Aus die Maus: „Disney Channel“ gehört bald der Geschichte an – das ändert sich
Große Veränderung bei Disney: Ende 2026 verschwindet der Name „Disney Channel“ aus dem deutschen Fernsehen. Doch hinter dem neuen Markenauftritt steckt weit mehr als nur ein neuer Schriftzug …

Der Disney Channel zählt seit Jahren zu den bekanntesten Free-TV-Sendern Deutschlands. Ende 2026 wird diese Marke jedoch Geschichte sein. Wie Disney im Rahmen der Screenforce Days in Düsseldorf bekannt gab, wird der Sender künftig unter dem Namen Disney TV auftreten. Gleichzeitig verändert sich auch das Programm grundlegend.
Aus Disney Channel wird Disney TV
Mit dem Rebranding möchte Disney den Sender breiter aufstellen. Der bisherige Fokus auf Kinder- und Familienprogramm wird erweitert, sodass künftig auch deutlich mehr Inhalte für Erwachsene im Programm laufen sollen.
Disney-Managerin Eun-Ky Park brachte die Neuausrichtung auf den Punkt: „Der Sender wird erwachsen.“
Künftig sollen unter anderem folgende Inhalte das Free-TV-Angebot ergänzen:
Dokumentationen
Produktionen von FX
Inhalte aus dem Marvel-Universum
Star Wars-Serien
Ganz verschwinden sollen Kinderformate allerdings nicht. Disney betont ausdrücklich, dass feste Programmfenster für junge Zuschauer sowie Familienfilme weiterhin Bestandteil des Programms bleiben.
Mehr als nur ein neuer Name
Hinter dem Namenswechsel steckt eine größere Strategie. Disney möchte sein lineares Fernsehangebot enger mit Disney+ verzahnen und gleichzeitig neue Werbemöglichkeiten schaffen.
Vor allem die Zielgruppe der 16- bis 49-Jährigen soll künftig stärker angesprochen werden. Ergänzend kündigte Disney an, seine Werbetechnologie in Europa weiter auszubauen und künftig stärker auf Daten- und Crossmedia-Angebote zu setzen.
Auch beim Streaming wächst das Unternehmen nach eigenen Angaben weiter. In der EMEA-Region sei die Zahl der Disney+-Abonnenten seit Anfang 2025 um 25 Prozent gestiegen. Gleichzeitig habe sich die durchschnittliche Sehdauer pro Kunde um mehr als zehn Prozent erhöht.
Kommt euch das bekannt vor?
Ganz neu ist eine solche Umbenennung übrigens nicht. Erst vor Kurzem machte bereits Warner Bros. Discovery einen ähnlichen Schritt.
Nachdem der Streamingdienst ursprünglich als HBO Max gestartet war, wurde er zunächst zu Max umbenannt, um ein breiteres Publikum anzusprechen und das Angebot über klassische HBO-Inhalte hinaus zu öffnen. Wenige Jahre später folgte dann allerdings die Kehrtwende: Seit 2026 heißt der Dienst in vielen Märkten wieder HBO Max, nachdem sich gezeigt hatte, welchen Stellenwert die Marke „HBO“ für viele Zuschauer besitzt.
Disney verfolgt nun zwar den umgekehrten Weg – weg vom bekannten Disney Channel hin zu Disney TV –, doch die Strategie dahinter ähnelt sich: Eine etablierte Marke soll weiterentwickelt werden, um ein breiteres Publikum anzusprechen und die verschiedenen Angebote des Konzerns stärker miteinander zu verknüpfen.
Neue Serien stehen bereits in den Startlöchern
Passend zur neuen Ausrichtung kündigte Disney außerdem weitere Produktionen für Disney+ an. Dazu gehört unter anderem der sechsteilige Thriller „Under the Ice“, der vor der Kulisse des Matterhorns spielt und von einer Bergretterin erzählt, die beim Verschwinden eines Unternehmers in einen persönlichen Konflikt gerät.
Darüber hinaus befinden sich unter anderem „City of Blood“, „Vienna Game“, „Yacht Dreams Monaco“, „Monster – ein Taunuskrimi“ sowie die Serienadaption der New-Adult-Reihe „Westwell“ in Vorbereitung.
Mit dem Rebranding zu Disney TV möchte der Konzern also nicht nur einen neuen Namen etablieren, sondern den Sender langfristig als Free-TV-Angebot für die ganze Familie – und zunehmend auch für Erwachsene – positionieren. Wann genau die Umstellung erfolgt, hat Disney bislang allerdings noch nicht bekannt gegeben.









