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"Assassin's Creed: Origins": Test zum Action-Rollenspiel auf PS4, Xbox One und PC

Der Weg zu den Wurzeln der "Assassin’s Creed"-Reihe führt ins alte Ägypten: Dank Rückbesinnung auf alte Stärken wird AC: Origins zum Erlebnis auf PS4, Xbox One und PC

Assassins Creed Origins
"Assassin's Creed: Origins": Die legendäre Spielereihe besinnt sich im Ableger im alten Ägypten auf alte und neu gewonnene Stärken. Ubisoft

Ähnlich wie EA mit seinen Sport-Reihen á la FIFA, Madden & Co. galt die "Assassin’s Creed"-Reihe als ein jährlicher Stützpfeiler im Spiele-Lineup von Ubisoft. Ganz so sehr dürften Gamer im vergangenen Jahr die Abstinenz eines neuen „Assassin’s Creed“-Teils nicht unbedingt vermissten haben – denn die vergangenen Ableger der Spiele-Reihe, inbesondere „Unity“ und „Syndicate“, hatten viele Spieler etwas enttäuscht zurückgelassen.

Die kreative Pause wollte Ubisoft für frischen kreativen Input nutzen und präsentiert mit „Assassin’s Creed: Origins“ den vielleicht ambitioniertesten Titel der Spiele-Reihe. Mit Held Medjai Bayek, der sich im Zeitalter von Cleopatra auf eine persönliche Vendetta gegen korrupte Priester begibt, hat Ubisoft nicht nur einen brandneuen spannenden Helden parat, sondern vor allem den vielleicht imposantesten Schauplatz der „Assassin’s Creed“-Geschichte.

 

Assassins Creed: Origins - Frische Spiel-Mechanik im alten Ägypten

In der stark inszenierten Geschichte bereisen wir nicht nur die unterschiedlichsten historischen Schauplätze Ägyptens, sondern begegnen hin und wieder auch berühmten Persönlichkeiten wie Cleopatra oder Cesär, die geschickt in die persönliche Handlung unseres Helden eingewoben wurden. Trotz des "staubigen" Themas wirkt die Inszenierung deutlich frischer als zuletzt und setzt immer wieder gut eingestreute dramatische Höhepunkte.

Assassins Creed Action
Die Action fühlt sich in AC:Origins deutlich ausgereifter an!          Ubisoft

Sein bewährtes Open-World-Prinzip hat Ubisoft in "Assassin’s Creed" deutlich überarbeitet: Ein wenig erinnert die neuartige Welt-Symbolik an CD Projects Rollenspiel-Meisterwerk "The Witcher 3", in der wir mehrere Haupt- und Nebenquests aufnehmen, die uns dank Kompass und Co. in der gigantischen Spielewelt angezeigt werden. Deutlich Rollenspiel-lastiger fällt auch das Gameplay aus: Unser Held Bayek steigt durch Erfahrungspunkte im Level auf, verbessert so seine Angriffs- und Verteidungsfertigkeiten und kann im Skilltree ganz neue Fähigkeiten freischalten.

Auch ansonsten lassen unsere Gegner immer wieder jede Menge Materialien zurück, die wir zum Craften stärkerer Ausrüstungsgegenstände nutzen können. Die benötigen wir auch dringend, denn eine Anzeige über unseren Kontrahenten zeigt an auf welchem Level sich diese befinden – und die sollte man auch tatsächlich beachten bevor man sich womöglich in einen aussichtslosen Kampf begibt.

 

Coole Nebenmissionen – Der Spielstil entscheidet

Dass Ubisoft tatsächlich nicht nur ein müdes Update der vorherigen „Assassin’s Creed“-Ableger beweisen auch die deutlich aufgewerteten Nebenmissionen: Coole Szenarien wie Wagenrennen oder Gladiatoren-Kämpfe bieten nicht nur gelungene Abwechslung von den Hauptquests, sondern sind auch überlebensnotwendig, um rare Ausrüstungsegenstände zu erhalten und seinen Helden Bayek aufzuleveln. Die Balance aus Haupt-, Nebenmissionen sowie freier Erkundung wirkt gut gelungen – auch, wenn man sich womöglich zum „Grinden“ gezwungen füllt, um in der Hauptquest voran zu kommen, weil man es ansonsten mit stärkeren Gegner kaum aufnehmen kann.

Generell kommen sowohl Nah- als auch Fernkämpfer dank des anspruchsvolleren Hitbox-Systems auf ihre Kosten, das von seiner Art her ein wenig an die „Dark Souls“-Spiele erinnert. Ähnlich wie in Ubisofts „For Honor“ werden Spieler belohnt, die sich in Geduld üben bzw. ihren jeweiligen Spielstil und den Aktionsradius ihrer Figuren verinnerlichen.

Assassins Creed Stimmungsbild
In diesen Szenen kommt die gewaltige Spielewelt am besten zur Geltung!          Ubisoft
 

Starke Präsentation mit kleineren Abstrichen

Wenn man mit Bayek die Pyramiden von Gizeh das erste Mal besteigt und den phänomenalen Blick auf die gigantische Spielewelt wirft, spielt „Assassin’s Creed: Origins“ definitiv seine Muckis aus. Schweift der Blick von der beeindruckenden Architektur und den tollen Details zu den NPCs und deren Animationen, wird allerdings auch deutlich, dass zu der audiovisuellen Klasse von „Horizon“ noch ein weiter Weg ist.

 

Fazit

Kein Neuanfang, aber eine notwendige Zäsur: Die Zwangspause hat der "Assassin’s Creed"-Reihe sichtlich gut getan. Mit „Origins“ erfinden die Macher das Rad der Action-Rollenspiele zwar nicht neu, doch orientieren sich an den absoluten Schwergewichten des Genres. Das Ergebnis ist ein stark inszeniertes, spielerisch deutlich anspruchsvolleres und abwechslungsreicheres Abenteuer, als in den letzten beiden AC-Ableger. Keine Frage: Es lohnt sich 30+ Spielstunden zu investieren, um sich im überzeugenden Setting von „Assassins Creed: Origins“ auszutoben!

Assassin's Creed: Origins ist seit dem 27. Oktober 2017 auf PS4, PC und Xbox One erhältlich!

 

 



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