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ARD-Serie „Friesenjunkies“ von den Discounter-Machern: So hat man Sylvie Meis noch nie gesehen

Sylvie Meis wagt einen überraschenden Rollenwechsel: In der neuen ARD-Serie „Friesenjunkies“ zeigt sie sich von einer ungewohnten, verletzlichen Seite. Das Dramedy-Format der „Discounter“-Macher Emil und Oskar Belton steht im Zentrum des ARD-Programmausblicks 2026.

 In der neuen Impro-Serie „Friesenjunkies“ von und mit den „Kleinen Brüdern“ Emil und Oskar Belton wird eine luxuriöse Sylter Entzugsklinik zum Zentrum skurriler Neurosen – nicht nur bei den Patient:innen, sondern auch bei den Therapeut:innen.
Cast von „Friesenjunkies“ (v. l. n. re.): Emil Belton, Oskar Belton, Shadi Eck, Sönke Möhring, Silvie Meis, Arman Kashani, Stephan Luca, Martin Brambach und Marie Lina Smyrek. Foto: ARD Degeto/Kleine Brüder GmbH/Marlo Rudigkeit

Wenn die ARD ihr Programm für das kommende Jahr vorstellt, geht es längst nicht mehr nur um lineares Fernsehen. 2026 setzt der Sender klar auf starke Serien und große Namen – und eines der spannendsten neuen Projekte hört auf den Titel „Friesenjunkies“. Die Impro-Dramedy stammt von Emil und Oskar Belton, den kreativen Köpfen hinter dem Prime-Video-Erfolg „Die Discounter“, und bringt mit Sylvie Meis eine prominente Besetzung ins Spiel, die viele so nicht erwartet hätten.

Das erwartet uns bei „Friesenjunkies“

In „Friesenjunkies“ verlagern die Belton-Brüder ihren typischen Impro-Stil erstmals in ein deutlich ruhigeres, melancholischeres Setting. Schauplatz ist die Luxus-Entzugsklinik „Isebek“ auf Sylt, ein Ort, an dem Prominente, Millionäre und ganz normale Menschen aufeinandertreffen – vereint durch ihre Süchte und inneren Kämpfe.

Im Mittelpunkt stehen nicht nur die Patientinnen und Patienten, sondern auch Therapeut:innen, Ärzt:innen und Klinikpersonal, deren eigene Neurosen oft kaum weniger ausgeprägt sind. Zwischen Medikamentenausgabe und Billard-Abenden entsteht laut Sender eine „absurd-authentische Serie über Selbstzerstörung und Selbstfindung, über Sucht und Sehnsucht, über das Menschsein“.

Auffällig: Die ersten gezeigten Bilder wirken deutlich cineastischer als frühere Belton-Projekte. Weniger wackelige Kamera, mehr Komposition, mehr Atmosphäre – ein klarer ästhetischer Entwicklungsschritt.

Sylvie Meis überrascht in ungewohnter Rolle

Besonders viel Aufmerksamkeit zieht Sylvie Meis auf sich. Die 47-Jährige ist vor allem als Moderatorin, Model und TV-Gesicht bekannt – etwa aus Formaten wie „Let’s Dance“, „Love Island“ oder „Das Supertalent“. In „Friesenjunkies“ kehrt sie nun erneut zur Schauspielerei zurück.

Welche Rolle sie genau übernimmt, ist bislang noch nicht bekannt. Fest steht jedoch: Meis ist Teil des zentralen Ensembles und wird sich in einem Umfeld zeigen, das weit entfernt ist von Glitzer und Glamour. Für viele Zuschauerinnen dürfte genau das den Reiz ausmachen.

Ganz neu ist die Schauspielerei für sie allerdings nicht. In der Vergangenheit stand sie unter anderem für die Soap „Costa!“ vor der Kamera und spielte in der Komödie „Sophie kocht“ sich selbst. Auf Instagram kommentierte sie einen Beitrag der Produktionsfirma „Kleine Brüder“ zu den abgeschlossenen Dreharbeiten begeistert mit den Worten: „Schönste Zeit ever!“

Neben Sylvie Meis wartet „Friesenjunkies“ mit einem hochkarätigen Ensemble auf. Mit dabei sind unter anderem Martin Brambach, Peter Kurth, Otto Waalkes, Pheline Roggan, David Schütter, Sönke Möhring und Mark Hosemann.

Alle ARD-Highlights 2026 im Überblick

„Friesenjunkies“ ist eingebettet in ein insgesamt starkes Serienjahr der ARD. Beim ARD-Programmausblick 2026 in Hamburg betonte Programmdirektorin Christine Strobl den strategischen Anspruch des Senders: „2026 vereint die ARD große Lagerfeuermomente mit starken Streaming-Serien, Orientierung mit Unterhaltung, Verlässlichkeit mit Innovationskraft und liefert exzellente journalistische Qualität.“

Ein zentrales Ereignis wird das große Finale von „Babylon Berlin“. Die international erfolgreiche Serie endet 2026 mit ihrer fünften Staffel und markiert einen der bedeutendsten Abschiede der deutschen Fernsehgeschichte. Parallel dazu setzt die ARD-Mediathek weiterhin auf monatliche Serienpremieren, darunter Titel wie „House of Yang“, „Stardust Hotel“ und „Seelendorf“ mit Moritz Bleibtreu sowie neue Staffeln von „Oderbruch“, „School of Champions“ und „Tage, die es nicht gab“.

ESC, Dokus und Sport-Großereignisse

Auch abseits der Fiction ist 2026 viel geboten. Hazel Brugger wird gemeinsam mit Barbara Schöneberger den deutschen ESC-Vorentscheid 2026 moderieren. Für die ARD ist dabei erstmals der SWR federführend, nicht mehr der NDR. Der Eurovision Song Contest feiert zudem sein 70-jähriges Jubiläum, begleitet von einer Konzertreihe in europäischen Metropolen, darunter Hamburg und Köln.

Im Doku-Bereich setzt die ARD unter anderem auf Musikgeschichte: Geplant sind Projekte zu den No Angels sowie zu Herbert Grönemeyer. Hinzu kommt ein großes Sportjahr mit Fußball-WM, Winter-Olympia, Handball-EM und Tour de France – langweilig wird es in der ARD also auf keinen Fall!

Quellen

  • ARD