Richard Nortons Todesursache soll mit Anti-Aging-Spritze zusammenhängen
Der australische Schauspieler und Kampfsportler Richard Norton starb im März 2025 im Alter von 75 Jahren. Jetzt steht fest: Eine Anti-Aging-Spritze führte zum Herzstillstand.

Er kämpfte in zahlreichen Actionfilmen gegen Jackie Chan und Chuck Norris, der 2026 im Alter von 86 Jahren starb, und gehörte zu den erfahrensten Kampfsportlern der Filmbranche. Doch im März 2025 starb Richard Norton plötzlich im Alter von 75 Jahren. Lange war die genaue Todesursache nicht bekannt.
Nun liegt das Ergebnis der gerichtsmedizinischen Untersuchung vor: Eine Injektion mit einem experimentellen Peptid-Präparat löste eine lebensbedrohliche allergische Reaktion aus, die schließlich zum Herzstillstand führte. Besonders tragisch: Norton hatte die Behandlung erst wenige Tage zuvor begonnen und offenbar mehr von dem Medikament verwendet als ärztlich verordnet.
Gerichtsmedizin klärt die Todesursache von Richard Norton
Am 30. März 2025 starb Richard Norton. Erst rund 19 Monate später wurde bekannt, was zu seinem Tod geführt hatte. Laut dem Bericht des zuständigen Gerichtsmediziners, den das US-Magazin „Entertainment Weekly“ einsehen konnte, reagierte Nortons Körper schwer auf eine Injektion mit den Peptiden CJC-1295 und Ipamorelin. Beide Peptide sind als Anti-Aging-Wirkstoffe bekannt. Der Gerichtsmediziner kam zu dem Schluss, dass die Spritze eine anaphylaktische Reaktion auslöste, die zum Herzstillstand führte.
Dabei handelt es sich um eine besonders schwere allergische Reaktion, die innerhalb kurzer Zeit lebensbedrohlich werden kann. Hinzu kam, dass Norton das Präparat scheinbar überdosierte, obwohl ihm sein Arzt die genaue Menge vorgeschrieben hatte. Die Behandlung hatte erst elf Tage vor seinem Tod begonnen. Norton soll die Injektionen zur Unterstützung von Muskelwachstum und Heilungsprozessen verwendet haben. Seine Frau Judy berichtete den Ärzten im Krankenhaus, dass ihr Mann die Peptide zweimal täglich gespritzt habe.
Schon vor seinem Tod zeigte Norton deutliche Symptome
Offenbar hatte sein Körper bereits nach den ersten Anwendungen auf das Peptid-Präparat reagiert. Zunächst kam es an den Einstichstellen zu Rötungen und Schwellungen. Am 28. März traten dann deutlich ernstere Beschwerden auf: Norton litt unter einer großflächigen Hautrötung, einem Engegefühl in der Brust und Atemnot. Bei einem Gespräch mit einer Pflegekraft in der Praxis seines Arztes berichtete er am selben Tag, dass er die verordnete Menge verdoppelt habe.
Gleichzeitig habe er nach eigener Aussage keine Nebenwirkungen bemerkt. Stattdessen habe er besser geschlafen, weniger Schmerzen verspürt und sich körperlich leistungsfähiger gefühlt. Fünf Stunden später spritzte sich Norton eine weitere Dosis der Wirkstoffe. Kurz darauf klagte er darüber, dass ihm heiß werde und sein Körper gerötet sei. Wenige Minuten später brach er zusammen und war nicht mehr ansprechbar.
Seine Frau begann sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen, während der Rettungsdienst alarmiert wurde. Als die Einsatzkräfte eintrafen, war Nortons Herz bereits stehengeblieben. Auch im Krankenhaus verschlechterte sich sein Zustand weiter. Untersuchungen zeigten erhöhte Werte, die auf eine schwere körperliche Schädigung hindeuteten. Die Ärzte konnten nichts mehr für ihn tun. Er starb im Alter von 75 Jahren.
Richard Norton kämpfte in mehr als 80 Film- und TV-Produktionen
Richard Norton hatte eine lange Karriere als Schauspieler und Kampfsportler zurück. Der Australier wirkte in mehr als 80 Film- und Fernsehproduktionen mit. Sein Schauspieldebüt gab er 1980 an der Seite von Chuck Norris im Actionfilm „The Octagon“. Später stand er auch mehrfach Jackie Chan gegenüber, unter anderem 1993 in „City Hunter“.

Im Laufe seiner Karriere arbeitete Norton zunehmend auch als Kampfchoreograf, blieb aber weiterhin vor der Kamera aktiv. Zu seinen späteren Filmprojekten gehörten „Mad Max: Fury Road“ und „Furiosa: A Mad Max Saga“.
Mit der nun bekannt gewordenen Todesursache erhält sein Tod eine tragische Erklärung. Ausgerechnet eine Peptid-Behandlung, von der er sich offenbar körperliche Vorteile versprochen hatte, löste die tödliche Reaktion aus.






