Stefan Raab gerät nach „Unter Uns“-Absetzung ins Visier
Das Aus von „Unter Uns“ sorgt weiter für heftige Reaktionen. Nun richtet sich der Frust einiger Fans sogar gegen Stefan Raab – und gegen die Frage, welche Prioritäten RTL bei seinem Programm setzt.

Die Nachricht vom Ende von „Unter Uns“ sitzt bei vielen Fans noch tief. Nach mehr als 30 Jahren stellt RTL die Produktion der Kult-Soap Ende 2026 ein, die letzten bereits produzierten Folgen sollen noch bis März 2027 bei RTL und RTL+ zu sehen sein.
Während Schauspieler:innen und Zuschauer:innen inzwischen öffentlich für eine Zukunft der Serie kämpfen, bekommt der Ärger über die Entscheidung nun eine neue Richtung: Stefan Raab gerät ins Visier enttäuschter „Unter Uns“-Fans. Dabei geht es vor allem um die Frage, wofür RTL künftig Geld und Sendeplätze bereitstellt.
„Unter Uns“-Fans schießen gegen Stefan Raab
Unter der offiziellen Mitteilung zum Serien-Aus häufen sich kritische Kommentare. Einige Zuschauer:innen bringen dabei ausgerechnet Stefan Raab ins Spiel.
Ein Fan schreibt etwa: „RTL muss wohl sparen damit so ein Blödsinn mit Stefan Raab weiter finanziert werden kann. Sehr traurig.“ Ein anderer Nutzer kritisiert, es sei „nicht nachvollziehbar“, eine über Jahrzehnte etablierte Soap einzustellen, während parallel Formate wie ein Jetski-Wettrennen gezeigt würden. Man müsse sich fragen, „wo unterhaltungsmäßig so die Prioritäten gesetzt werden“.
Dass Raab von den Fans nun zum Symbol für diese Kritik gemacht wird, dürfte auch damit zusammenhängen, dass RTL in den vergangenen Jahren stark in neue Shows und Events rund um den Entertainer investiert hat. Ein direkter Zusammenhang zwischen Raabs Formaten und der Einstellung von „Unter Uns“ ist allerdings nicht belegt. RTL selbst nennt andere Gründe für das Aus.
Darum setzt RTL „Unter Uns“ wirklich ab
Der Sender begründet die Entscheidung mit einer „strategischen Weiterentwicklung des Programms am Nachmittag und frühen Vorabend“. Außerdem verweist RTL auf „veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen für tägliche fiktionale Programme, die Entwicklung der Nutzung sowie die zukünftige Ausrichtung der Programmstrecke“.
Mit anderen Worten: Daily-Soaps wie „Unter Uns“ sind aufwendig und teuer in der Produktion, während sich das Nutzungsverhalten des Publikums verändert hat.
Trotzdem stößt diese Begründung bei vielen Fans auf wenig Verständnis. Gerade weil „Unter Uns“ seit 1994 zum festen Bestandteil des RTL-Programms gehört, wird die Entscheidung als besonders drastisch empfunden.
Einige Zuschauer:innen gehen sogar noch weiter und kündigen Konsequenzen an. In Kommentaren wird mit der Kündigung des RTL+-Abos gedroht – unter anderem mit der Begründung, „Unter Uns“ sei einer der Hauptgründe für das bestehende Abo gewesen.
Stars kämpfen weiter um „Unter Uns“
Während sich der Frust in den sozialen Netzwerken teilweise gegen RTL und Stefan Raab richtet, wollen auch die Darsteller:innen das Ende noch nicht akzeptieren.
Mehrere Stars haben sich unter dem Motto „Nicht ohne 'Unter Uns'“ an die Fans gewandt. Petra Blossey, die viele Jahre Irene Weigel spielte, erklärte deutlich: „Das darf nicht das Ende sein.“ Isabell Hertel (Ute Kiefer) bestätigte, dass RTL keine weitere Staffel in Auftrag gegeben habe. Metehan Demiröz (Baris Gülek) rief die Zuschauer dazu auf, ihre Stimme für die Serie zu erheben.
Auch Patrick Müller, seit 2006 als Tobias Lassner dabei, macht Hoffnung auf eine Zukunft außerhalb von RTL. „Außerdem besteht noch eine Chance! Wir können und wollen eine neue Heimat finden!“, schrieb er auf Instagram.
Die Produktionsfirma UFA Serial Drama will tatsächlich prüfen, welche Möglichkeiten es für die Marke nach dem RTL-Aus noch geben könnte. Eine Fortsetzung bei einem anderen Sender oder Streamingdienst ist bislang allerdings nicht bestätigt.






