Einblicke in sein Leben

Netflix bringt Doku über verstorbenen „Friends“-Star Matthew Perry

2023 schockte der Tod von Schauspieler Matthew Perry Fans auf der ganzen Welt. Jetzt hat Netflix eine Doku über den Serien-Star angekündigt.

Matthew Perry trägt Brille und lächelt auf einem Red Carpet Event.
Matthew Perry starb 2023. Jetzt bringt Netflix eine Doku über ihn. Foto: IMAGO / ABACAPRESS

Als Chandler Bing brachte Matthew Perry Millionen „Friends“-Fans zum Lachen. Gleichzeitig kämpfte der Schauspieler hinter den Kulissen über viele Jahre mit einer Suchterkrankung, über die er später selbst sehr offen sprach. Nun möchte Netflix beide Seiten seines Lebens zusammenbringen und zeigen, wer der Mensch hinter einer der bekanntesten Sitcom-Figuren überhaupt war.

Dafür hat der Streamingdienst die dreiteilige Dokumentation „The One About Matthew Perry“ angekündigt. Veröffentlicht werden alle drei Teile am 27. Oktober 2026 – fast auf den Tag genau drei Jahre nach Perrys Tod.

„The One About Matthew Perry“: Darum geht es in der Netflix-Doku

Die Dokumentation soll Perrys Weg vom aufstrebenden Schauspieler zum internationalen „Friends“-Star nachzeichnen, gleichzeitig aber deutlich über seine Karriere hinausgehen. Zu Wort kommen unter anderem langjährige Freunde und Menschen, die beruflich eng mit ihm zusammengearbeitet haben.

Eine besonders persönliche Perspektive steuert Perrys Schwester Mia Perry Bowick bei. Darüber hinaus erhält Netflix Zugriff auf bislang unveröffentlichte Fotos und Videos aus dem privaten Familienarchiv. Regie führt Emmy-Preisträgerin Mary Robertson. Ob auch Jennifer Aniston, Courteney Cox, Lisa Kudrow, Matt LeBlanc oder David Schwimmer in der Serie auftreten werden, hat Netflix bislang nicht bekannt gegeben.

Perry Bowick erklärt, sie habe Zeit gebraucht, bevor sie bereit gewesen sei, sich öffentlich zu äußern. „Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich bereit fühlte, diese Erinnerungen zu teilen und zu erzählen, wie es war, Matthew trotz aller Komplexität seines Lebens zu lieben – ihn als ganzen Menschen zu sehen, nicht nur als Chandler und nicht nur als jemanden, der mit einer Sucht zu kämpfen hatte,“ so Bowick gegenüber Netflix.

Matthew Perry wurde als Chandler Bing in „Friends“ weltberühmt

Untrennbar verbunden bleibt Matthew Perrys Name trotzdem mit „Friends“. Von 1994 bis 2004 verkörperte er in allen zehn Staffeln den sarkastischen Chandler Bing. Insgesamt entstanden 236 Episoden der US-Sitcom.

Mit seinem trockenen Humor und seinen schlagfertigen Kommentaren entwickelte sich Chandler zu einem der Publikumslieblinge. Gleichzeitig durchlief die Figur eine große Entwicklung: Aus dem bindungsscheuen Single wurde der Ehemann von Monica Geller (Courteney Cox), mit der Chandler schließlich eine Familie gründete.

Für Perry bedeutete „Friends“ den internationalen Durchbruch. Doch gerade die neue Netflix-Doku möchte offenbar zeigen, dass seine Geschichte nicht bei Chandler Bing endete. Der Schauspieler sprach später öffentlich über seine jahrzehntelange Suchterkrankung und machte dieses Thema auch zu einem wichtigen Teil seines Engagements.

Matthew Perrys Tod: Was geschah am 28. Oktober 2023?

Am 28. Oktober 2023 wurde Matthew Perry im Alter von 54 Jahren tot in seinem Haus in Los Angeles gefunden. Die Gerichtsmedizin stufte seinen Tod später als Unfall ein. Als primäre Todesursache wurden die akuten Auswirkungen von Ketamin festgestellt.

Perry hatte sich zu dieser Zeit einer ärztlich begleiteten Ketamin-Infusionstherapie unterzogen. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich jedoch heraus, dass er zusätzlich Ketamin außerhalb dieser Behandlung erhalten hatte. Sein persönlicher Assistent Kenneth Iwamasa räumte später ein, Perry ohne medizinische Ausbildung wiederholt Ketamin gespritzt zu haben – auch am Tag seines Todes.

Die Ermittlungen führten schließlich zu fünf Beschuldigten, darunter zwei Ärzte, Perrys persönlicher Assistent und die als „Ketamine Queen“ bekannt gewordene Dealerin Jasveen Sangha. Inzwischen wurden alle fünf verurteilt. Sangha erhielt im April 2026 eine 15-jährige Haftstrafe. Iwamasa wurde im Mai 2026 als letzter der fünf Beschuldigten zu 41 Monaten Gefängnis verurteilt.

Quellen