blookery nach „Die Höhle der Löwen“: Das wurde aus der Überraschungsreise-Website
Das große Abenteuer kann schon vor der Reise beginnen, wenn man über blookery bucht. Wer einfach reisen will, ohne sich für ein Ziel zu entscheiden, ist hier an der richtigen Adresse.

Wohin soll die nächste Reise gehen? Für manche beginnt der Urlaubsspaß mit der Planung, für andere endet er schon bei der Suche nach Flügen und Hotels. Blookery nimmt seinen Kunden diese Entscheidung ab: Sie buchen einen Städtetrip und erfahren erst kurz vor der Abreise, wohin es geht. Mit diesem Konzept traten Jannis Jäger (42) und Kevin Kiesewetter (36) in „Die Höhle der Löwen“ an – und verlangten 500.000 Euro für zwölf Prozent ihres Unternehmens.
Ein Freundestrip wird zum Geschäft
Die Idee entstand 2016, als sich Kevin und seine Freunde nicht auf ein Reiseziel einigen konnten. Er übernahm kurzerhand die Buchung und verriet der Gruppe erst am Flughafen, wohin die Reise ging. Aus dieser Überraschung entwickelte sich blookery. „Wir wollen das Abenteuer wieder zurück in die Reisen bringen“, erklären die Gründer.
Wer über die Plattform bucht, gibt unter anderem Abflughafen, Reisezeitraum, Budget und persönliche Vorlieben an. Anschließend sucht blookery aus zahlreichen Flug- und Hotelkombinationen einen passenden Trip heraus. Die Planung übernimmt also die Website – die Spannung über das Ziel bleibt.
Das Konzept hat bereits Kunden gefunden: Im vergangenen Jahr erzielte blookery nach Angaben der Gründer rund eine Million Euro Umsatz und schickte etwa 10.000 Menschen auf Reisen. Nun soll das Geschäft mit einem Investor weiter wachsen.
Die Verkaufszahlen wecken zunächst Interesse bei den Löwen, besonders bei Frank Thelen. Ralf Dümmel steigt dennoch früh aus, weil er sich nicht als passenden Partner für das Reise-Startup sieht. Als die Gründer das weitere Potenzial in Deutschland auf das Drei- bis Fünffache der bisherigen Einnahmen beziffern, kippt die Stimmung. Gemessen an der geforderten Investition ist das Judith Williams zu wenig – sie verabschiedet sich.
Auch Carsten Maschmeyer investiert nicht, möchte aber selbst einmal eine Reise über blookery buchen. Frank würdigt, was die Gründer aus ihrer Idee gemacht haben. Zugleich hält er das Konzept für leicht kopierbar und zweifelt deshalb daran, wie gut sich blookery langfristig behaupten kann. Damit bleibt Johannes Kliesch als letzter möglicher Investor.
Der überrascht die Gründer mit einem Angebot: Die gewünschten 500.000 Euro würde er investieren, verlangt dafür aber 40 statt zwölf Prozent. Jannis und Kevin beraten sich und schlagen 33 Prozent vor. Johannes bleibt bei seiner Forderung – und die beiden stimmen schließlich zu. Blookery verlässt die Höhle mit einem Deal über 500.000 Euro für 40 Prozent.
So geht es mit blookery weiter
Über die Website lassen sich weiterhin Überraschungsreisen buchen. Das Reiseziel bleibt dabei Teil des Erlebnisses: Kunden legen die Rahmenbedingungen fest und lassen sich bei der Wahl der Stadt überraschen.
Aktuell bewirbt blookery zudem eine Gutscheinaktion: Wer einen 20-Euro-Gutschein kauft, erhält nach den vorliegenden Angaben 50 Euro Reiseguthaben dazu.








