Unser Tipp für heute

WM-Prognose heute (10. Juli 2026): Wer gewinnt Spanien – Belgien? KI, Experten und Buchmacher im Check

Spanien trifft im zweiten Viertelfinale der WM 2026 auf Belgien. Bleibt der Europameister erneut ohne Gegentor oder gelingt den „Roten Teufeln“ die Überraschung? Wir vergleichen KI, Experten und Buchmacher.

Lamine Yamal beim WM 2026-Achtelfinale mit Spanien
Auf Lamine Yamal wird es auch heute vermutlich ankommen! Foto: IMAGO / Sports Press Photo

Mit Spanien und Belgien treffen am Freitagabend zwei europäische Schwergewichte im Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 aufeinander. Die Rollen scheinen klar verteilt: Spanien hat bislang noch kein einziges Gegentor kassiert und gilt als einer der größten Titelfavoriten. Belgien zeigte dagegen erst in der K.-o.-Phase sein wahres Potenzial.

Doch reicht die neu entdeckte belgische Offensivkraft aus, um die bislang nahezu unüberwindbare spanische Defensive zu knacken? Wir haben die Prognosen von KI-Modellen, Experten und Wettanbietern ausgewertet.

Prognose: Spanien – Belgien (21 Uhr)

Spanien geht als Favorit in das zweite Viertelfinale dieser Weltmeisterschaft. Die Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente kontrolliert ihre Spiele mit viel Ballbesitz, aggressivem Gegenpressing und einer außergewöhnlich stabilen Abwehr.

Belgien musste während des Turniers dagegen mehrere schwierige Phasen überstehen. Nach einer durchwachsenen Gruppenphase kämpften sich die „Roten Teufel“ gegen Senegal auf dramatische Weise zurück und zeigten anschließend beim 4:1 gegen Gastgeber USA ihre bislang beste Turnierleistung.

So verlief das Turnier bisher

Spanien startete mit einem enttäuschenden 0:0 gegen Kap Verde in die WM, steigerte sich anschließend aber erheblich. Seitdem gewann der Europameister sämtliche Partien und blieb dabei weiterhin ohne Gegentor.

Im Sechzehntelfinale setzte sich Spanien klar mit 3:0 gegen Österreich durch. Das anschließende Achtelfinale gegen Portugal war deutlich umkämpfter. Erst ein später Treffer von Mikel Merino brachte den knappen, aber verdienten 1:0-Sieg.

Belgien tat sich zunächst schwer. Gegen Ägypten und den Iran kam die Mannschaft nicht über Unentschieden hinaus, ehe sie Neuseeland deutlich besiegte. Im Sechzehntelfinale drohte gegen Senegal bereits das Aus: Belgien lag bis kurz vor Schluss mit 0:2 zurück, erzwang aber noch die Verlängerung und gewann mit 3:2.

Im Achtelfinale zeigten die „Roten Teufel“ dann ihr anderes Gesicht. Gegen die USA gewann Belgien deutlich mit 4:1. Charles De Ketelaere überzeugte mit zwei Toren und einer Vorlage und rückte damit endgültig ins Zentrum der belgischen Offensive.

KI-Prognose

Die statistischen Modelle sehen Spanien deutlich im Vorteil. Die Buchmacherquoten entsprechen einer spanischen Siegwahrscheinlichkeit von rund 62 Prozent.

  • Spanien-Sieg: ca. 61,7 Prozent

  • Unentschieden nach 90 Minuten: ca. 20 Prozent

  • Belgien-Sieg: ca. 18,9 Prozent

Auch die simulierten Spielverläufe sprechen für Spanien. Das KI-Modell sieht einen erwarteten Vorsprung von rund 0,89 Toren für die Iberer. Belgien gewann allerdings immerhin knapp 18 Prozent der berechneten Begegnungen – völlig ausgeschlossen ist eine Überraschung also nicht.

Buchmacher-Favorit

Die Wettanbieter führen Spanien klar als Favoriten. Ein Sieg des Europameisters nach regulärer Spielzeit wird mit Quoten zwischen etwa 1,62 und 1,70 gehandelt.

Für ein Unentschieden liegen die Quoten bei ungefähr 4,00. Ein belgischer Sieg wird mit Werten von mehr als 5,00 bewertet.

Das spricht für Spanien

Spaniens größtes Argument ist die Defensive. In fünf Turnierspielen musste Torhüter Unai Simón noch kein einziges Mal hinter sich greifen. Durchschnittlich ließ die Mannschaft lediglich 0,30 erwartbare Gegentore pro Partie zu.

Diese Stabilität entsteht nicht allein durch die Abwehrspieler. Spanien verteidigt vor allem mit Ballbesitz, hoher Feldposition und sofortigem Gegenpressing. Mit durchschnittlich 65,5 Prozent Ballbesitz kontrolliert die Mannschaft große Teile ihrer Spiele und verhindert dadurch viele gegnerische Angriffe bereits im Ansatz.

Im Mittelfeld gibt Rodri den Takt vor. Er spielte bislang die meisten offenen Pässe des Turniers und besitzt eine Passquote von mehr als 93 Prozent. Gemeinsam mit Pedri und Dani Olmo kann er Spiele nahezu vollständig kontrollieren.

Auch offensiv ist Spanien schwer auszurechnen. Lamine Yamal bindet auf der rechten Seite mehrere Verteidiger, wodurch sich Räume für seine Mitspieler öffnen. Besonders Mikel Oyarzabal profitiert davon und erzielte bereits mehrere wichtige Tore.

Das spricht für Belgien

Belgien hat sich während der K.-o.-Phase sichtbar weiterentwickelt. Trainer Rudi Garcia löste sich zuletzt teilweise von den alten Automatismen rund um Kevin De Bruyne und Romelu Lukaku und setzte verstärkt auf jüngere und beweglichere Spieler.

Besonders Charles De Ketelaere ist zu einer Schlüsselfigur geworden. Gegen die USA erzielte er zwei Treffer und bereitete ein weiteres Tor vor. Weil er sich häufig zwischen die Linien fallen lässt, ist das belgische Angriffsspiel deutlich flexibler geworden.

Auch Leandro Trossard spielt ein starkes Turnier. Der Offensivspieler gehört bei den erwarteten Vorlagen aus dem laufenden Spiel heraus zu den besten Akteuren der gesamten WM. Hinzu kommt Romelu Lukaku, der inzwischen als Joker besonders wertvoll sein könnte.

Sollte Spanien in der Schlussphase müde werden oder verstärkt Flanken zulassen, könnte der wuchtige Stürmer noch einmal für Gefahr sorgen.

Unsere Prognose

Spanien gewinnt 2:0

Belgien reist nach dem deutlichen Sieg gegen die USA mit viel Selbstvertrauen an und dürfte Spanien zumindest zeitweise Probleme bereiten. Die „Roten Teufel“ besitzen genug individuelle Qualität, um die Partie lange offen zu halten.

Dennoch wirkt Spanien insgesamt stabiler und ausgeglichener. Das Mittelfeld dürfte die Kontrolle übernehmen, während die Defensive weiterhin kaum klare Chancen zulässt. Belgien wird sich nicht verstecken, am Ende setzt sich der Europameister aber verdient durch und zieht ins Halbfinale ein.

Unser WM-Tipp für den 10. Juli

Spanien – Belgien: 2:0

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