RAZECO nach „Die Höhle der Löwen“: Das wurde aus dem nachhaltigen Rasierer
RAZECO will den Rasierermarkt mit Nachhaltigkeit revolutionieren – doch ein anderer Aspekt lässt die Löwen hellhörig werden.

Plastik gehört bei Rasierern oft zum Standard – bei RAZECO aus Berlin soll das anders werden. Die Geschwister Louisa Haisch (31) und Victor Haisch (27) sowie Mitgründer Ivo Lovric (26) präsentierten in „Die Höhle der Löwen“ eine Rasierermarke, die fossiles Plastik im Badezimmer reduzieren möchte. Ihr Ziel: eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen System- und Einwegrasierern, ohne bei Design und Rasierleistung Abstriche zu machen.
Nachhaltigkeit statt Plastik
RAZECO setzt bei seinen Rasierern auf nachwachsende Rohstoffe, die als Abfälle aus anderen Industrien anfallen. Besonders ambitioniert ist der Systemrasierer: Sein komplexer Klingenkopf besteht laut den Gründern zu 99 Prozent aus biobasiertem Material und ist von TÜV Austria mit dem „OK biobased“-Zertifikat ausgezeichnet. Der langlebige Griff besteht aus Stahl, die Rasierköpfe lassen sich einfach austauschen.
„Plastik verschwindet nicht, Plastik wird kleiner und landet bei uns im Essen, im Wasser, letztendlich aber auch in uns“, erklären die Gründer ihren Antrieb. Mit ihrer Idee wollen sie eine alltägliche Routine nachhaltiger machen – und treten dabei gegen große etablierte Marken an. Das junge Unternehmen ist bereits online und im stationären Handel vertreten. Für den nächsten Wachstumsschritt suchen die Gründer Unterstützung aus der Höhle.
Die Löwen sind zunächst überrascht, als sie von den geforderten 30.000 Euro für zehn Prozent erfahren – Peanuts in der Welt der Investoren. Auch die Verpackung, das Design und die Haptik überzeugen.
Andreas W. Herb tippt richtig, dass der RAZECO-Rasierer 14,99 Euro kostet – im Abo-Modell sogar 5 Euro günstiger. Die Herstellungskosten liegen bei 3,50 Euro. 100.000 Euro konnten innerhalb eines Jahres verdient werden.
Was aber für Verwunderung sorgt: 800.000 Euro haben die Gründer bereits in RAZECO investiert, zeitgleich deutet das Angebot an die Löwen an, dass das Unternehmen nur 300.000 Euro wert ist. 500.000 Euro davon sind allerdings Darlehen, die zurückgezahlt werden müssen. Zudem zahlen sie dafür 15 Prozent Zinsen – eine enorme Summe. Zu viel für Ralf Dümmel, er steigt aus.
Alle reißen sich um den Rasierermarkt
Der gigantische Rasierermarkt bringt die anderen Löwen aber dazu, nicht abzuspringen. Andreas ist an einem Deal zu den gebotenen Konditionen interessiert, allerdings ist ihm eine Sondertilgung des Darlehens wichtig. Janna Ensthaler schließt sich an, auch sie würde einen Deal mit den Gründern machen.
Judith Williams und Frank Thelen würden sich hingegen gern zusammentun und gemeinsam einen Deal vorschlagen: 100.000 Euro für 25 Prozent.
Als Gegenangebot tun sich auch Andreas und Janna zusammen: Sie bieten 60.000 Euro für 20 Prozent und legen 100.000 Euro für Marketing obendrauf.
Nach kurzer Beratung erhalten Frank und Judith den Zuschlag, der Deal steht.
So geht es nach der Sendung mit RAZECO weiter
Auch wenn RAZECO nach eigener Aussage auch bei Rossmann und Budni verkauft wird und grundsätzlich auch bei Amazon gelistet ist, ist es online aktuell nur über die eigene Website des Unternehmens möglich, die Rasierer zu kaufen. Für RAZECO ein großer Vorteil, denn das Rasierklingen-Abo gibt es natürlich nur hier zu kaufen.
An den im Fernsehen genannten Preisen hat sich nichts geändert, das Starterset mit einem Griff und zwei Klingenköpfen kostet weiterhin 14,99 Euro. Aber obacht – in unserem Test war es nicht möglich, nur das Starterset in den Warenkorb zu legen. Man musste auch mindestens 5 weitere Klingenköpfe für 17,49 Euro in den Warenkorb legen. Im Warenkorb selbst kann man die Klingenköpfe dann theoretisch wieder entfernen, doch dieser Umweg ist recht unglücklich.
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