Cropsta nach „Die Höhle der Löwen“: Das wurde aus dem Crop-Band für Shirts, Kleider und Co.
Ein Traum, zwei Tattoos und viele Tränen: Der Pitch von „Cropsta“ verläuft unerwartet emotional. Am Ende sind es aber die Löwen, die zittern müssen.

Eigentlich ist die Idee hinter Cropsta schnell erklärt: Mike Leon Lichtenberg (24) und Charlotte Lieben (20) aus Kleinmachnow verkaufen ein größenverstellbares Band, das unter Pullovern, T-Shirts, Kleidern oder Blusen getragen wird. Stoff wird darübergelegt beziehungsweise daruntergeklemmt und das Kleidungsstück dadurch auf die gewünschte Länge gebracht – ohne Knoten, Schere oder Nähmaschine.
Ganz neu im Rampenlicht ist zumindest Mike Leon nicht. Er spielte mehrere Jahre Mads in der Nickelodeon-Serie „Spotlight“. Gemeinsam mit Charlotte erreicht er inzwischen rund 600.000 Follower auf Social Media. Diese Reichweite ist auch für das Geschäft wichtig: Ein großer Teil des bisherigen Umsatzes wurde über den TikTok-Shop erzielt.
Vor den Löwen fordern die beiden 70.000 Euro für 20 Prozent ihrer Firma.
Social-Media-Stars machen die Löwen neugierig
Ganz ohne Beweise für ihr Verkaufstalent kommen Charlotte und Mike nicht in die „Höhle der Löwen“. 61.000 Euro Umsatz hat Cropsta bereits generiert. Ein einzelnes Band kostet 12,99 Euro.
Dass das Produkt zumindest optisch einen Unterschied machen kann, darf Frank Thelen direkt am eigenen Körper testen. Mike verpasst ihm mit Cropsta einen neuen Look – und besonders Judith Williams zeigt sich davon durchaus angetan.
Für Frank reicht das dennoch nicht. Er sieht sich schlicht nicht als passenden Investor für das Fashion-Produkt und steigt früh aus.
Judith erkennt zwar durchaus Potenzial, fragt sich aber, wie groß Cropsta tatsächlich werden kann. Genau diese noch recht vorsichtig formulierten Zweifel treffen Charlotte sichtbar. Die 20-Jährige kämpft mit den Tränen und erklärt, wie viel die beiden bisher allein aufgebaut haben.
Mike versucht derweil, das Vertrauen in ihre gemeinsame Geschichte noch ein wenig schicksalhafter erscheinen zu lassen: Er verweist auf sein „Believe“-Tattoo – und sogar auf einen tätowierten Löwen. Wenn das Universum schon derart offensiv bei der Deal-Anbahnung mithilft, sollen die echten Löwen das schließlich auch erfahren.
Carsten bietet sich als Plan B an
Carsten Maschmeyer lässt Charlottes emotionaler Moment jedenfalls nicht kalt. Er geht sogar ungewöhnlich weit und verspricht den beiden: Sollte wider Erwarten keiner der anderen Löwen investieren wollen, werde er einen Deal machen – obwohl er sich selbst nicht für den optimalen Partner für Cropsta hält.
Das Sicherheitsnetz brauchen Charlotte und Mike allerdings gar nicht, denn auch Ralf Dümmel interessiert sich für das Produkt. Zwar sieht er noch offene Fragen – gerade beim Weg in den stationären Handel –, hält sich aber im Rennen.
Und dann beginnen Judith Williams und Johannes Kliesch, miteinander zu tuscheln. Gemeinsam bieten sie die gewünschten 70.000 Euro, verlangen dafür allerdings zunächst stolze 40 Prozent der Firmenanteile.
Damit nicht genug: Zusätzlich soll eine sogenannte Royalty vereinbart werden. Pro verkauftem Cropsta würde ein Euro an die beiden Investoren fließen, bis die investierten 70.000 Euro auf diesem Weg wieder zurückgezahlt wären.
Ralf Dümmel hält mit einem deutlich übersichtlicheren Modell dagegen: 70.000 Euro für 30 Prozent der Anteile – ohne zusätzliche Royalty.
Plötzlich haben Charlotte und Mike also nicht das Problem, keinen Löwen zu finden, sie haben sogar die Qual der Wahl.
Nach der ersten Beratung der Gründer merken Judith und Johannes offenbar, dass Ralf mit seinem Angebot gefährlich gut im Rennen liegt – und bauen ihr Modell kurzerhand komplett um.
Nun wollen sie gar keine Firmenanteile mehr. Charlotte und Mike könnten damit 100 Prozent ihres Unternehmens behalten. Dafür sollen Williams und Kliesch über Royalties insgesamt 140.000 Euro zurückerhalten – also das Doppelte ihres Investments.
Für die Gründer ist das durchaus verlockend: keine Anteile abgeben und langfristig weiterhin die komplette Firma besitzen. Dafür würde allerdings über zahlreiche Verkäufe hinweg Geld an die Investoren fließen.
Ralf hält es dagegen bemerkenswert unkompliziert und macht aus den Verhandlungen irgendwann fast eine Partnersuche. „Am Ende scheiß auf Royalty, scheiß auf Prozente“, erklärt er und bringt die Entscheidung auf die Frage herunter, mit wem die beiden künftig tatsächlich zusammenarbeiten wollen.
Nach der zweiten Beratung steht fest: Ralf Dümmel bekommt den Zuschlag.
Das wurde nach dem Deal aus Cropsta
Unabhängig davon ist Cropsta weiterhin erhältlich. Im offiziellen Onlineshop kostet ein einzelnes Band aktuell 12,99 Euro. Zur Auswahl stehen unter anderem Sand Beige, Blossom White und Midnight Black.
Wer mehrere bestellt, fährt günstiger: Cropsta bietet verschiedene Sets beziehungsweise Mengenrabatte an. Zusätzlich gibt es inzwischen auch eine kleinere Variante namens Cropsta Mini für 11,99 Euro. Versandkosten können je nach Bestellung noch hinzukommen.
Auch bei Amazon wird Cropsta angeboten. Dort liegt der Einzelpreis ebenfalls bei 12,99 Euro, die Mengenrabatte des eigenen Shops gibt es dort allerdings nicht in gleicher Form.
Wer nicht zwingend das Original aus „Die Höhle der Löwen“ haben möchte, sollte ohnehin vergleichen: Auf Amazon finden sich mittlerweile auch ähnliche Crop-Bänder anderer Hersteller, die teilweise deutlich günstiger angeboten werden.
Die genannten Produkte und Angebote wurden von unserer Redaktion persönlich und unabhängig ausgewählt. Bei einem Kauf oder Abschluss über einen der verlinkten Anbieter (Affiliate-Link bzw. mit Symbol gekennzeichnet) erhalten wir eine geringfügige Provision. Die redaktionelle Auswahl und Beschreibung der Produkte und Angebote wird dadurch nicht beeinflusst.









