Streaming-News

A Knight of the Seven Kingdoms: „Game of Thrones“ light mit Herz und Humor – Kritik

Mit „A Knight of the Seven Kingdoms“ erscheint bereits das zweite „Game of Thrones“-Spin-off. Diesmal bricht HBO jedoch mit allen Erwartungen.

Peter Claffey und Dexter Sol Ansell als Ser Duncan und Egg.
In „Game of Thrones“ sahen wir bereits Turniere, doch „A Knight of the Seven Kingdoms“ zeigt das rege Treiben hinter den Tribünen. Foto: Steffan Hill/HBO

Epische Schlachten, durchtriebene Intrigen und eine mehrere Königreiche umspannende Geschichte – Game of Thrones hatte für High-Fantasy-Fans viel zu bieten. Und auch wenn das einstige Aushängeschild von HBO durch das Finale (und eigentlich auch den Rest der letzten Staffel) in Ungnade gefallen ist, versucht der Pay-TV-Sender weiterhin, an frühere Erfolge anzuknüpfen.

So mag die Geschichte von Jon Snow oder Tyrion Lannister vorbei sein, doch Westeros bleibt uns weiterhin erhalten. House of the Dragon wandelt als Prequel mit Targaryen-Fokus auf ähnlichen Pfaden, auch wenn es ein wenig an Abwechslung mangelt und die Geschichte rund um den „Tanz der Drachen“ durch einen 4-Staffel-Plan ein wenig zu stark gestreckt wurde.

Mit A Knight of the Seven Kingdoms folgt nun das zweite offizielle „Game of Thrones“-Spin-off, das eigentlich schon 2025 hätte erscheinen sollen, um die Wartezeit auf „House of the Dragon“ Staffel 3 in einem sonst komplett Westeros-freien Jahr zu überbrücken. Die Verzögerung hängt auch mit dem Deutschlandstart von HBO Max zusammen, denn auf diese Weise dient „A Knight of the Seven Kingdoms“ gleich zu Beginn des Streamingdienstes als großes Highlight, denn kaum ein Serienfan wird die neue „Game of Thrones“-Serie verpassen wollen.

Westeros im Hosentaschenformat

Video Platzhalter
Video: HBO Max

Doch hier liegt schon das größte Problem von „A Knight of the Seven Kingdoms“. Genauer gesagt ist es kein Problem der Serie selbst, viel eher ist die Erwartungshaltung vieler Fans problematisch. Denn „A Knight of the Seven Kingdoms“ ist völlig anders als die bisherigen Westeros-Adaptionen und das erfordert zunächst eine kleine Umgewöhnung.

Die erste Veränderung ist schnell entdeckt: Mit nur sechs Episoden, die meist knapp 30 Minuten lang sind, erzählt die erste Staffel von „A Knight of the Seven Kingdoms“ eine recht kleine Geschichte. Kein Wunder, basiert die Serie doch auf Kurzgeschichten von George R.R. Martin, die ganz bewusst kleinere Geschichten aus den Sieben Königslanden erzählen.

Es ist ein interessanter Ansatz, der gerade nach „House of the Dragon“ frischen Wind in die Franchise bringt. Was erleben die „kleinen Leute“ Westeros’, während andernorts Entscheidungen getroffen und Schlachten gefochten werden?

Eine Rittergeschichte, die einfach Spaß macht

Ser Duncan auf dem Pferd. Er blickt hinab auf das Turniergelände.
Ser Duncan hat beim großen Turnier eigentlich keine Chance – aber auch keine andere Wahl. Foto: Steffan Hill/HBO

Dass sich diese kleine Geschichte gegen Ende doch sehr groß anfühlt, ist Showrunner Ira Parker zu verdanken. Mit Ser Duncan und seinem Knappen Egg haucht er nämlich zwei äußerst sympathischen Figuren Leben ein. Gerade mit dem großen, zurückhaltenden Duncan fiebert man schnell mit, denn das Schicksal meint es nicht gut mit ihm und reines Glück ist in Westeros rar gesät – zumindest in dieser Hinsicht hat sich wenig verändert.

Neu ist aber, zumindest in diesem Ausmaß, eine gewisse Warmherzigkeit. In „Game of Thrones“ war kaum eine Figur nur gut oder nur schlecht, aber Duncan und Egg sind es – und das ist völlig ok so.

