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Val Kilmer: Familie reagiert auf KI-Szenen mit verstorbenem Hollywood-Star

Für eine letzte Filmrolle wird Val Kilmer noch einmal mithilfe von KI zum Leben erweckt: Wie kann das sein und wie steht seine Familie dazu?

Val Kilmer lächelt vor einer Fotowand.
Val Kilmer ist 2025 gestorben und trotzdem kehrt er für eine letzte Rolle zurück – mithilfe von generativer KI. Foto: IMAGO / APress

Val Kilmer war einer der Großen im Schauspielolymp: Egal, ob „Top Gun“ (1986), „Heat“ (1995) oder „Kiss Kiss, Bang Bang“ (2005) – der Darsteller fand immer wieder neue Wege, das Publikum zu begeistern und zu überraschen. Und auch jetzt hat er post mortem noch ein Ass im Ärmel, denn mithilfe von KI-Technologie wird Kilmer für eine letzte Filmrolle noch einmal zum Leben erweckt. Warum die Reaktionen darauf anders sind als gedacht …

Ein letzter Film: Val Kilmer wird in „As Deep as the Grave“ mitspielen

Bereits 2020 wurde Val Kilmer für den Film „As Deep as the Grave“ gecastet, in dem er einen katholischen Priester sowie einen uramerikanischen Spiritualisten spielen sollte. Diese Chance wurde ihm leider genommen, da bei Kilmer bereits Mitte der 2010er-Jahre Kehlkopfkrebs diagnostiziert wurde. Nach einem Kampf, der über ein Jahrzehnt dauerte, erlag er schließlich 2025 den Folgen der Erkrankung.

Die Öffentlichkeit bekam erste Anzeichen dieser Erkrankung in „Top Gun: Maverick“ (2022) zu sehen, in dem bereits KI-Technologie benutzt wurde, um seine Stimme zu rekonstruieren, die zu diesem Zeitpunkt schon stark angeschlagen war. Die damalige Reaktion darauf war überraschend positiv, da im Vergleich zu vorherigen ähnlichen Fällen die Technologie nur benutzt wurde, um eine Performance aufzuwerten. Ob dies auch bei „As Deep as the Grave“ der Fall sein wird, bleibt fraglich …

„As Deep as the Grave“: Wie steht Kilmers Familie zu der künstlichen Rekonstruktion?

Als „Rogue One“ 2016 in die Kinos kam, wurde nicht vieles, aber dennoch eine Sache kritisiert: die Deepfakes von Großmoff Tarkin und Prinzessin Leia. Damals empfand man es als pietätlos, mithilfe der Technologie Peter Cushings ikonische Rolle wiederzubeleben, nur um an die Nostalgie zu appellieren.

Seitdem haben sich aber augenscheinlich sowohl die Gesellschaft als auch die Technologie weiterentwickelt, denn als „Alien: Romulus“ vor zwei Jahren erschien und KI benutzte, um Ian Holms Charakter Ash wiederzubeleben, waren die negativen Stimmen noch geringer als zu den Zeiten von „Rogue One“.

„As Deep as the Grave“ zementiert diesen Umstand noch weiter, denn Val Kilmers Tochter Mercedes Kilmer steht voll und ganz hinter der Idee, dass ihr Vater mithilfe von KI generiert wird. „Er stand sich etablierenden Technologien als Werkzeug zum Expandieren des Geschichtenerzählens immer optimistisch gegenüber“, so die 34-Jährige. Um dieses Projekt zu unterstützen, stellt sie der Effektschmiede Stimmenproben sowie Bilder aus Kilmers Lebzeiten bereit.

Wie groß Val Kilmers Rolle in „As Deep as the Grave“ sein wird, ist bis dato noch nicht klar. Fest steht aber, dass er nicht die Hauptrolle des Films übernehmen wird, denn diese werden von Abigail Lawrie und Tom Felton gespielt, die die Archäologen Ann und Earl Morris darstellen sollen. Da die Dreharbeiten erst jetzt (Stand: 19. März 2026) begonnen haben, kann man mit dem Historienfilm voraussichtlich erst Ende 2027 oder im Frühjahr 2028 rechnen.