„Yellowstone“-Schöpfer Taylor Sheridan verlässt Paramount: Das Ende von „Landman“, „Tulsa King“ und Co.?
Für Paramount war Taylor Sheridan der größte Goldesel, doch nun wechselt er das Studio. Das Ende der „Yellowstone“-Ära?

Taylor Sheridan, der kreative Kopf hinter einigen der größten Serienerfolge der letzten Jahre, hat einen neuen langfristigen Vertrag mit NBCUniversal unterzeichnet.
Damit verlässt einer der wichtigsten Autoren und Produzenten Hollywoods ab 2029 sein bisheriges Zuhause Paramount – das Studio, das er mit Formaten wie „Yellowstone“, „Tulsa King“ oder „Mayor of Kingstown“ entscheidend geprägt hat.
Vertrag läuft bis Ende 2028
Noch bleibt Sheridan Paramount treu – bis Ende 2028 erfüllt er seinen laufenden Vertrag, bevor er Anfang 2029 exklusiv für NBCUniversal tätig wird. Sein langjähriger Partner David Glasser und dessen Produktionsfirma 101 Studios wechseln ebenfalls, allerdings etwas früher: Ab 2026 wird Glasser dort einen First-Look-Deal für Film und TV haben, sobald alle Projekte mit Paramount abgeschlossen sind.
Der Schritt kommt überraschend, denn Paramount hatte Sheridan bislang als zentrale kreative Figur betrachtet. David Ellison, CEO des fusionierten Unternehmens Paramount Skydance, bezeichnete ihn noch vor wenigen Monaten als „einzigartiges Genie mit perfekter Erfolgsbilanz“.
Erfolgsfaktor mit hohem Preis

Sheridans Serien gelten als Erfolgsanker für Paramount+. Mit „Yellowstone“ etablierte er eine der erfolgreichsten TV-Marken der letzten Dekade. Auch „Mayor of Kingstown“, „Tulsa King“, „Special Ops: Lioness“ und „Landman“ zählen zu den stärksten Formaten des Streamingdienstes.
Allerdings waren die Produktionen auch teuer – nicht zuletzt, weil viele an Sheridans eigenen Ranches gedreht wurden und der Autor großen Einfluss auf alle kreativen und logistischen Entscheidungen nahm. Trotzdem lohnten sich die Investitionen: Kein anderer Creator hat Paramount in den vergangenen Jahren so stark geprägt.
Was passiert jetzt mit „Landman“, „Tulsa King“ und „Lioness“?
Fans müssen sich vorerst keine Sorgen machen. Da Sheridans Vertrag noch bis 2028 läuft, können „Landman“, „Tulsa King“ und „Special Ops: Lioness“ ganz normal fortgesetzt oder abgeschlossen werden. Auch „Mayor of Kingstown“ dürfte bis dahin weitergeführt werden.
Was nach 2028 passiert, ist allerdings unklar. Zwar könnten die Serien theoretisch auch ohne Sheridan fortbestehen, doch bisher war er stets maßgeblich an Drehbüchern, Regie und Casting beteiligt.
Ohne seine kreative Handschrift wäre es kaum dieselbe Welt. Paramount müsste also entscheiden, ob die Reihen lieber beendet oder in neue Richtungen entwickelt werden sollen – falls Sheridan letzteres überhaupt zulässt.
Zukunft der Yellowstone-Spin-offs ungewiss
Besonders offen ist die Lage bei den geplanten „Yellowstone“-Ablegern, darunter „Beth & Rip“, „The Madison“ und „Y: Marshals“. Sie befinden sich derzeit in Entwicklung, doch nun könnte ihr Ende besiegelt sein, bevor sie überhaupt begonnen haben.








