Paramount kauft Warner Bros. – Hollywood wehrt sich
Die Meldung schlug in Hollywood wie eine Bombe ein: Paramount Skydance übernimmt Warner Bros. Discovery. Doch Schauspieler und Gewerkschaften kämpfen weiter gegen den Kauf. Welche Rolle der Sender CNN dabei spielt.

Monatelang kämpften zwei Giganten um Warner Bors. Discovery. Doch am Ende flog die sicher geglaubte Übernahme von Warner Bros. durch Netflix vom Tisch. Stattdessen siegte Paramount Skydance im Bieterwettstreit – und zahlt 110 Milliarden Dollar. Doch kaum war die News auf dem Markt, reagierte Hollywood.
Schauspieler ruft nach Staatsanwälten
„Lasst uns bitte alle Generalstaatsanwälte zusammenbringen und darüber sprechen, wie dies den Wettbewerb in der Branche zerstören und zu sinkenden Löhnen und einer geringeren Produktqualität für die Verbraucher führen wird“, schrieb zum Beispiel Schauspieler Mark Ruffalo. Und auch seine Kollegin Tessa Thompson (42) fürchtete nichts Gutes: „Es ist besorgniserregend.“
Auch die Politik mischt sich ein: „Was für Netflix galt, gilt jetzt noch für Paramount“, so der kalifornische Senator Adam Schiff. „Die Fusion von zwei der größten Studios Hollywoods muss der höchsten Kontrolle unterliegen, frei von politischem Einfluss des Weißen Hauses, um ihre Auswirkungen auf amerikanische Arbeitsplätze, die Meinungsfreiheit und die Zukunft eines der größten Exporte unserer Nation zu bestimmen.“
Erster Politiker droht Paramount
Denn tatsächlich befürchten viele, dass durch den Kauf auch die Pressefreiheit leiden wird. Der Grund: Zum Deal gehört auch der Nachrichtensender CNN, der bislang oft kritisch über den amerikanischen Präsidenten Donald Trump berichtet. Und der mischte sich in den Verkaufskrimi immer wieder ein. Im Dezember betonte Trump, es müsse sichergestellt werden, dass CNN bei einem Deal auf jeden Fall den Besitzer wechsele.
Kein Wunder also, dass sich immer mehr Politiker melden. Noch deutlicher wird zum Beispiel die demokratische Senatorin Elizabeth Warren: „Eine Fusion von Paramount Skydance und Warner Bros. wäre ein kartellrechtliches Desaster und würde zu höheren Preisen und weniger Auswahl für amerikanische Familien führen. Eine Handvoll Trump-naher Milliardäre versucht, die Kontrolle darüber zu erlangen, was Sie sehen, und Ihnen jeden beliebigen Preis abzuverlangen.“
Und ihr Kollege, Senator Chris Murphy kündigt an: „Paramount sollte sein wachsendes Nachrichtenmonopol genießen, solange sie es haben. Denn wenn die Demokraten die Macht zurückgewinnen, werden wir diese antidemokratischen Informationskonzerne auflösen. Alle von ihnen. “






