„Metastasen im ganzen Körper“

TV-Koch Johann Lafer: Krebs ist unheilbar – „aber man kann ihn eindämmen“

Erst vor wenigen Wochen machte TV-Koch Johann Lafer seine Krebs-Erkrankung öffentlich. Jetzt gibt es ein Update: Der Krebs ist unheilbar...

Johann Lafer bei der Lambertz Night am 2.02.2026
TV Koch Johann Lafer feierte im Februar noch im „alten Look“. Mittlerweile hat er durch die Chemotherapie seine Haare verloren, trägt oft eine Kappe. Foto: IMAGO / APress

Er hat viel in seinem Leben erlebt – und so manche Niederlage erlitten. Doch immer wieder kämpfte sich TV-Koch Johann Lafer auf die Erfolgsspur zurück. Jetzt führt er seinen größten Kampf – gegen den Krebs. Und er weiß, dass er ihn am Ende nicht gewinnen wird. Dabei klang er vor wenigen Wochen noch so optimistisch.

„Auf eine baldige Genesung“

„Bei mir wurde ein indolentes, also niedrig-malignes und nicht aggressives Non-Hodgkin-Lymphon diagnostiziert. Diese Nachricht war für meine Familie und mich zunächst ein großer Schock. Umso dankbarer sind wir, dass die Behandlung gut anschlägt und sich die Situation positiv entwickelt“, erklärte er Ende Mai auf Instagram.

Eine Nachricht, die nicht nur seine Fans, sondern auch seine Kollegen und Weggefährten erschütterte. Prominente wie die Moderatorinnen Ruth Moschner (50), Kim Fischer (57), TV-Autor Micky Beisenherz (48) und auch Kollege Nelson Müller (47) sind dabei. „Lieber Johann, wünsche dir alle Kraft der Welt auf eine baldige Genesung“, schreibt zum Beispiel Marijke Amado (72). Auch Rapper Eko Fresh (42) schickt Grüße: „Gute Besserung Onkel Johann.“ Alle hofften mit ihm, dass er mit der Chemotherapie, die er macht, den Krebs besiegen kann.

„Gerade bin ich einer Krisenphase“

Jetzt feiert Johann Lafer mit seinen Freunden in München eine ganz besondere Party, hatte seine Freunde und Wegbegleiter wie die Schauspielerinnen Michaela May (74) und Jutta Speidel (72) ins El Gaucho am Viktualienmarkt geladen. Und auch wenn er dabei bestens gelaunt schien – in ihm sah es ganz anders aus. „Am Anfang ging es mir besser damit, gerade bin ich in einer Krisenphase“, gab er gegenüber der Abendzeitung zu. Doch aufgeben will er nicht. „Es nützt nichts, immer nur irgendwo in der Ecke zu sitzen. Das ist der falsche Weg. Es ist ein Schicksalsschlag, man muss ihn nehmen, wie er ist, und das Beste daraus machen.“

Und er hat auch noch einen großen Wunsch: „Ich würde gerne das Basislager des Mount Everest im Himalaya besuchen“, erzählt Johann Laferdem Münchner Merkur. Ob er dafür noch Kraft hat? Ungewiss. Denn: In zehn Tagen startet Lafers sechster Chemotherapie-Zyklus. „Ich stelle mich dieser Aufgabe. Ich muss mich stellen.“

„Ich habe Metastasen im ganzen Körper“

Doch er gibt auch zu, dass die Behandlung nicht spurlos an ihm vorbei geht: Er hat 25 Kilo abgenommen, seine Haare verloren. Aber aufgeben? Kommt für ihn nicht in Frage: „Der Weg ist das Ziel. Ich kann nichts erzwingen. Ich muss mit dem Schicksal leben.“ Dabei sind Nachrichten der Ärzte nicht gut. Der Krebs sei wie eine Atombombe explodiert. „Ich habe Metastasen im ganzen Körper, da ist alles schwarz.“ Und er weiß: Sein Krebs ist unheilbar - „aber man kann ihn eindämmen“.

Bei der Frage wie viel Zeit ihm noch bleibt, muss Johann Lafer mit den Schultern zucken: „Das ist unterschiedlich. Ich habe heute von einem gehört, der nur ein Jahr überlebt hat, andere leben noch zehn Jahre gut damit.“ Klar ist nur: Er möchte jeden Tag, der ihm noch bleibt, genießen!