„Aktenzeichen XY“: Mordfall Fabian aus Güstrow – neuer Ansatz zum Tatmotiv
Fabian aus Güstrow wurde vor vier Wochen tot aufgefunden. Jetzt liefert ein Profiler Hinweise zu möglichen Tat-Hintergründen.

Fast vier Wochen ist es her: Fabian (†8) aus Güstrow wurde tot aufgefunden. Nun melden die Ermittler die erste Festnahme! Eine Frau sitzt laut Informationen der Polizei in Untersuchungshaft, gegen sie besteht Mordverdacht, wie der Staatsanwalt Harald Nowack sagte. Weitere Details durften aus Ermittlungsgründen noch nicht veröffentlicht werden. Doch ein Profiler scheint mehrere Theorien zur Tat zu haben ...
Profiler Axel Petermann spricht über Tat-Hintergründe
Profiler und Leiter der Mordkommission der Polizei Bremen, Axel Petermann, meint, mögliche Hintergründe zur Tat zu kennen und spricht im Gespräch mit „t-online“ über den Fall Fabian, der am vergangenen Mittwochabend in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ aufgegriffen wurde.
Nur einen Tag später wurden dann mehrere Grundstücke, unter anderem das der Ex-Freundin von Fabians Vater, untersucht. Für Petermann hatte dies allerdings keinen Zusammenhang: „Es ist denkbar, dass es Zeugen gibt, die gesehen haben, wie Fabian das Haus verlassen hat“, sagt der 73-Jährige. Unter anderem wurde bei den Durchsuchungen ein Geländewagen sichergestellt: „Möglicherweise wurde darin Fabians Leiche an den Tümpel verbracht. Dann könnte man dort Fingerabdrücke oder seine DNA gefunden haben. Oder aber Faserspuren an Fabians Leiche, die zu dem Wagen passen“, so der Profiler.
Identität der Tatverdächtigen im Fall Fabian weiterhin unklar
Die Identität der festgenommenen Frau ist zwar weiterhin unklar, doch für Petermann ist klar: „Wenn Frauen töten, dann fast immer im persönlichen Umfeld.“ Meist aus Eifersucht: „Möglicherweise wollte sie jemanden bestrafen. Oder mit dem Mord dafür sorgen, dass sich jemand anderes wieder enger an sie bindet“, sagt der Axel Petermann. Allerdings fände er dies „schon sehr außergewöhnlich.“
Petermann erklärt weiter, dass sich Täter:innen nach einem Mord überwiegend „übersprungsartig“ verhalten und Situationen konstruieren, um nicht in das Visier der Ermittler zu geraten. „Sie behaupten zum Beispiel, die Leiche zufällig gefunden zu haben. Und genau mit dieser Inszenierung liefern sie sich selbst der Polizei aus.“







