„WHAM! 10 Days in China“: Wie ein Pop-Duo Geschichte schrieb
Mit „WHAM! 10 Days in China“ kommt ein außergewöhnliches Kapitel der 80er-Jahre ins Kino. Die Dokumentation erzählt von jenem historischen Moment, als Wham! 1985 als erste westliche Popband in China auftraten – und damit Musikgeschichte schrieben.

Es war mehr als nur eine Konzertreise – es war ein kulturpolitisches Signal. Am 28. Juli 2026 startet mit „WHAM! 10 Days in China“ eine neue Kinodokumentation, die sich einem der außergewöhnlichsten Kapitel der Popgeschichte widmet. Der 90‑minütige Film von Regisseur Mike Christie blickt zurück auf jene zehn Tage im April 1985, als George Michael und Andrew Ridgeley als erste westliche Popgruppe überhaupt in der Volksrepublik China auftraten.
WHAM! in China: Ein historischer Moment im April 1985
Wham! waren 1985 auf „The Big Tour“, als sie Musikgeschichte schrieben: Ihre Konzerte in Peking und Guangzhou machten sie zur ersten westlichen Popband, die nach der Kulturrevolution offiziell in China auftreten durfte. Am 7. April 1985 standen sie vor Tausenden Fans im Pekinger Workers’ Gymnasium, wenige Tage später folgte der Auftritt in Guangzhou.
Was heute selbstverständlich klingt, war damals ein diplomatischer Drahtseilakt. Manager Simon Napier-Bell hatte rund 18 Monate lang verhandelt, um die Behörden zu überzeugen. Selbst Queen galt als Konkurrent im Rennen um diesen symbolträchtigen Gig, doch China entschied sich letztlich für Wham!. Internationale Medien berichteten weltweit über die Reise, die weit über ein gewöhnliches Popkonzert hinausging. Zeitzeugen beschrieben die Atmosphäre als Mischung aus Neugier, Zurückhaltung und kulturellem Staunen. Für viele junge Menschen war es der erste direkte Kontakt mit westlicher Popkultur – ein Moment, der bis heute als Türöffner für weitere internationale Acts gilt
„WHAM! 10 Days in China“ greift auf aufwendig restauriertes Archivmaterial zurück und kombiniert es mit aktuellen Interviews, unter anderem mit Andrew Ridgeley sowie Mitgliedern der damaligen Tour-Crew. Damit knüpft der Film inhaltlich an die frühere Dokumentation „Wham! in China: Foreign Skies“ aus den 1980ern an, die den historischen Besuch bereits filmisch festhielt. Der neue Film verspricht jedoch einen zeitgemäßen Blick: Er erzählt nicht nur von den Konzerten, sondern auch vom kulturellen Austausch, von politischen Rahmenbedingungen und vom Mut zweier junger Popstars, die unbeabsichtigt zu Symbolfiguren eines Öffnungsprozesses wurden.










