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Fusion der Mediengiganten

Milliarden-Deal perfekt: Paramount übernimmt Warner Bros. Discovery für 110 Milliarden Dollar

Paramount Skydance übernimmt Warner Bros. Discovery für 110 Milliarden Dollar. Was die Fusion für Streaming, Kino, HBO Max und Paramount+ bedeutet.

Warner und Paramount
Paramount übernimmt Warner Bros. Discovery: Der 110-Milliarden-Dollar-Deal schafft einen der größten Medienkonzerne der Welt. Foto: IMAGO / Depositphotos / NurPhoto

Die nächste tektonische Verschiebung im globalen Medienmarkt ist beschlossen. Warner Bros. Discovery hat der Übernahme durch Paramount Skydance offiziell zugestimmt. Der Deal hat ein Volumen von 110 Milliarden US-Dollar. Paramount zahlt 31 US-Dollar pro Aktie. Vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen und der Zustimmung der Aktionäre soll die Fusion im dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden.

Nachdem Netflix zuletzt aus dem Bieterstreit ausgestiegen war, ging es nun schnell. Beide Unternehmen bestätigten die Vereinbarung am späten Freitagabend deutscher Zeit.

110 Milliarden Dollar und Milliarden-Risiken

Die Finanzierung der Transaktion erfolgt über 47 Milliarden US-Dollar Eigenkapital, das vollständig von der Familie Ellison und RedBird Capital Partners bereitgestellt wird. Damit wird es für Paramount deutlich teurer als ursprünglich geplant.

Durch die Aufkündigung des vorherigen Deals mit Netflix wird eine Vertragsstrafe in Höhe von 2,8 Milliarden US-Dollar fällig. Paramount übernimmt diese Zahlung ebenso wie zusätzliche Finanzierungskosten. Sollte sich der Abschluss verzögern, greift ab dem 30. September eine sogenannte Ticking Fee von 25 Cent pro Aktie und Quartal. Falls die Fusion an regulatorischen Hürden scheitert, wären weitere sieben Milliarden US-Dollar fällig.

Paramount erwartet durch den Zusammenschluss Kostensynergien von mehr als sechs Milliarden US-Dollar. Diese sollen vor allem durch technologische Integration, Effizienzsteigerungen und die Zusammenlegung von Immobilienflächen entstehen. Gleichzeitig wird branchenweit mit deutlichen Stellenstreichungen gerechnet. Konkrete Zahlen wurden bislang nicht genannt. Weitere Details sollen in einem angekündigten Investoren-Call folgen.

Film, Streaming und Sender unter einem Dach

Im Unterschied zu früheren Plänen übernimmt Paramount Warner Bros. Discovery vollständig, inklusive der linearen Sender wie CNN. Der Nachrichtensender steht damit künftig ebenso wie CBS unter Kontrolle der Ellison-Familie.

Im Kinogeschäft entsteht durch die Fusion ein neuer Gigant. Paramount verpflichtete sich, dass das fusionierte Unternehmen künftig mindestens 30 Kinofilme pro Jahr produzieren wird, jeweils 15 pro Studio. Diese sollen weltweit mindestens 45 Tage exklusiv im Kino laufen, bevor sie bei Streamingdiensten verfügbar sind.

Auch im Streaming-Bereich wächst die Marktmacht erheblich. Mit der Kombination aus HBO Max und Paramount+ entsteht ein neuer Schwergewicht-Anbieter im Wettbewerb mit Netflix, Disney+ und Amazon Prime Video. Voraussetzung bleibt jedoch die regulatorische Genehmigung des Deals.

Paramount-CEO David Ellison betonte, man wolle das Erbe zweier ikonischer Unternehmen würdigen und gleichzeitig ein Medienunternehmen der nächsten Generation formen. Warner-Bros.-Discovery-Chef David Zaslav sprach von einem Ergebnis, das den Wert der traditionsreichen Studiovermögen sichere und den Investoren Stabilität biete.

Klar ist schon jetzt: Sollte die Übernahme genehmigt werden, verändert sie die Kräfteverhältnisse in Hollywood und im globalen Streaming-Markt nachhaltig.

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