20:15 Uhr.

Quellen
  • Robert und Carmen Geiss im Interview mit TV Movie

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