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Susan Kendall Newman ist tot: Schauspielerin und Tochter von Paul Newman wurde 72

Sie war mehr als nur die Tochter eines Hollywood-Idols: Susan Kendall Newman machte sich als Schauspielerin, Produzentin und Philanthropin einen Namen. Nun ist sie im Alter von 72 Jahren gestorben.

Susan Kendall Newman im Film „I Wanna Hold Your Hand“. Sie hält ein Schild mit der Aufschrift „Boycott the Beatles“.
Susan Kendall Newman im Film „I Wanna Hold Your Hand“ aus dem Jahr 1978. Foto: IMAGO / Everett Collection

Die US-amerikanische Schauspielerin und Produzentin Susan Kendall Newman, Tochter der Hollywood-Legende Paul Newman, ist tot. Wie die New York Times berichtet, starb sie bereits am 2. August an Komplikationen infolge mehrerer chronischer Erkrankungen. Sie wurde 72 Jahre alt.

Susan Kendall Newman wurde 1953 als zweites von drei Kindern aus Paul Newmans erster Ehe mit Jackie Witte geboren. Schon früh zog es sie selbst auf die Bühne – zunächst im Theater, später auch vor die Kamera.

Von Broadway bis Hollywood

Ihre Karriere begann Susan auf den Bühnen von New York, wo sie in verschiedenen Produktionen auf und abseits des Broadway spielte. 1975 stand sie im Stück „We Interrupt This Program“ erstmals auf der großen Bühne. Schon zwei Jahre später trat sie an der Seite ihres berühmten Vaters in der Eishockey-Komödie „Slap Shot“ (1977) auf.

Ein Jahr danach folgten weitere Rollen, etwa in Robert Altmans Film „A Wedding“ (1978) sowie in „I Wanna Hold Your Hand“, einem Film von Robert Zemeckis über eine Gruppe Jugendlicher, die die Beatles live erleben wollen.

Doch Susan Kendall Newman blieb nicht nur vor der Kamera aktiv – sie arbeitete auch erfolgreich hinter den Kulissen.

Erfolg als Produzentin und Auszeichnungen

In den 1980er-Jahren produzierte Newman mehrere TV- und Hörspielprojekte. Besonders hervor stach ihre Arbeit an „The Shadow Box“, einer ABC-Produktion nach dem gleichnamigen Bühnenstück von Michael Cristofer. Darin spielten Joanne Woodward, Paul Newmans zweite Ehefrau, und Christopher Plummer die Hauptrollen.

Für ihre Leistung als Produzentin erhielt Susan einen Golden Globe sowie den Humanitas Award und wurde für den Emmy, den Peabody und den Grammy Award nominiert. Auch ihre späteren Arbeiten, darunter eine Hörbuchreihe klassischer Literatur für Kinder, wurden mehrfach ausgezeichnet – unter anderem mit einer Grammy-Nominierung.

Engagement gegen Drogenmissbrauch

Nach dem tragischen Tod ihres Bruders Scott Newman im Jahr 1978, der an einer Überdosis starb, widmete sich Susan verstärkt der Prävention von Drogenmissbrauch. Sie trat der von ihrem Vater gegründeten Scott Newman Foundation bei, die sich für Aufklärung und Prävention einsetzt, und übernahm dort später die Rolle der Geschäftsführerin.

In dieser Funktion wurde sie zu einer anerkannten Expertin für Drogenprävention, sprach vor dem US-Kongress, dem Generalstaatsanwalt, an Universitäten, in Kliniken und bei internationalen Konferenzen. Sie beriet unter anderem das kalifornische Bildungsministerium in Fragen zur Medienkompetenz und Suchtprävention.

Für ihr gesellschaftliches Engagement erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem von den ehemaligen First Ladies Betty Ford und Nancy Reagan, von mehreren US-Bundesstaaten sowie von verschiedenen Bildungs- und Gesundheitsorganisationen.

Spätere Jahre und Vermächtnis

In den letzten Jahren ihres Lebens widmete sich Susan Kendall Newman verstärkt sozialen und ökologischen Themen. Sie engagierte sich in Projekten für Bildung, Jugendgerechtigkeit, Umweltschutz und Gesundheitsversorgung und half dabei, neue philanthropische Strategien zu entwickeln, um auch kleinere, oft übersehene Organisationen zu unterstützen.

In ihrem Nachruf heißt es, Susan Kendall Newman werde „für ihren scharfen Verstand, ihre Großzügigkeit, ihre Liebe und ihre Hingabe an Familie und Freunde“ in Erinnerung bleiben.

Quellen

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