Versteckt die Geschenke! Jim Carrey kehrt als Grinch zurück
Fast 26 Jahre nach dem Kinohit arbeitet Universal an einer Fortsetzung von „Der Grinch“. Jim Carrey soll erneut in seine legendäre Rolle schlüpfen.

Der Grinch soll tatsächlich noch einmal Weihnachten vermiesen: Universal und Imagine Entertainment entwickeln derzeit eine Fortsetzung von „Der Grinch“ aus dem Jahr 2000. Dabei sollen gleich mehrere Schlüsselfiguren des Originals zurückkehren - allen voran Jim Carrey, der erneut den mürrischen Weihnachtshasser spielen soll.
Auch hinter der Kamera setzt das Projekt offenbar auf vertraute Namen. Ron Howard soll wieder Regie führen und den Film gemeinsam mit seinem langjährigen Produktionspartner Brian Grazer produzieren. Damit würde sich für die Fortsetzung fast dasselbe kreative Kernteam versammeln, das schon den ersten Film zu einem riesigen Erfolg machte.
Dass Universal auf eine Fortsetzung setzt, kommt nicht von ungefähr. Weltweit spielte „Der Grinch“ insgesamt 345 Millionen Dollar ein.
Der erste Film war ein Kraftakt
Nicht nur an den Kinokassen war der Film ein Ereignis. „Der Grinch“ gewann auch den Oscar für das beste Make-up. Genau dieses Make-up machte den Dreh für Jim Carrey allerdings zu einer extremen Belastung.
Der Schauspieler hatte später erzählt, dass die tägliche Verwandlung anfangs rund acht Stunden pro Tag gedauert habe. Im vergangenen Jahr sagte er rückblickend sogar, dass er schon am ersten Drehtag habe aufhören und seine Gage von 20 Millionen Dollar zurückgeben wollen.
Brian Grazer schilderte, dass Carrey zwei Wochen nach Drehbeginn erklärt habe, er könne die aufwendige Maske und die Kontaktlinsen nicht länger ertragen. Grazer bat ihn, erst einmal das Wochenende abzuwarten. In dieser Zeit organisierte er Hilfe von einer Person, die Mitarbeiter des US-Außenministeriums darin schult, Folter zu überstehen.
Verbesserte Umstände für Jim Carrey
Laut Grazer flog dieser Experte übers Wochenende zu Carrey - und offenbar änderte das alles. Zuvor habe man noch versucht, den Schauspieler mit Comedians auf andere Gedanken zu bringen. Doch erst nach dem Treffen sei Carrey am Montag mit der Entscheidung zurückgekehrt: Er macht weiter.
Ron Howard sagt rückblickend, Carrey habe sich regelrecht durch die Rolle gekämpft. Er habe weder das Kostüm vereinfachen noch auf die Kontaktlinsen verzichten wollen. Damals sei die Technik noch nicht so weit gewesen, dass man seine Augenfarbe einfach problemlos digital hätte anpassen können.
Howard zeigt sich bis heute tief beeindruckt von dieser Leistung. Er sagte, er habe selten einen Schauspieler so bewundert, wenn es darum ging, eine Figur und eine Performance zu erschaffen. Auch deshalb wirkt Carreys mögliche Rückkehr jetzt umso bemerkenswerter.
Ron Howard erklärte nun, eine Fortsetzung sei etwas, worüber man schon lange nachgedacht habe. Entscheidend sei gewesen, dass eine Idee entstanden sei, die den gesamten kreativen Kern des Projekts begeistert habe. Deshalb sei es nun einen Versuch wert.
Die Geschichte des Grinch reicht ursprünglich bis ins Jahr 1957 zurück, als Dr. Seuss die Figur als Reaktion auf den zunehmenden Kommerz rund um Weihnachten erschuf. Schon damals ging es um einen Außenseiter, der den Bewohnern von Whoville die Geschenke stehlen will - und damit ausgerechnet eines der bekanntesten Weihnachtsmotive der Popkultur schuf.
Nun könnte genau diese Geschichte ein neues Kapitel bekommen. Noch gibt es weder einen Starttermin noch Details zur Handlung, aber schon jetzt ist klar: Wenn Jim Carrey wirklich zurückkehrt, dürfte Grinchmas für viele Fans deutlich früher beginnen.









