„South Park“ heißt ab Staffel 29 anders – um Trump zu provozieren
Während Trump mittlerweile geografische Veränderungen vornimmt, nimmt „South Park“ diese absurden Umstände zum Anlass, um noch mal richtig gegen alle auszuteilen …

Trump, Trump, Trump: Kaum ein Thema beschäftigt die US-amerikanische Animationsserie „South Park“ zurzeit mehr … pardon, mir wird gerade reingespielt, dass die von Trey Parker und Matt Stone geschaffene Serie ab sofort „South America“ heißen soll. Was steckt dahinter? Zieht die Serie die Namensänderung wirklich konsequent durch? Und was hat Trump damit zu tun?
Wie konnte aus „South Park“ plötzlich „South America“ werden?
„So come on down to South America (…)“ geht bei Weitem nicht so leicht von den Lippen wie der eigentliche Name der Stadt „South Park“. Aber scheinbar sahen sich Trey Parker und Matt Stone berufen, zum wiederholten Male gegen Trump auszuteilen, der gerade fleißig die Namen verschiedenster Orte ändert. So wurde bereits im Januar 2025 der Golf von Mexiko zum Golf von Amerika verklärt – wenn auch nur in den Staaten selbst. Anders ist das nun beim Lake Ontario, der nun Lake America heißt und sogar von Apple und Google so auf den digitalen Landkarten gekennzeichnet wurde. Als eine Art Verspottung dieses Umstandes wurde aus „South Park“ ganz schnell „South America“.
Eben gegen diese Firmen sowie Trump teilt „South America“ nun aus – auf gewohnt süffisante „South Park“-Manier: „Inspiriert von der Tapferkeit und Patriotismus, den Apple und Google beweisen, ändern wir den Namen von South Park in South America“, so der „South America“-Account auf Twitter. Doch das sind nicht die einzigen Instanzen, gegen die sich die Serie nun behauptet.
Wie lange wird „South Park“ nicht mehr „South Park“ heißen?
Auf diese Frage gibt es keine wirkliche Antwort, denn Parker und Stone ziehen Scherze auch gerne konsequent durch, bis sie wirklich niemand mehr lustig findet. So verklärten sie zeitweise den Charakter Randy zum Protagonisten der Serie und schickten ihn auf die Tegridy Farms – Fans waren davon eher weniger begeistert. Auch bei der Premiere der 22. Staffel im Jahr 2018 endeten viele Episoden mit der Einblendung #cancelsouthpark. Und da „South Park“ beziehungsweise „South America“ eine der wenigen Animationsserien ist, die nur eine Woche für die Produktion einer neuen Episode braucht, kann man theoretisch potenzielle Reaktionen von Trump und Co. abwarten.
Spannend wird auch, wie Paramount und Skydance reagieren werden, zu denen Comedy Central gehört, wo „South America“ ausgestrahlt wird. David Ellison, seines Zeichens Chef von Paramount-Skydance, ist nämlich glühender Trumpverehrer und hat bereits in der Vergangenheit eigens für den Präsidenten „Rush Hour 4“ grünes Licht gegeben.
Dass Ellison „South America“ aber absetzt, bleibt fragwürdig, da die Serie eines der wichtigsten Standbeine des ohnehin kränkelnden Streamers Paramount Plus ist. Somit befinden sich Trey Parker und Matt Stone erneut in einer Situation, in der sie absolute Narrenfreiheit genießen – und diese, wenn man die Vergangenheit bedenkt, voraussichtlich in vollen Zügen auskosten werden. Ob dies wirklich der Fall ist, wird man ab dem 16. September sehen können, denn ab dann läuft Staffel 29 in Amerika an.






