Die Spur

In seinen Videos warnt Dominik Kettner regelmäßig vor Schreckensszenarien wie dem drohenden Systemcrash - und verkauft die vermeintliche Rettung in seinem eigenen Shop: Gold und Silber. Dominik Kettner ist einer der einflussreichsten Polit-Influencer Deutschlands. Er gilt als ein sogenannter Crashprophet - also jemand, der Panik verbreitet und damit Geld verdient. Stimmt der Vorwurf? "Die Spur" geht seinem Geschäftsmodell auf den Grund. "Meine letzte Warnung", "Jetzt eskaliert alles" oder "Deutschland am Abgrund" steht auf den Thumbnails des YouTube-Kanals "Kettner Edelmetalle (Gold & Silber)". Es geht darin um Systemcrashs, um Enteignungen, um "die Elite", die finstere Pläne schmiedet. Die Videos werden zum Teil millionenfach geklickt. Der YouTube-Kanal "Kettner Edelmetalle" hat eine halbe Million Abos. In Live-Webinaren auf der Webseite verfolgen zudem Zehntausende eine Mischung aus Verschwörungstheorien und Teleshopping. Immer wieder lädt Kettner sich Gäste ein, darunter auch Verschwörungstheoretiker wie Sucharit Bhakdi oder den rechtsextremen Influencer Timm Kellner. Auch der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla war mehrmals zu Gast. Seit ein paar Monaten taucht außerdem immer wieder Dieter Bohlen auf, in Videos und als Werbegesicht. Kettner setzt auf große Namen, auf Gewinnspiele in seinen Live-Sendungen und auf Untergangserzählungen. Das Konzept scheint zu funktionieren: "Kettner Edelmetalle" wächst. Über 100 Mitarbeiter soll das Unternehmen bereits haben. Tausende Produkte werden über den Onlineshop vertrieben, ständig kommen neue hinzu. Darunter viele eigene Sammlermünzen, denen Kettner "hohes Wertsteigerungspotential" bescheinigt. "Die Spur"-Reporter Aron Doll und Maxie Römhild tauchen ein in die goldene Welt von Dominik Kettner - zwischen tausenden Videos, Untergangsstimmung und viel Geld. Mehr unter https://diespur.zdf.de






