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„Ich hatte große Angst“

Stephen Dürr: Was steckt hinter den Gewalt-Vorwürfen?

Im Dschungelcamp 2026 erhebt Ex-„Unter uns“-Star Stephen Dürr schwere Vorwürfe. Er sei in dieser Zeit sogar mehrfach geschlagen worden, beichtet er.

Stephen Dürr im Dschungelcamp
Im Dschungelcamp packt Stephen Dürr (51) über seinen Karriere-Start aus. Foto: Foto: RTL

Seit dem ersten Tag nutzt Schauspieler Stephen Dürr das Dschungelcamp 2026 als Bühne für besondere Auftritte. So zeigte er sich nackt beim Duschen – und wurde deshalb sogar zensiert.  Dann berichtet er von einem lebensgefährlichen Alkoholabsturz nach einer Feier. Jetzt packt er weiter aus. Es geht um seinen Start als Schauspieler, Neid – und Gewalt!

„Ich hatte große Angst“

Dürr war gerade 20 Jahre alt, als er für die Serie „Unter uns“ entdeckt wurde – und beinahe über Nacht zum Star wurde. „Mit 22 habe ich damals schon 14.000 Mark im Monat verdient“, erinnert er sich im Gespräch mit Gil Ofarim (43). Nach außen schien sein Leben perfekt. Aber das war es nicht: „Ich wurde verarscht, die Branche damals war nicht nett, also nicht zu mir“, erz#hlt er im Dschungeltelefon. Es wurde so schlimm, dass er nach zwei Jahren ohne ein Wort die Serie verließ.

Doch was genau war geschehen? Er traf auf falsche Berater, der Ruhm führte zu Neid, berichtet Dürr. Doch das Schlimmste war der Druck: „Wer so nach oben geschossen ist, der hatte halt ganz viel Potenzial für andere Leute, um Geld zu generieren“, weiß Dürr heute. Dabei wurde er nicht nur mit Worten unter Druck gesetzt, sagt er. „Ich hatte große Angst, weil ich mehrfach von zwei, drei Leuten geschlagen wurde!“ Wer ihn geschlagen hat und warum – dazu schweigt er.

Drogenvorwürfe: „Das habe ich nie gemacht!“

Statt sich zu wehren, fraß er alles in sich hinein. „Im letzten Jahr bei ‚Unter uns‘ hatte ich jeden Tag Nasenbluten von dem ganzen Druck und Stress“, erinnert er sich. Das blieb nicht unbemerkt. Doch laut Dürr fragte niemand nach – oder bot ihm Hilfe an. „Man hat es abgetan: ‚Arrogantes Arschloch, der denkt, er wäre sonst wer, der kokst.‘ Das habe ich nie gemacht“, beteuert Dürr. „Bis heute nicht."

In dieser Zeit hatte er nur einen einzigen Vertrauten: „Er hat mir geholfen, er war mein Lichtblick“, sagt Dürr. „Er war wie eine Art Psychologe für mich und er hat für mich Strafanzeigen vorbereitet.“ Doch dabei blieb es. Denn: Stephen Dürr hatte keine Beweise für seine Vorwürfe.

Er floh ohne Geld nach Los Angeles

Und dann verlor er vollkommen unerwartet seinen einzigen Vertrauten. Nach einem gemeinsamen Essen mit dem Rechtsanwalt erhielt er einen Anruf. „Der hat sich die Pulsadern aufgeschnitten, du warst das Abschiedsessen“, wurde ihm gesagt. Ein Schock für ihn. Und es wurde für ihn noch schlimmer, denn er durfte nicht zur Beerdigung, durfte sich nicht von seinem Vertrauten verabschieden. „Die Familie hat mich abgecancelt, denn für die Familie war das eine Schande.“ Für ihn sei das eine Katastrophe gewesen: „Du glaubst nicht, was für ein Gewicht auf mir gelastet hat.“

Ans Weitermachen konnte er damals nicht denken. Stattdessen half ihm nur ein radikaler Schnitt: „Nur mit einem Rucksack, One Way nach Los Angeles“, erzählt Dürr. Bis ein Anruf aus Deutschland kam – und ihm eine Rolle in der Serie „In aller Freundschaft“ angeboten wurde. „Und dann habe ich mein Leben neu sortiert und realisiert: Das ist jetzt deine zweite Chance!“ Doch mittlerweile hat er der Schauspielerei den Rücken gekehrt, tritt lieber am Ballermann auf Mallorca auf – und veröffentlichte gerade seinen ersten Roman.

Quellen
  • RTL/Dschungelcamp

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