„Whalefall“: Irrster Kino-Start des Jahres! „Darsteller verbrachten Sommer in einem Wal“
Ein Mann wird gemeinsam mit einem Riesenkalmar von einem Pottwal verschluckt und muss anschließend im Inneren des Tieres ums Überleben kämpfen. Der neue Trailer zu „Whalefall“ zeigt jetzt noch mehr von dem ungewöhnlichen Survival-Thriller.

Es gibt Filmideen, die schon mit einem einzigen Satz neugierig machen. „Whalefall“ dürfte definitiv dazugehören. Nachdem ein erster Trailer bereits einen Vorgeschmack auf das ungewöhnliche Survival-Szenario geliefert hatte, haben 20th Century Studios und Imagine Entertainment nun einen neuen Trailer veröffentlicht. Und der macht deutlich, wie kompromisslos Regisseur Brian Duffield sein Konzept durchziehen will. In Deutschland kommt der Film am 15. Oktober 2026 ins Kino.
Neuer „Whalefall“-Trailer zeigt den Moment, in dem Jay verschluckt wird
Im Mittelpunkt steht Jay Gardiner, gespielt von Austin Abrams. Nach dem Tod seines Vaters Mitt, den Josh Brolin verkörpert, taucht Jay vor der kalifornischen Küste nach dessen sterblichen Überresten. Was als persönliche Suche beginnt, entwickelt sich unter Wasser allerdings zum absoluten Albtraum.
Der neue Trailer zeigt ausführlicher, wie Jay zunächst auf einen Riesenkalmar trifft. Als ein gewaltiger Pottwal Jagd auf den Kopffüßer macht, gerät auch der Taucher zwischen die Fronten. Schließlich werden Kalmar und Jay vom Pottwal verschluckt. Damit beginnt der eigentliche Überlebenskampf.
Doch damit ist das Problem mit dem Kalmar offenbar noch längst nicht erledigt. Im Inneren des Wals muss Jay sich auch noch mit dem Tier auseinandersetzen, während gleichzeitig eine viel unsichtbarere Gefahr immer größer wird: sein schwindender Sauerstoffvorrat. Der Trailer zeigt mehrfach Jays Anzeige und macht damit klar, dass jeder Atemzug zählt. Laut offizieller Handlung bleiben ihm nach dem Verschlucken nur rund 60 Minuten Sauerstoff, um einen Weg aus dem Pottwal zu finden.

„Whalefall“ verbindet Survival-Thriller mit Familiendrama
„Whalefall“ setzt dabei offenbar nicht ausschließlich auf Klaustrophobie und spektakuläre Bilder. Jays Verhältnis zu seinem verstorbenen Vater spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Denn ausgerechnet die Lektionen, die Mitt seinem Sohn beigebracht hat, könnten diesem nun helfen, die nahezu aussichtslose Situation zu überleben.
Die Vorlage stammt von Daniel Kraus, der 2023 den gleichnamigen Roman veröffentlichte. Für die Verfilmung adaptierten Kraus und Regisseur Brian Duffield die Geschichte gemeinsam. Duffield ist unter anderem für den ungewöhnlichen Sci-Fi-Thriller „No One Will Save You“ bekannt. Neben Austin Abrams und Josh Brolin gehören Elisabeth Shue, John Ortiz, Jane Levy und Emily Rudd zum Cast.
Damit erinnert das Grundprinzip durchaus an Survival-Filme wie „127 Hours“, „Buried – Lebend begraben“ oder „Fall – Fear Reaches New Heights“: Eine Figur sitzt an einem extremen Ort fest, die Möglichkeiten zur Rettung sind begrenzt und die Zeit läuft unerbittlich ab. Nur dass „Whalefall“ seinen Helden eben an einem Ort einsperrt, den man im Kino nicht alle Tage sieht – nicht zuletzt, weil die Idee zugegebenermaßen ziemlich irre ist.
Könnte ein Pottwal wirklich einen Menschen verschlucken?
So verrückt die Prämisse klingt, ausgerechnet beim Pottwal ist die Sache komplizierter, als man zunächst vermuten könnte. Menschen gehören selbstverständlich nicht zu seiner natürlichen Nahrung. Pottwale jagen vor allem Fische und Tintenfische, darunter auch riesige Exemplare.
Bei vielen anderen großen Walarten wäre ein Szenario wie in „Whalefall“ anatomisch tatsächlich unmöglich. Selbst riesige Bartenwale könnten(!) zwar einen Menschen versehentlich mit dem Maul erfassen, ihre Speiseröhre ist jedoch zu eng, um ihn hinunterzuschlucken. Der Pottwal stellt allerdings eine bemerkenswerte Ausnahme dar. Sein Schlund ist an große Beute wie Riesenkalmare angepasst und gilt als groß genug, dass ein Mensch theoretisch hindurchpassen könnte. National Geographic bezeichnet den Pottwal als einzige Walart, bei der das anatomisch grundsätzlich denkbar wäre. Die Idee bleibt dennoch unsinnig.
Ein realer Fall, bei dem ein Mensch zuverlässig dokumentiert von einem Pottwal verschluckt wurde, ist nicht bekannt. Dass ein Mensch anschließend wie Jay im Film im Inneren des Tieres ums Überleben kämpft, gehört erst recht ins Reich der Fiktion. Dort wären fehlende Atemluft, Verdauungsvorgänge und enorme körperliche Belastungen ein tödliches Problem.

„Whalefall“-Regisseur: Darsteller und Crew verbrachten „Sommer in einem Wal“
Auch die Dreharbeiten müssen entsprechend ungewöhnlich gewesen sein. Regisseur Brian Duffield fasste die Produktion mit einem bemerkenswerten Satz zusammen: „Um Daniel Kraus’ Buch zum Leben zu erwecken, verbrachten unsere Darsteller und unser Team den Sommer in einem Wal in einem Tonstudio in Studio City, Kalifornien.“
Natürlich steckten Abrams und seine Kollegen nicht tatsächlich in einem Meeressäuger. Duffield bezieht sich auf das für die Dreharbeiten gebaute beziehungsweise inszenierte Wal-Innere im Studio. Er könne es kaum erwarten, so der Filmemacher weiter, dass das Publikum die Arbeit sehe, die in die „spannende und emotionale Geschichte“ geflossen sei. Auch die internationale Pressemitteilung von Disney bestätigt, dass Cast und Crew für die Produktion einen Sommer lang auf einem Soundstage in Studio City am Wal-Setting arbeiteten.
Wann startet „Whalefall“ in Deutschland im Kino?
Ob Jay tatsächlich einen Weg aus seinem ungewöhnlichen Gefängnis findet, erfahren deutsche Zuschauerinnen und Zuschauer ab dem 15. Oktober 2026 im Kino.
Nach dem neuen Trailer dürfte jedenfalls feststehen: „Whalefall“ könnte einer der ungewöhnlichsten Survival-Thriller des Kinojahres 2026 werden. Denn während andere Genrehelden aus Felsspalten, Särgen oder von gigantischen Türmen entkommen müssen, hat Jay ein ganz anderes Problem: Sein Gefängnis ist lebendig, bewegt sich durch den Ozean und hat gerade erst einen Riesenkalmar zum Abendessen verschluckt.
Quellen
The Walt Disney Company Germany