Doch „A Knight of the Seven Kingdoms“ hat nicht nur das Herz am rechten Fleck, sondern auch ein großes Maß an Humor. Kaum eine Folge vergeht ohne kleine, aber denkwürdige Zote, und auch bei der Inszenierung ist immer ein kleines Augenzwinkern zu spüren. Dadurch, dass weniger auf dem Spiel steht, ist mehr Raum für verspielte Momente, ohne das weiterhin vorhandene Drama zu schmälern. Und das große Turnier, um das sich alles in Staffel 1 dreht, bietet dann doch noch ein dreckiges und brutales Spektakel, so wie es „Game of Thrones“-Fans sicher schon vermisst haben.

Der kompakte Umfang der Staffeln hat einen Vorteil: Die bereits bestätigte 2. Staffel wird bereits gedreht und soll schon 2027 erscheinen. Auch wenn „A Knight of the Seven Kingdoms“ vielleicht einst als kleiner Snack zwischen „House of the Dragon“-Staffeln gedacht war, ist es nach Staffel 1 nun eigentlich genau andersrum und nach Episode 6 blickt man dem Wiedersehen mit „Dunk“ und Egg bereits in freudiger Erwartung entgegen.

„A Knight of the Seven Kingdoms“ startet am 19. Januar 2026 auf HBO Max. Wöchentlich erscheint eine neue Episode. Die Preise des neuen Streamingdienstes, das beste Einstiegsangebot und alle Titel zum Start haben wir für euch zusammengefasst.

Idris Elba in der 2026-Version von Masters of the Universe - Foto: Sony Pictures International/Amazon MGM Studios
Filme
Im Kino ein Flop, bei Amazon jetzt Bestseller: Dieser Film atmet Kult aus jeder seiner Poren

Nur weil ein Film im Kino floppt, heißt nicht zwangsläufig, dass er schlecht ist. Das beweist „Masters of the Universe", der aktuell auf Amazon die Vorbesteller-Bestsellerliste dominiert.

Sybylla und Harry führen ein hitziges Gespräch und kommen sich sehr nah. - Foto: Netflix
Serien-News
„Meine brillante Karriere“ auf Netflix: Start, Handlung und Cast der Buchverfilmung

Fans von Buchverfilmungen dürfen sich freuen: Mit „Meine brillante Karriere“ bringt Netflix schon bald den nächsten Klassiker an den Start. Was bisher zu Start, Handlung und Cast bekannt ist!

Nina und Toni sitzen nebeneinander auf dem Bett. - Foto: RTL / Rolf Baumgartner
Vorschau
GZSZ: Logiklücke aufgeklärt, doch ein Detail verwirrt nach wie vor

Nachdem Nina bei GZSZ endlich alles gestanden hat, wird auch das Rätsel um die DNA-Probe aufgelöst. Doch zufriedenstellend ist das nicht für alle ...

Grace und Will sitzen in einem Wald und reden. - Foto: Netflix
Neu auf Netflix
„Die Karte der Sehnsüchte“: Erhält die Buchverfilmung eine Staffel 2?

Wie stehen die Chancen auf eine zweite Staffel von „Die Karte der Sehnsüchte“? Wir haben alle Informationen zur möglichen Fortsetzung der Netflix-Serie für euch!

Adam Driver macht eine ähnliche Handgeste wie James McAvoys Magneto.  - Foto:   IMAGO / ZUMA Press Wire und IMAGO / Ronald Grant
Kevin Feige bleibt feige
Adam Driver wird NICHT Magneto? „Star Wars“-Star hat gar keinen Bock auf Marvel

Für manche ist es eine Ehre, Teil des MCU zu sein, doch Adam Driver scheint diese Ehre herzlich egal zu sein …

 Frau Stockl (Marisa Burger), Sekretärin der Rosenheim-Cops, versteckt sich hinter einem Eimer.  - Foto: Erika Hauri/ZDF
Karin Thaler verrät Details!
„Rosenheim-Cops“-Aus: Karin Thaler bestätigt, was viele Fans befürchtet haben

Der Abschied von Frau Stockl rückt näher: Karin Thaler verrät mit einem Instagram-Post ein neues Detail zu Marisa Burgers letzten „Rosenheim-Cops“-Folgen – und Fans reagieren emotional.