„The Last House“: Ende erklärt – schafft die Familie es aus dem Haus?
Der neue Horror-Streifen „The Last House“ sorgt bei Netflix für Gänsehaut: Doch was hält die Familie im Haus gefangen – und schaffen sie es, wieder herauszukommen?

„The Last House“ schockt derzeit Zuschauer:innen bei Netflix und hat es direkt auf Platz 1 der Top Ten geschafft. Dabei beginnt der neue Horrorfilm zunächst mit einer denkbar simplen Prämisse: Eine vierköpfige Familie aus Seattle lebt mit ihrem alten Hund Cassidy ein ganz normales Leben. Ann, Jason und ihre beiden Kinder Graham und Ruth ahnen nicht, dass sich ihr Alltag schon bald in einen Albtraum verwandeln wird.
Als ein gewaltiger Sturm aufzieht, macht sich der arbeitslose Ingenieur Jason vom Angeln auf den Heimweg. Doch als die Familie später versucht, das Haus zu verlassen, folgt der Schock: Sie können nicht hinaus. Etwas hat ihr Zuhause vollständig abgeriegelt – und draußen scheint etwas auf sie zu warten.
Was hält die Familie gefangen? Und gelingt es Ann, Jason, Graham und Ruth, ihrem Haus irgendwann zu entkommen?
Was hält die Familie im Haus gefangen?
Zunächst gehen Jason und Ann davon aus, dass der heftige Regen für ihre Gefangenschaft verantwortlich ist. Tatsächlich bildet das Wasser eine Art unsichtbare Barriere rund um ihr Haus. Immer wenn Jason versucht, durch ein Fenster oder ein gebohrtes Loch einen Weg nach draußen zu schaffen, verschließt sich die Öffnung wie von selbst wieder.
Doch bald wird klar, dass hinter dem Phänomen mehr steckt. Ruth beginnt, seltsame Kreaturen in der Umgebung wahrzunehmen. Die Wesen scheinen den Regen kontrollieren zu können und sorgen dafür, dass die Menschen in ihren Häusern eingeschlossen bleiben.
Ihre Absicht ist offenbar, die Bewohner auszuhungern. Sobald es regnet, sind die Kreaturen in der Nähe und suchen nach Anzeichen menschlichen Lebens. Deshalb beginnt die Familie, ihre Fenster abzudecken, damit die Wesen sie nicht entdecken können. Lange vermuten Jason und Ann, dass es sich bei den Kreaturen um Außerirdische handelt. Doch diese Theorie stellt sich später als falsch heraus.
Etwa zur Hälfte des Films gibt es einen Zeitsprung von fünf Jahren. Die Familie hat sich inzwischen mit ihrer Gefangenschaft arrangiert. Sie baut Gemüse unter dem Haus an, fängt Tiere und sammelt Regenwasser, um zu überleben. Graham ist mittlerweile 17, Ruth 13 Jahre alt. Von den anderen Menschen in der Nachbarschaft scheint niemand mehr übrig zu sein.
Doch die Kreaturen wollen nicht, dass die Familie dauerhaft überlebt. Sie versuchen weiterhin, die Menschen aus ihrem Versteck zu vertreiben. Als schließlich eines der Wesen in das Haus eindringt, bekommen Jason, Ann, Graham und Ruth einen genaueren Blick auf ihren Feind. Die Kreatur erinnert an einen riesigen, tentakelbewehrten Kraken oder eine Art Cthulhu-Monster.
Noch wichtiger ist jedoch, was Ruth anschließend entdeckt: Während sie sich vor dem Wesen versteckt, gelangt dessen Sekret in ihren Mund. Ruth erkennt sofort, dass es sich nicht um eine außerirdische Flüssigkeit handelt – es ist Salzwasser. Damit kommt sie der Wahrheit auf die Spur: Die Wesen sind keine Aliens, sondern gigantische Meereskreaturen von der Erde.
Alles deutet darauf hin, dass die Kreaturen gekommen sind, um sich ihren Planeten zurückzuholen. Die Welt außerhalb des Hauses ist inzwischen von Pflanzen und Tieren überwuchert. Gleichzeitig wird deutlich, wie stark die Menschheit die Erde zuvor ausgebeutet und zerstört hat.
Die Kreaturen könnten somit eine Art Gegenreaktion der Natur darstellen. Sie wollen die Menschen vertreiben und die Erde für sich zurückerobern. Eine weitere wichtige Erkenntnis macht die Situation für die Familie noch gefährlicher: Die Wesen können die Türen der Häuser öffnen. Das Haus ist also längst kein wirklich sicherer Zufluchtsort mehr.
Schafft es die Familie aus dem Haus?
Die entscheidende Wendung kommt, als eine von Jasons Fallen ein Tier fängt, das wie ein domestiziertes Frettchen aussieht. Ruth glaubt, dass das Tier ungefährlich ist, und befreit es. Doch kurz darauf beißt es sie in die Hand. Ruth infiziert sich mit Tollwut. Ohne Antibiotika und ohne die Möglichkeit, das Haus zu verlassen, scheint ihre Situation aussichtslos. Die Familie muss befürchten, dass Ruth langsam an der Krankheit sterben wird.
