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"Sehr wehgetan": Dieter Bohlen spricht über den DSDS-Rauswurf

Im März 2021 gab RTL bekannt, Dieter Bohlen werde nicht mehr als DSDS-Juror zurückkehren. Jetzt tut er es doch, obwohl der Sender ihn mit dem Rauswurf tief getroffen hat, wie er im "stern"-Interview verriet.

Wehgetan: Dieter Bohlen spricht über den DSDS-Rauswurf
Dieter Bohlen kehrt für Staffel 20 zu DSDS zurück. Foto: Tristar Media /Getty Images

Am Samstag steht Dieter Bohlens Rückkehr bei DSDS an. Im vergangenen Jahr hatte die Castingshow ohne den langjährigen Chefjuror auskommen müssen, nachdem der Sender den Pop-Titanen rauswarf und ihn auch von seinem Job bei "Das Supertalent" entband. Das spiegelte sich in den Quoten wider - und sorgte schließlich für eine Kehrtwende RTLs: Für die 20. und finale Staffel wird der Musiker nun doch noch einmal auf dem Jurysessel Platz nehmen. 

DSDS-Rauswurf: Dieter Bohlen konnte nur noch stammeln

Im Interview mit "stern" sprach der 68-Jährige jetzt ehrlich über den Moment, in dem er von seiner Kündigung erfuhr, aber auch über sein Comeback. Er habe sich zunächst nichts dabei gedacht, als ein Meeting angesetzt wurde, erinnert sich Dieter Bohlen. Der damalige Geschäftsführer hätte ihm vorher einmal gesagt, sein Vertrag werde verlängert. Da er zuvor einen Skiunfall gehabt hatte, nahm er auf Krücken an dem Termin teil. Dort der Schock: "Im Gespräch wurde mir dann gesagt, dass ich nicht mehr Teil von 'DSDS' und der 'Supertalent'-Jury sein darf." Was das mit ihm gemacht hat? "Hatten Sie schon mal eine Freundin, die mit Ihnen Schluss gemacht hat, obwohl Sie sie über alles geliebt haben? So war das für mich. Als würde man mir den Teppich unter den Beinen wegziehen. Ich habe irgendwas gestammelt davon, dass das doch meine zwei Babys sind, dann bin ich aufgestanden und gegangen."

Von der Folgestaffel habe er "keine einzige Sekunde" im TV gesehen. "Ich bin kein Masochist", so Dieter Bohlen. Zurückzukehren war für ihn offenbar trotz alledem kein Thema: "RTL hat mir sehr wehgetan", gesteht er. Doch als der Sender ihn fragte, ob er noch einmal Juror für DSDS sein wolle, habe er an die vielen schönen Jahre vor dem Rausschmiss denken müssen. "Allein 15 Nummer-Eins-Hits bei 'DSDS'. Der Salto rückwärts wart auch für die Chefs nicht einfach, die mussten ja über ihren Schatten springen."

Dieter Bohlen über Kritik an seinem DSDS-Job

Dieter Bohlens Umgang mit den Kandidat:innen war während seiner DSDS-Zeit stets höchst umstritten. Während die einen ihn für seine direkte Art und knallharten Urteile liebten, empfanden andere seine Sprüche als erniedrigend und beleidigend. Letzteres weist der TV-Star von sich. DSDS suche Menschen, die eine echte Chance im Musikbusiness haben - und er habe die Verantwortung, "den Kandidaten klar zu sagen, wenn es für sie nicht reicht. Das kann nicht jeder." Er habe niemanden beleidigen wollen, doch manch eine:r verstehe "keine andere Sprache", so Dieter Bohlen. "Die brauchen dann eine klare Ansage, dass sie nicht singen können, und das auf unterhaltsame Art und Weise."

Er räumt zwar ein, dass nicht jeder seiner Sprüche heute noch ginge. Die Zeiten hätten sich geändert. Einen Maulkorb für Staffel 20 habe er wegen der Diskussionen der Vergangenheit allerdings nicht von RTL bekommen. "Ich wäre niemals zurückgekommen, wenn mir irgendwer gesagt hätte, was ich sagen darf und was nicht", erklärt Dieter Bohlen, "Politisch korrekt bin ich nicht, werde ich nie sein. Will ich auch nicht."

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Für die 20. "Deutschland sucht den Superstar"-Staffel erhofft er sich eine Erholung der Quoten. Mindestens 15 Prozent wolle er mit der Show erreichen. "Und alles über 20 Prozent freut mich richtig." Könnte es gar sein, dass RTL dann auch die Entscheidung, DSDS zu beenden, rückgängig macht? Dieter Bohlen jedenfalls scheint daran zu glauben. Letztendlich entschieden das die Zuschauer:innen, ist er sich sicher. "Mein Feeling sagt mir, dass es nicht die letzte Staffel sein wird. Kann ich mir nicht vorstellen. Aber es steht noch nichts fest."

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