Bose TV Speaker: Neue Generation kommt, die alte kostet 199 Euro
Bose hat den TV Speaker still in zweiter Generation vorgestellt. Geändert hat sich fast nichts, und die erste Generation kostet aktuell 199 Euro.

Du magst Bose, oder? Wer ANC-Kopfhörer von Bose hat, weiß die Qualität zu schätzen. Warum dann nicht auch eine Soundbar von Bose? Normalerweise ist diese Kombination teuer, doch es gibt eine Soundbar von Bose, die mit deutlich weniger auskommt: den TV Speaker.
Keine App, kein Benutzerkonto, kein WLAN. Du bekommst eine Fernbedienung, steckst ein Kabel in den Fernseher und hörst deine Serien wieder deutlich. Dieses Gerät hat Bose gerade neu aufgelegt. Ohne Pressemeldung, ohne Ankündigung, einfach auf der US-Website online gestellt.
Aber: Wenn du jetzt kaufen willst, greifst du trotzdem zur ersten Generation.
Die zweite Generation ist da, nur nicht hier
Bose ist bei dieser Neuvorstellung ungewöhnlich leise geblieben. Es gab keine Pressemitteilung und keinen Termin, an dem das Gerät vorgestellt wurde. Es stand plötzlich auf der US-Produktseite und ließ sich bestellen. Ausgeliefert wird dort ab dem 10. September 2026, der Preis liegt bei 299 Dollar.
Für Deutschland gibt es bislang nichts. Keine Listung, keinen Termin, keinen Euro-Preis. Dass die zweite Generation hierzulande erscheint, ist wahrscheinlich, denn die erste kam ebenfalls in den deutschen Handel. Wann das passiert und was Bose dann verlangt, ist offen.

Der Name klingt nach einem einzelnen Zusatzlautsprecher. Tatsächlich ist der TV Speaker eine 60 Zentimeter breite Soundbar, die vor dem Fernseher liegt. Bose baut drei Treiber ein, zwei angewinkelte Fullrange-Treiber für die Breite und einen Hochtöner in der Mitte, der sich um die Stimmen kümmert.
Daher auch der Dialogmodus, der genau diesen Center-Kanal anhebt. Wer die Dialoge in Serien nicht mehr versteht, kauft das Gerät wegen dieser Taste.
Was sich ändert und was nicht
Drei Dinge sind neu. Das Gehäuse hat abgerundete Kanten statt der kantigen Form des Vorgängers. Im Karton liegt jetzt ein HDMI-Kabel, bei der ersten Generation war es ein optisches. Und auf der Liste der kompatiblen Subwoofer steht zusätzlich der Bose Lifestyle Ultra Subwoofer.
Das war es. Kein WLAN, keine App, kein Sprachassistent, kein AirPlay, kein Google Cast. Das gilt für beide Generationen gleichermaßen. Wer sich davon etwas erhofft hat, muss zu den Smart-Soundbars von Bose greifen, und die spielen in einer anderen Preisklasse.
Die Treiberbestückung ist unverändert geblieben. Auch die Maße haben sich kaum bewegt: Die zweite Generation ist einen Millimeter höher, zwei Millimeter breiter und vier Millimeter tiefer. Das Gewicht liegt weiterhin bei rund zwei Kilogramm.
Der Grund für die Millimeter liegt in der neuen Form. Wenn du an einem Quader die Kanten rundest, verlierst du Innenvolumen. Um denselben Gehäuseraum zu behalten, muss das Gerät außen minimal wachsen. Es steckt also genauso viel drin wie vorher.
TV Speaker (2020) | TV Speaker 2. Generation | |
|---|---|---|
Marktstart | Juni 2020 | USA ab 10. September 2026, Deutschland offen |
Konfiguration | 3.0, zwei Fullrange-Treiber und ein Center-Hochtöner | identisch |
Maße (H × B × T) | 5,6 × 59,4 × 10,2 cm | 5,7 × 59,6 × 10,6 cm |
Gewicht | rund 2 kg | rund 2 kg |
Design | kantig | abgerundete Kanten |
Im Karton | Optical-Kabel, Fernbedienung, Netzkabel | HDMI-Kabel, Fernbedienung, Netzkabel |
Anschlüsse | HDMI mit ARC, Optical, AUX, Subwoofer-Ausgang | identisch |
WLAN und App | nein | nein |
Bluetooth | ja | ja |
Dialogmodus | ja | ja |
Kompatible Subwoofer | Bass Module 500 und 700 | zusätzlich Lifestyle Ultra Subwoofer |
Bose selbst schreibt in der eigenen FAQ von besserer Akustik und mehr Klarheit gegenüber dem Vorgänger. An der Hardware hat sich nichts geändert. Wenn da wirklich etwas besser klingt, kann es nur aus der Abstimmung der Signalverarbeitung kommen. Dazu hat Bose bislang jedoch nichts gesagt.
Deshalb greifst du zur ersten Generation
Aus der Tabelle folgt eine klare Sache: Gleiche Treiber, gleiches Gehäusevolumen, gleiches Gewicht. Die erste Generation verliert akustisch nichts gegenüber der zweiten. Sie ist nicht das ältere Gerät, sie ist dasselbe Gerät in einer anderen Gehäuseform.
Dazu kommt der Preis. Bei Amazon kostet der Bose TV Speaker aktuell 199 Euro. Für eine Bose-Soundbar ist das der Einstieg, günstiger wird Bose nicht. Entsprechend bekommst du Stimmen und Breite, aber keinen Tiefbass. Die zweite Generation hat in Deutschland weder einen Preis noch einen Termin. Warten bedeutet hier also: warten auf ein Gerät, das dasselbe kann, zu einem Preis, den niemand kennt.
Ein Kabel musst du dazulegen
Bei der ersten Generation liegt ein optisches Kabel bei, ein HDMI-Kabel nicht. Wenn du die Soundbar über HDMI anschließen willst, brauchst du eins extra. Der Aufwand lohnt sich: Nur über HDMI funktioniert HDMI-CEC, und damit steuerst du Lautstärke und Ein-Aus der Soundbar mit deiner normalen TV-Fernbedienung. Über den optischen Anschluss geht das nicht, dort brauchst du immer die kleine Bose-Fernbedienung.
Achte beim Einstecken auf die Beschriftung am Fernseher. Das Kabel muss in den HDMI-Anschluss, an dem ARC oder eARC steht. An einem normalen HDMI-Eingang bleibt die Soundbar stumm, und das ist der häufigste Grund, warum eine frisch ausgepackte Soundbar keinen Ton macht.
Falls du später aufrüsten willst, noch ein Hinweis zur Rückseite: Dort sitzen zwei gleich aussehende 3,5-Millimeter-Buchsen direkt nebeneinander, eine für AUX und eine für den Subwoofer. Ein Bass Module gehört an den Anschluss mit der Beschriftung BASS. Das passende Kabel liegt keinem der beiden Geräte bei.
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