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„Netflix-Hit ‚Lawmen‘: Die unglaubliche wahre Geschichte von Bass Reeves“

Die Western-Serie „Lawmen: Bass Reeves“ begeistert aktuell viele Netflix-Zuschauer:innen. Doch die Geschichte des legendären Gesetzeshüters basiert tatsächlich auf einer realen Person. Wer war Bass Reeves wirklich?

David Oyelowo verkörpert den Gesetzeshüter Bass Reeves.
David Oyelowo verkörpert den Gesetzeshüter Bass Reeves. Foto: Paramount Pictures

Western-Fans kommen derzeit an einer Serie kaum vorbei: „Lawmen: Bass Reeves“. Die aufwendig produzierte Historienserie erzählt die Geschichte eines außergewöhnlichen Mannes, der lange Zeit zu den vergessenen Helden der amerikanischen Geschichte gehörte. Was viele Zuschauer:innen jedoch nicht wissen: Bass Reeves hat tatsächlich existiert.

Der legendäre Gesetzeshüter war nicht nur der erste schwarze Deputy Marshal westlich des Mississippi, sondern soll auch als Inspiration für eine der bekanntesten Figuren der Popkultur gedient haben: den Lone Ranger.

Wer war Bass Reeves wirklich?

Bass Reeves wurde 1838 in den USA als Sklave geboren. Seine Familie gehörte zunächst dem Politiker William Reeves aus Arkansas, später dessen Sohn George Reeves. Während des Amerikanischen Bürgerkriegs musste Bass Reeves seinen Besitzer begleiten, bevor ihm schließlich die Flucht gelang.

Nach dem Ende der Sklaverei lebte Reeves zunächst als Farmer. Doch sein Leben sollte eine überraschende Wendung nehmen. Aufgrund seiner Sprachkenntnisse und seiner Verbindungen zu den indigenen Völkern im damaligen Indian Territory wurde er später für den US-Marshals-Dienst angeworben.

Damit begann eine Karriere, die ihn zu einer Legende des Wilden Westens machen sollte.

Mehr als 3.000 Verhaftungen

Historischen Berichten zufolge arbeitete Reeves über drei Jahrzehnte als Deputy Marshal. In dieser Zeit soll er rund 3.000 Gesetzlose festgenommen haben.

Sein Ruf war legendär. Reeves galt als furchtlos, strategisch und außergewöhnlich erfolgreich. Immer wieder arbeitete er verdeckt, nutzte Verkleidungen und lockte gesuchte Verbrecher mit raffinierten Methoden in Fallen. Bis heute zählt er zu den erfolgreichsten Gesetzeshütern der amerikanischen Geschichte.

Die Serie bleibt erstaunlich nah an der Realität

„Lawmen: Bass Reeves“ erzählt die Geschichte zwar in dramatisierter Form, orientiert sich jedoch in vielen Punkten an den historischen Ereignissen. Zu Beginn der Serie wird gezeigt, wie Reeves aus der Sklaverei flieht und sich nach dem Bürgerkrieg ein neues Leben aufbaut. Auch sein späterer Einstieg in den Marshals-Dienst basiert auf realen Begebenheiten.

Einige Figuren und Fälle wurden für die Serie erfunden oder zusammengefasst. Die zentralen Stationen seines Lebens entsprechen jedoch weitgehend den historischen Überlieferungen.

Bass Reeves musste seinen eigenen Sohn festnehmen

Zu den bekanntesten Episoden seines Lebens gehört ein besonders schwerer Fall: Reeves soll seinen eigenen Sohn Benjamin festgenommen haben. Dieser wurde wegen des Mordes an seiner Ehefrau gesucht. Trotz der familiären Verbindung führte Reeves den Haftbefehl persönlich aus. Historiker sehen darin bis heute ein Beispiel für seinen kompromisslosen Sinn für Gerechtigkeit.

War Bass Reeves wirklich die Vorlage für den Lone Ranger?

Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht. Viele Historiker gehen jedoch davon aus, dass Bass Reeves zumindest teilweise als Vorbild für die berühmte Westernfigur gedient haben könnte. Die Parallelen sind auffällig: Beide kämpften für Recht und Ordnung, ritten durch den Wilden Westen und galten als legendäre Gesetzeshüter.

Ob die Schöpfer des Lone Ranger tatsächlich von Reeves inspiriert wurden, bleibt zwar umstritten. Sein Einfluss auf die amerikanische Kultur ist jedoch unbestritten.

Quellen
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