Programmänderung wegen Schüssen in Stade: RTL und NDR ändern heute ihr Primetime-Programm
Nach den tödlichen Schüssen in Stade reagieren RTL und NDR mit Programmänderungen. Mehrere geplante Formate verschieben sich.

Die schockierenden Ereignisse in Stade haben am Montagabend unmittelbare Folgen für das deutsche Fernsehprogramm. Gleich mehrere Sender werfen ihre ursprünglichen Planungen kurzfristig über den Haufen. Sowohl RTL als auch der NDR setzen auf aktuelle Berichterstattung zur Primetime.
RTL nimmt „Undercover Boss“ kurzfristig aus der Primetime
Eigentlich sollte um 20.15 Uhr eine neue Ausgabe von „Undercover Boss“ starten. Doch nach den tödlichen Schüssen in Stade entschied sich der Sender für eine kurzfristige Programmänderung. Stattdessen zeigt RTL zunächst eine Sonderausgabe von „RTL Aktuell Spezial“.
Unter dem Titel „Schüsse im Mutter-Kind-Heim – Tote in Stade“ berichtet der Sender live über die aktuellen Entwicklungen und den Stand der Ermittlungen. Die ursprünglich geplante Ausgabe von „Undercover Boss“ verschiebt sich dadurch auf 20.25 Uhr. Auch die weiteren Programmpunkte am Abend starten entsprechend später.
Auch der NDR reagiert mit einer Sondersendung
Nicht nur RTL passt sein Programm an. Auch der NDR setzt auf aktuelle Berichterstattung und schiebt um 20.15 Uhr eine zehnminütige Sonderausgabe von „NDR Info extra“ ins Programm. Unter dem Titel „Tote nach Schüssen in Stade“ informiert der Sender über die Lage vor Ort und die neuesten Erkenntnisse.
Die kurzfristige Änderung wirkt sich auch auf die anschließenden Sendungen aus, die erst mit Verspätung beginnen.
Sechs Menschen sterben bei Gewalttat in Stade
Hintergrund der Programmänderungen ist eine schwere Gewalttat in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade. Nach aktuellen Informationen kamen sechs Menschen ums Leben. Mehrere weitere Personen wurden verletzt, einige davon schwer. Die Polizei nahm den mutmaßlichen Haupttäter fest. Zudem befinden sich weitere Personen in polizeilichen Maßnahmen.
Zu den genauen Hintergründen halten sich die Ermittler bislang zurück. Nach ersten Angaben soll die Tat jedoch einen familiären Bezug haben. Hinweise auf ein politisches Motiv oder einen Femizid gebe es derzeit nicht. Für RTL und NDR steht angesichts der Tragweite der Ereignisse fest: Die aktuelle Berichterstattung hat heute Vorrang vor dem regulären Abendprogramm.