Jason weigert sich jedoch, seine Tochter aufzugeben. Bei der Suche nach einem Ausweg entdeckt er unter dem Haus einen Zugang zum Kanalsystem. Das Gebäude hat sich im Laufe der Jahre abgesenkt, wodurch die bisher undurchdringliche Wasserbarriere offenbar verschoben wurde.
Ann nutzt den Zugang und gelangt durch die Kanalisation zum Haus eines verstorbenen Nachbarn. Dieser war Zahnarzt und könnte noch Medikamente, darunter dringend benötigte Antibiotika, besitzen. Tatsächlich findet Ann die Medikamente. Auf dem Rückweg wird sie jedoch von einer der Kreaturen angegriffen. Sie schafft es gerade noch zurück ins eigene Haus und kann Ruth die lebensrettenden Antibiotika geben.
Ruth überlebt. Doch Ann hat bei ihrer Flucht die Aufmerksamkeit der Kreaturen auf die Familie gelenkt. Jason weiß deshalb: Sie werden zurückkommen. Die Familie erkennt nun, dass sie nicht ewig in ihrem Haus bleiben kann. Ihr bisheriges Leben ist nicht mehr nachhaltig – und die Kreaturen werden sie früher oder später finden.
Deshalb treffen Jason, Ann, Graham und Ruth eine letzte Entscheidung: Sie wollen nicht länger darauf warten, im Haus zu sterben. Sie wollen kämpfen und versuchen, auszubrechen.
Das Ende von „The Last House“ lässt damit offen, ob die Familie tatsächlich dauerhaft entkommen kann. Fest steht jedoch: Nach Jahren der Gefangenschaft entscheidet sie sich bewusst gegen ein Leben in Angst und nimmt den Kampf gegen die Kreaturen auf.
Die Familie schafft es also zunächst nicht, einfach aus dem Haus zu spazieren. Doch durch das Absinken des Gebäudes entsteht schließlich ein Weg nach draußen – und genau dieser könnte ihre einzige Chance auf Freiheit sein.
Die Hoffnung auf einen Ausweg entsteht ausgerechnet durch ein kleines Tier. Eine von Jasons Fallen fängt ein offenbar domestiziertes Frettchen. Ruth befreit das Tier, weil sie glaubt, dass es ungefährlich ist. Doch das Frettchen beißt sie – und Ruth infiziert sich mit Tollwut.
Da die Familie weder Antibiotika besitzt noch das Haus verlassen kann, scheint Ruth dem Tod geweiht. Jason weigert sich jedoch, seine Tochter aufzugeben.
Er entdeckt schließlich unter dem Haus einen Zugang zum Abwassersystem. Das Gebäude ist im Laufe der Jahre abgesunken, wodurch sich die Wasserbarriere verändert hat. Damit eröffnet sich erstmals ein möglicher Weg nach draußen.
Ann wagt sich durch das Abwassersystem zum Haus eines Nachbarn auf der anderen Straßenseite. Der Nachbar ist längst tot, war zu Lebzeiten allerdings Zahnarzt – und könnte noch Medikamente im Haus haben. Tatsächlich findet Ann die dringend benötigten Antibiotika. Auf dem Rückweg wird sie jedoch von einer Kreatur angegriffen. Sie schafft es trotzdem zurück und kann Ruth rechtzeitig behandeln.
Doch mit ihrem Ausflug hat die Familie auch etwas anderes erreicht: Die Kreaturen wissen nun, dass in dem Haus noch Menschen leben.

Die Familie erkennt, dass sie nicht ewig in ihrem Haus bleiben kann. Selbst wenn sie dort überlebt, würden die Kreaturen irgendwann wiederkommen. Deshalb beschließen Ann, Jason, Graham und Ruth, nicht länger versteckt zu leben und stattdessen um ihre Freiheit zu kämpfen.
Als der nächste Regen einsetzt, wird ihr Plan allerdings auf die Probe gestellt. Das Wasser überflutet das Haus und zwingt die Familie auf den Dachboden. Gleichzeitig schafft es eine der Kreaturen erneut ins Gebäude. Nach mehreren gescheiterten Versuchen gelingt es der Familie schließlich, das Monster zu fangen. Jason droht damit, die Kreatur zu töten, wenn sie ihnen nicht die Tür öffnet.
Doch Ruth hält ihren Vater davon ab. Statt das Wesen zu töten, zeigt Jason ihm Gnade. Und diese Entscheidung zahlt sich aus: Die Kreatur öffnet die Garagentür und hält die anderen Monster davon ab, die Familie anzugreifen. Die Kreaturen verschwinden. Der Regen hört auf. Doch draußen wartet keineswegs die Welt, die die Familie vor fünf Jahren verlassen hat. Der gesamte Planet ist überflutet.
Ann, Jason, Graham und Ruth haben zwar ihr Haus verlassen, doch sie sind damit noch lange nicht in Sicherheit. Die Kreaturen leben weiterhin und könnten jederzeit zurückkehren. Die Familie nimmt deshalb das Boot ihres verstorbenen Nachbarn und macht sich auf den Weg, um in der überfluteten Welt nach anderen Überlebenden zu suchen.
Am Ende nutzt Ruth ein Funkgerät und sendet eine Nachricht hinaus: Ist da draußen noch jemand? Zunächst bleibt ihre Frage unbeantwortet. Doch dann ertönt tatsächlich eine Stimme.










