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US-Stars

Bekannt aus „Manhunter“, „Akte X“ & „The Blacklist“: Hollywoodstar Tom Noonan ist tot

Trauer um Tom Noonan: Der Schauspieler, bekannt aus „RoboCop 2“ und „Manhunter“, starb am 14. Februar.

Tom Noonan bei der Premiere seines Films „Anomalisa“ in Venedig.
Tom Noonan war seit 2018 im Ruhestand. Foto: IMAGO / ABACAPRESS

Der US-Schauspieler, Autor und Regisseur Tom Noonan ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Er verstarb am Samstag, dem 14. Februar, wie Kolleg:innen auf Social Media bestätigten. Details zur Todesursache wurden nicht genannt, seine Theater- und Filmkollegin Karen Sillas schrieb jedoch, Noonan sei friedlich eingeschlafen.

Vom Off-Broadway-Debüt zum Kultdarsteller

Tom Noonan wurde am 12. April 1951 in Greenwich, Connecticut geboren. Seine Laufbahn startete 1978 auf der New Yorker Theaterbühne in der Original-Off-Broadway-Produktion von Sam Shepards „Buried Child“. Bald darauf wechselte er ins Kino und prägte sich Millionen als bedrohlicher Bösewicht ein.

Schon 1980 hatte er kleinere Rollen in den Filmen „Willie & Phil“ von Paul Mazursky, „Heaven’s Gate“ von Michael Cimino und „Gloria“ von John Cassavetes.

Mit der Zeit wurde Noonan zum gefeierten Darsteller unheimlicher Figuren: Er spielte den Serienkiller Francis Dollarhyde in Michael Manns Thriller „Manhunter“ (1986), verkörperte Frankensteins Monster in „The Monster Squad“ (1987), den Verbrecherboss Cain in „RoboCop 2“ (1990), den Attentäter The Ripper in „Last Action Hero“ (1993) neben Arnold Schwarzenegger, den Hacker Kelso in „Heat“ (1995), Sammy Barnathan in „Synecdoche, New York“ (2008), Mr. Ulman in „The House of the Devil“ (2009) und den friedfertigen Prediger Nathaniel in der Westernserie „Hell on Wheels“ (2011–2014).

In „12 Monkeys“ (2015–2018) war er als Schurke bekannt unter den Namen The Tall Man und The Pallid Man, außerdem lieh er mehreren Figuren in „Anomalisa“ (2015) seine Stimme.

„Die Welt hat ein großes Talent verloren“

Besonders eindrucksvoll war Noonans Auftritt als Frankenstein in „The Monster Squad“. Regisseur Fred Dekker nannte diese Leistung einen Höhepunkt seiner Filmografie. Er erinnerte sich begeistert an Noonans Darstellung in „Manhunter“ und wie er ihn überredet hatte, das Skript zu lesen. Dekker traf Noonan in dessen Hollywood-Wohnung, um ihm seine ernsthafte Vision für Frankenstein – nicht „albern“ – zu erklären.

Das aufwendige Make-up sei lästig gewesen; Noonan habe es oft nach Drehschluss abgerissen und einmal sogar im vollen Frankenstein-Look nach Hause gefahren. Dennoch sei er stets ein „Gentleman und Gelehrter“ gewesen: „Die Welt hat ein großes Talent verloren. Ruhe in Frieden, Tom. Danke für die großartige Arbeit.“

Michael Mann ehrte Noonan ebenfalls. Beim Casting für „Manhunter“ sei Noonan hereingekommen und habe gesagt: „Ich will nicht reden. Ich möchte einfach nur lesen.“ Seine Probe habe „magisch“ gewirkt. Mann schrieb: „Wir haben eng zusammengearbeitet. Ruhe in Frieden, Tom.“

Langjährige TV-Karriere

Neben Kino war Noonan im Fernsehen präsent, etwa als inhaftierter Serienmörder in der Kultfolge „Paper Hearts“ von „Akte X“ (1996), in „Law & Order: Criminal Intent“, „Law & Order: Special Victims Unit“, „Tales from the Darkside“ und „CSI: Crime Scene Investigation“. Weitere Serienrollen hatte er in „Damages“, „Louie“, „The Leftovers“, „Monsters“, „The Equalizer“ und „Early Edition“.

Tom Noonan war von 1992 bis 1999 mit der Schauspielerin Karen Young verheiratet. Das Paar ließ sich 1999 scheiden.

Quellen
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