The Voice of Germany

„The Voice Kids“: Neue Coaches sorgen direkt für schwere Kontroverse

In der neuen Staffel von „The Voice Kids“ stehen nicht nur frische Gesichter auf den Coach-Stühlen – schon vor Start der Dreharbeiten sorgt eine Entscheidung für Diskussionen.

The Voice Kids geht wieder los
„The Voice Kids“ erfreut sich noch immer großer Beliebtheit. Foto: Joyn/Claudius Pflug/Andre Kowalski

Frischer Wind bei „The Voice Kids“: Wenn Sat.1 im Frühjahr 2026 die 14. Staffel startet, ist in der beliebten Talentshow nichts mehr, wie es war. Die bisherigen Coaches verabschieden sich in eine Pause und machen Platz für eine komplett neue Jury. Doch schon bevor die neuen Folgen überhaupt im Kasten sind, zieht ein Thema Aufmerksamkeit auf sich: Die Teilnahme der Lochmann-Brüder, bekannt als „Die Lochis“, sorgt für Gesprächsstoff.

HE/RO übernehmen den Doppelstuhl

Heiko und Roman Lochmann
Heiko und Roman Lochmann gehören zu den neuen „The Voice“-Coaches. Foto: IMAGO / dts Nachrichtenagentur

Heiko und Roman Lochmann, die vielen Zuschauerinnen noch als YouTube-Stars der 2010er in Erinnerung sind, feiern ihr großes TV-Comeback. Unter ihrem Musiknamen HE/RO nehmen die Zwillinge erstmals auf dem Doppelstuhl von „The Voice Kids“ Platz – und zeigen sich hochmotiviert. „Wir haben zu Hause schon ein bisschen geübt, wie sich das anfühlt“, erzählen die beiden lachend. „Als Kids haben wir ‚The Voice Kids‘ geguckt. Jetzt selbst auf dem Doppelstuhl zu sitzen, ist für uns ein Traum, der in Erfüllung geht.“

Mit dieser Besetzung trifft Sat.1 eine spannende, aber auch mutige Wahl – denn die Lochmanns stehen derzeit selbst im Fokus einer hitzigen Diskussion. Ihre ZDF-Doku „Teenstar Dilemma“ sorgt nämlich für ordentlich Wirbel: Darin sprechen sie über die Schattenseiten ihres frühen Erfolgs, über Druck, falsche Berater und fehlende Kontrolle. Besonders eine Aussage schlug hohe Wellen: Heiko Lochmann behauptete, „im wirtschaftlich erfolgreichsten Jahr“ hätten sie „nichts verdient“ – gemeint sei 2017.

ZDF-Doku sorgt für Widerspruch und Korrektur

Nach der Ausstrahlung der Doku meldeten sich laut BILD mehrere Personen aus dem Umfeld des früheren Managements der Lochmanns zu Wort. Sie legten Unterlagen vor, die ein anderes Bild zeichnen sollen: Demnach habe es 2017 eine Überweisung über 428.000 Euro an die Firma der Zwillinge gegeben – als Vergütung für „künstlerische Leistung“. Auch der frühere Manager Christian Behrens soll mehrfach in der Doku zu sehen sein, ohne namentlich erwähnt zu werden.

Das ZDF reagierte inzwischen und entfernte nach interner Prüfung die umstrittene Passage. In einer Stellungnahme hieß es, die Äußerungen der Lochmann-Brüder seien von ihrem „subjektiven Erleben als Teenie-Stars geprägt“ und stünden im Kontext selbstkritischer Reflexion. Trotzdem bleibt das Thema heikel und viele fragen sich, ob die Debatte auch Einfluss auf ihre Rolle bei „The Voice Kids“ haben könnte.

Auch die restlichen Coaches versprechen Spannung

Neben den Lochmann-Zwillingen feiern gleich mehrere neue Coaches ihr Debüt in der 14. Staffel. Popstar Leony, die bereits 2024 als Gast-Coach dabei war und als Jurorin bei „DSDS“ glänzte, nimmt nun dauerhaft auf einem der roten Stühle Platz. „Ich freu‘ mich riesig, als Coach bei ‚The Voice Kids‘ dabei zu sein“, sagt sie. „Ich werde mein Bestes geben, den Kids mit Rat und Tat zur Seite zu stehen – und mit viel Herz um den Sieg zu kämpfen.“

Ebenfalls neu dabei: Michael Patrick Kelly, der mit seiner Erfahrung als Musiker und ehemaliger „The Voice of Germany“-Coach perfekt ins Format passt. „Da ich selbst schon als Kind und Teenager auf der Bühne stand, weiß ich, wie prägend diese frühen Erfahrungen sind“, betont Kelly.

Auch Alvaro Soler kehrt nach einer Pause zurückund will endlich seinen ersten Sieg bei „The Voice Kids“ holen. „Meine Kollegen sollten sich warm anziehen“, scherzt der Musiker. „Ich bin der Coach mit der größten Erfahrung – Game on!“

Die Dreharbeiten beginnen in Kürze, moderiert wird das Format künftig ausschließlich von Melissa Khalaj. Die Ausstrahlung ist für Frühjahr 2026 geplant und die Neugier auf die neuen Coaches könnte kaum größer sein.

Quellen