„Schlag den Aaron“: Neue Konkurrenz für „Schlag den Star“?
Aaron Troschke gewinnt die Premiere seiner eigenen Wettkampfshow „Schlag den Aaron“. Der Livestream lockte mehr als 85.000 Menschen gleichzeitig an – ist das der Auftakt für ein neues Erfolgsformat?

Jahrelang gehörten große Duelle zwischen Prominenten zum festen Repertoire des deutschen Fernsehens. Jetzt bekommt das Prinzip eine digitale Variante: Mit „Schlag den Aaron“ ist am Montag, 26. Oktober, eine neue Wettkampfshow an den Start gegangen – allerdings nicht im klassischen TV, sondern live auf YouTube, Twitch und TikTok.
Zum Auftakt setzte sich Gastgeber Aaron Troschke gemeinsam mit seinem Freund Marvin Wildhage gegen die Twitch-Streamer Max Schradin und Zarbex durch. Die Premiere war auch beim Publikum erfolgreich. Doch bedeutet das jetzt Konkurrenz für „Schlag den Star“?
Aaron Troschke gewinnt das erste Duell
Für die erste Ausgabe standen sich vier bekannte Gesichter aus der Creator-Szene gegenüber. Moderiert wurde die Show von Matthias Opdenhövel, der früher übrigens ganz anders aussah. Das Prinzip ist das gleiche wie beim Original: Die Teams mussten sich in unterschiedlichen Disziplinen beweisen. Dabei ging es um Wissen, Geschicklichkeit und sportliche Fähigkeiten.
Trotz überschaubarer Vorbereitung lieferten sich die vier Teilnehmer ein enges Duell, bei dem auch die Sprüche untereinander nicht zu kurz kamen. Am Ende hatten Troschke und Wildhage die Nase vorn. Bereits nach acht von neun Spielen stand ihr Sieg fest. Die Belohnung: 25.000 Euro wandern in den Jackpot der nächsten Ausgabe, in der es dann um 50.000 Euro gehen soll. Für Troschke ist der Erfolg ein gelungener Start in sein eigenes Showformat.
Mehr als 85.000 Menschen verfolgten „Schlag den Aaron“ live
Auch die Reichweite kann sich für den Auftakt sehen lassen. Nach Angaben der Produktionsfirma „Banijay Germany“ verfolgten in der Spitze mehr als 85.000 Zuschauer:innen das Event gleichzeitig. Übertragen wurde das Duell parallel auf insgesamt acht Kanälen bei YouTube, Twitch und TikTok. Laut dem Unternehemn war „Schlag den Aaron“ an diesem Abend plattformübergreifend der meistgesehene Livestream in Deutschland.
Der entscheidende Unterschied zur klassischen Samstagabendshow liegt dabei nicht allein im Übertragungsweg. Die Teilnehmer bringen ihre eigenen Communities mit und streamen das Event auch auf ihren jeweiligen Kanälen. So werden die Fans direkt dort erreicht, wo sie ihre Lieblings-Creator ohnehin verfolgen.
Damit setzt das Format auf ein Publikum, das digitale Unterhaltung gewohnt ist und seine Stars oft über persönliche Kanäle begleitet. Die Premiere zeigt, dass sich ein bekanntes Showprinzip auch außerhalb des klassischen Fernsehens umsetzen lässt. Ob die hohe Aufmerksamkeit dauerhaft anhält, muss sich allerdings erst bei weiteren Ausgaben zeigen.
Ist „Schlag den Aaron“ jetzt ein Konkurrent für „Schlag den Star“?
Auf den ersten Blick liegt der Vergleich nahe. Beide Sendungen setzen auf das gleiche Showprinzip voller Duelle, abwechslungsreicher Spiele und der Frage, welches Team sich am Ende durchsetzt. Doch bei der neuen Show stehen keine klassischen TV-Promis im Mittelpunkt, sondern vor allem Content Creator mit ihrer eigenen Online-Fangemeinde. Auch die Verbreitung unterscheidet sich: „Schlag den Aaron“ läuft live auf digitalen Plattformen statt als reguläre Fernsehsendung.
Sowohl „Schlag den Aaron“ als auch „Schlag den Star“ werden von Brainpool, beziehungsweise deren Muttergesellschaft Banijay Media, produziert. Es handelt sich also weniger um einen klassischen Angriff eines unabhängigen Konkurrenten als um eine digitale Erweiterung eines bekannten Unterhaltungskonzepts. Die komplette Folge ist übrigens kostenlos auf Youtube verfügbar.
Ob sich daraus eine dauerhafte Erfolgsgeschichte entwickelt, hängt nicht nur von der Premiere ab. Weitere Ausgaben müssen zeigen, ob sich die Zuschauerzahlen halten lassen und auch unterschiedliche Creator-Konstellationen funktionieren. Und bereits jetzt steht fest, dass es eine weitere Ausgabe geben wird, schließlich floss das Preisgeld der Premiere in den nächsten Jackpot, in dem jetzt bereits 50.000 Euro liegen.






