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Todesfall

„Gossip Girl“-Legende Mark Piznarski ist tot – er starb bereits im April

Der „Gossip“-Girl Regisseur Mark Piznarski ist im Alter von 71 Jahren verstorben. Warum sein Name in der TV-Branche so ein Gewicht hatte.

Der „Gossip“-Girl Regisseur Mark Piznarski bei der Feier der 100. Folge in New York im Jahr 2011.
Der „Gossip“-Girl Regisseur Mark Piznarski bei der Feier der 100. Folge in New York im Jahr 2011. Foto: IMAGO / WENN

Mark Piznarski gehörte zu jenen Regisseur:innen, die das Gesicht einer Serie oft schon in den ersten Minuten festlegen – ohne selbst im Rampenlicht zu stehen. Piznarski galt in Hollywood als besonders gefragter Inszenierer von Pilotfolgen und wurde immer dann geholt, wenn ein Format Ton, Tempo und Look finden musste. Nun wurde bekannt, dass er im Alter von 71 Jahren verstorben ist.

Bekannt wurde sein Tod über die Rubrik „In Memoriam“ in der aktuellen Ausgabe des „DGA Monthly“. Ein:e Sprecher:in der Gewerkschaft teilte mit, dass Piznarski am 4. April gestorben sei. Der „Hollywood Reporter“ wandte sich an seine Tochter Lauren, die erklärte, die Familie wolle sich nicht an einem Nachruf beteiligen.

Vom „Gossip Girl“-Pilot bis zum Finale: seine Handschrift bei den größten Momenten

Für „Gossip Girl“-Fans ist Mark Piznarski vor allem mit dem Anfang verbunden – und zugleich mit dem Ende. Er inszenierte die Pilotfolge von 2007, die den Stil der Serie definierte und das Tempo vorgab, mit dem sich Upper East Side-Drama, Glamour und Skandale später durch alle Staffeln ziehen sollten. Insgesamt führte Piznarski bei 14 Folgen Regie – verteilt über alle sechs Staffeln.

Bemerkenswert ist dabei, dass er nicht nur zum Auftakt dabei war, sondern auch bei den großen Meilensteinen: So inszenierte er die 100. Folge „G.G.“, die im Januar 2012 in Staffel 5 ausgestrahlt wurde, und schließlich auch das Serienfinale „New York, I Love You XOXO“, das im Dezember 2012 lief. Genau diese Klammer – Pilot und Finale – macht deutlich, wie stark man ihm offenbar vertraute, wenn es um entscheidende Momente ging.

Von „My So-Called Life“ bis „Riverdale“: eine Karriere durch mehrere TV-Generationen

Piznarskis Ruf als „Pilot-Spezialist“ kommt nicht von ungefähr. Im Jahr 2004 führte er Regie bei den ersten beiden Folgen von „Veronica Mars“ mit Kristen Bell in der Hauptrolle – entwickelt von Rob Thomas für UPN. Auch „Everwood“ verdankt ihm seinen Start: Piznarski inszenierte 2002 die Pilotfolge der Serie für WB.

Wer sich fragt, warum Pilotfolgen so wichtig sind: Sie sind meist der Bauplan einer Serie – von der Bildsprache über die Figurenführung bis zur Tonalität. Genau in dieser Königsdisziplin wurde Piznarski immer wieder eingesetzt.

Seine Karriere im Teen-Drama-Bereich begann Piznarski bei „My So-Called Life“. 1994 führte er bei vier Episoden der einzigen Staffel der hochgelobten ABC-Serie Regie, deren ausführender Produzent Edward Zwick für seine Bedford Falls Co. war. Danach war Piznarski als Regisseur und ausführender Produzent an der einzigen Staffel von „Relativity“ beteiligt, die von Jason Katims entwickelt wurde.

In den folgenden Jahren arbeitete er an zahlreichen US-Network-Produktionen. Als letztes Projekt wird „Riverdale“ im Jahr 2018 genannt.