Admark.ai bei „Die Höhle der Löwen“: So geht es mit dem KI-Tool für Social Media weiter
Mit KI-Hilfe zum Social-Media-Durchbruch: admark.ai soll Unternehmen bei ihrer Onlinepräsenz unter die Arme greifen. Die Löwen sind begeistert – aber nicht umbedingt vom Tool selbst.

Mit 18 Jahren in der Gründershow stehen und um 200.000 Euro pitchen: Christopher Luis Zoellner aus Schwarzenbek sorgt in „Die Höhle der Löwen“ für Aufsehen. Mit admark.ai, einer KI-gestützten Plattform für datenbasiertes Social-Media-Marketing, tritt er in die Fußstapfen seines Bruders Davis – und will mit seinem „Kinderzimmer-Startup“ jetzt selbst durchstarten.
Vom Kinderzimmer zur KI-Plattform
Die Idee zu admark.ai kommt nicht vom Reißbrett, sondern aus Christophers eigener Praxis: Als Teenager baute er mehrere Instagram-Accounts mit bis zu 200.000 Followern auf – und merkte schnell, wie viel Zeit und Gefühl für Reichweite, Inhalte und Timing nötig sind. Daraus entwickelte er ein Tool, das genau hier ansetzt: admark.ai analysiert Inhalte für Instagram, Facebook und LinkedIn, vergibt Erfolgsscores und liefert Optimierungsvorschläge zu Text, Emojis sowie Bild- und Videoinhalten.
In der Show fordert Christopher 200.000 Euro für 20 Prozent seiner Firmenanteile. Sein Ziel: das Produkt weiter ausbauen, Prozesse automatisieren und die Plattform als professionelle Lösung für Unternehmen etablieren. „Ich möchte Social-Media-Marketing messbar erfolgreicher machen. Automatisiert, datenbasiert und aus Deutschland“, erklärt der junge Gründer selbstbewusst.
Zwischen Bewunderung und Skepsis
Auf der Investorenbank sitzen an diesem Abend Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel und Frank Thelen. Schon nach wenigen Minuten ist klar: Christophers Auftritt beeindruckt – vor allem sein Alter, seine Professionalität und sein konsequenter Aufbau des Unternehmens.
Inhaltlich sorgt der Pitch jedoch für Diskussionen. Frank Thelen, selbst Tech- und KI-Investor, kennt sich im Bereich künstliche Intelligenz aus und hakt kritisch nach. Für ihn wirkt admark.ai eher wie ein ausgefeiltes Social-Media-Tool als ein wirklich neuartiger KI-Durchbruch. Trotz Umsätzen von 20.000 Euro in einem Monat und 24.000 Euro an Absichtserklärungen bleibt er skeptisch, was die tatsächliche Innovationshöhe der Technologie angeht. Am Ende steigt er mit der Begründung aus, Christopher sei für ihn nicht reflektiert und ehrlich genug in der Einordnung seines Produkts.
Die Zweifel des Tech-Löwen verunsichern die anderen Investor:innen – nach und nach ziehen sich die meisten zurück.
Maschmeyer setzt auf Familien-Power
Am Ende bleibt einer sitzen, der die Familiengeschichte gut kennt: Carsten Maschmeyer. Er hatte bereits 2021 in Christophers Bruder Davis investiert und glaubt auch beim jüngeren Zoellner an das unternehmerische Potenzial. Trotz der kritischen Stimmen der anderen Löwen bietet er Christopher einen Deal an – wenn auch zu anderen Konditionen als ursprünglich gewünscht: 20.000 Euro für 25,01 Prozent der Firmenanteile.
Christopher akzeptiert das Angebot – und sichert sich damit nicht nur Kapital, sondern auch einen prominenten Mentor an seiner Seite. Wie groß admark.ai mit Maschmeyer an Bord werden kann, wird sich jedoch erst in den nächsten Jahren zeigen.
So funktioniert admark.ai – und für wen lohnt sich das?
admark.ai richtet sich ausschließlich an Unternehmen und professionelle Social-Media-Teams. Das Tool unterstützt beim Erstellen, Planen und Optimieren von Posts, liefert Vorschläge zu Inhalten, passt Beiträge an verschiedene Plattformen an und analysiert die Performance.
Der Einstiegspreis liegt bei 99,99 Euro pro Monat im Start-up-Tarif, weitere Pakete für größere Unternehmen kosten deutlich mehr. Für viele kleine Firmen ist das ein Investment – genau deshalb setzt admark.ai auf eine niederschwellige Einstiegshürde: Auf der Website lässt sich der Algorithmus zunächst kostenfrei testen, bevor ein Abo abgeschlossen wird. So können Unternehmen prüfen, ob die generierten Vorschläge und Auswertungen wirklich zu ihren Zielen passen.
Wie es nach der Show weitergeht
Mit dem Deal in der Tasche und der Aufmerksamkeit aus „Die Höhle der Löwen“ im Rücken arbeitet Christopher weiter daran, admark.ai zu etablieren. Die Plattform wird inzwischen als umfassendes Social-Media-Management-Tool positioniert, das Inhalte generiert, Workflows automatisiert und Teams spürbar entlasten soll.
Ob sich das Investment für Carsten Maschmeyer am Ende auszahlt, hängt davon ab, wie viele Unternehmen bereit sind, ihr Social-Media-Marketing in die Hände einer jungen, deutschen KI-Lösung zu legen. Wer admark.ai testen möchte, kann direkt auf der offiziellen Website starten und sich dort einen ersten Eindruck verschaffen – der erste Post kommt dank KI in wenigen Minuten.










