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„Ripple“: Ende erklärt! Warum werden Kris und Nate kein Paar?

„Ripple“ erzählt die Geschichte von vier Fremden, die jeweils vor einem Neuanfang stehen. Doch wie enden ihre Geschichten?

Kris und Nate liegen in einer Folge von „Ripple“ auf dem Boden und sehen beide traurig aus.
Bis zuletzt machte „Ripple“ immer wieder Hoffnung auf ein Happy End für Kris und Nate, doch warum wird daraus nichts? Foto: Lionsgate Television / Courtesy of Netflix

Wie die Dramaserie „Ripple“, die aktuell in der Netflix Top Ten mit Titeln wie „XO, Kitty“ und „One Piece“ konkurriert, zeigt, führt das Leben uns immer wieder auf unerwartete Wege. Am Ende der Staffel bereitet sich Nate (Ian Harding) auf eine klinische Studie seiner Krebsbehandlung vor, Walter (Frankie Faison) stellt sich einer großen Veränderung, Aria (Sydney Agudong) steht kurz vor ihrem musikalischen Durchbruch und Kris (Julia Chan) baut ihr eigenes Business auf. Doch Neuanfänge bedeuten oft auch Abschied und Opfer…

„Ripple“: Trennen sich John und Aria?

John und Aria sind ein junges Paar, das sehr früh geheiratet hat. In der letzten Folge wird deutlich, wie unterschiedlich sie beide die Beziehung wahrnehmen. Aria zweifelt daran, dass alles wirklich sinnvoll war, vor allem weil John ihr schon nach nur einem Monat Beziehung einen Heiratsantrag gemacht hat. Sie hat das Gefühl, dass er sie eher zurückhält, statt sie zu unterstützen.

John hingegen handelt aus Sorge. Er hat miterlebt, wie stark Aria unter Angstzuständen leidet, und befürchtet, dass sich ihr Zustand verschlechtern könnte, sobald sie auf Tour geht. Aus diesem Grund hält er auch ihre Entscheidung, die Therapie zu pausieren, für gefährlich. Er versucht, sie davon abzubringen, was jedoch bei ihr eher als Kontrolle und mangelnde Unterstützung ankommt.

Der Konflikt eskaliert zusätzlich dadurch, dass John nicht zu Aria’s Auftritt im Lumi erscheint. Für Aria wirkt das wie ein klares Zeichen, dass er nicht hinter ihr steht, obwohl sie gerade in einer wichtigen Phase ihrer Karriere ist.

Kurz vor ihrer Abreise auf Tour staut sich alles auf. Aria geht zunächst wütend weg, kommt aber zurück, als sie glaubt, John endgültig verloren zu haben. In diesem Moment hört sie jedoch, wie er sagt, er sei „fertig mit ihr“ und die letzten Monate seien schlimm gewesen. Aria versteht das als Aussage über ihre Beziehung und glaubt, die Ehe sei beendet. Dabei bezieht sich John tatsächlich auf Desi, was sie zu diesem Zeitpunkt aber nicht weiß. Dadurch entsteht ein Missverständnis, das die Situation offen und emotional unaufgelöst zurücklässt.

„Ripple“: Wie entscheidet sich Walter?

Nach dem Tod seiner Frau Brenda befindet sich Walter in einer tiefen Trauerphase. Zunächst zieht er sich zurück, findet aber einen neuen Ankerpunkt im Lumi, wo er beginnt, regelmäßig hinzugehen. Dort probiert er unter anderem Brendas Lieblingswein und beginnt langsam, wieder am sozialen Leben teilzunehmen.

Mit der Zeit wird das Lumi für ihn zu einem festen Bestandteil seines Alltags. Er knüpft dort echte Freundschaften, vor allem zu Nate, und später auch zu Kris, Ellis, Aria und Tara. Diese neuen Beziehungen helfen ihm dabei, seine Trauer nicht zu verdrängen, sondern Schritt für Schritt zu verarbeiten.

Walter entwickelt schließlich den Wunsch, sich stärker in die Bar einzubringen. Er bittet Nate um eine finanzielle Beteiligung, ursprünglich als Investor. Nate bietet ihm jedoch stattdessen an, Geschäftspartner zu werden, da Walter eine stärkere emotionale Bindung zur Bar hat als er selbst.

Walter nimmt das Angebot an. Um sich auf seine neue Rolle vorzubereiten, wird ihm von einem Sommelier ein zehn­tägiges Weinverkostungs-Retreat empfohlen. Die Reise ist bewusst so gewählt, dass sie auch mit dem Zug erreichbar ist, was seinen Übergang erleichtert.

Walter entscheidet sich schließlich dafür, diese Reise anzutreten. Sie markiert einen wichtigen Schritt in seinem Trauerprozess, da er sich dadurch bewusst weiter von seiner Vergangenheit löst, ohne Brenda zu vergessen, sondern sie als Erinnerung zu behalten.

„Ripple“: Wie steht es um Nate und Kris?

Am Ende von Ripple reist Nate nach Houston zur Prüfung, nachdem Finns Platz frei geworden ist. Diese Situation löst in ihm starke Zweifel aus, weil er nicht versteht, warum ausgerechnet er eine Chance bekommt, während Finn sie nicht mehr hat.

Der Verlust von Finn, die er während seiner Zeit in der Chemotherapie kennengelernt hat, bringt Nate dazu, grundlegend über Leben, Zufall und Vergänglichkeit nachzudenken.

Parallel dazu verändert sich auch seine Beziehung zu Kris. Nate entscheidet sich schließlich dagegen, Kris mitzunehmen, weil er sie nicht in eine Situation bringen möchte, in der sie ihn möglicherweise sterben sieht. Diese Entscheidung trifft er trotz der Tatsache, dass Kris bereit gewesen wäre, ihr bisheriges Leben für ihn aufzugeben.

Für Kris wird durch diese Trennung deutlich, wie wichtig es ist, Chancen im Leben nicht aufzuschieben. Die Erfahrung mit ihrem Vater spielt dabei eine Rolle, da sie gelernt hat, wie endgültig verpasste Möglichkeiten sein können.

Am Ende erhält Kris den Blumentopf zurück, den sie Nate zu Beginn gegeben hatte. Dieses Objekt steht symbolisch für ihre Verbindung. Die Serie lässt damit bewusst offen, ob sie wieder zusammenfinden, deutet aber an, dass die Beziehung nicht endgültig abgeschlossen ist. Gleichzeitig scheint Nates Ehefrau ihren eigenen Abschluss gefunden zu haben, wodurch Nate in eine neue Lebensphase ohne alte Bindungen eintritt.

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