Nach Tränen bei „Rosins Restaurants“: Was wurde aus dem Orgelstübchen?
Frank Rosin wollte dem Orgelstübchen in Kornburg eine neue Zukunft ermöglichen. Doch inzwischen ist das Gasthaus geschlossen. Was ist nach dem Besuch des TV-Kochs passiert?

Bei „Rosins Restaurants“ geht es für Frank Rosin darum, angeschlagene Lokale vor dem Aus zu bewahren. Im Orgelstübchen in Kornburg bei Nürnberg war die Lage besonders schwierig: Betreiber Sascha Roedel kämpfte mit finanziellen Problemen, während in der Küche und im Service vieles nicht rundlief. Die Sendung vom 22. Oktober 2026 zeigt, wie groß die Herausforderungen waren. Doch die schockierende Nachricht folgt erst jetzt: Das Gasthaus ist mittlerweile seit Monaten geschlossen.
Auch der Ratskeller in Wildeshausen wurde nach dem Besuch „Rosins Restaurants“ geschlossen. Heute das Lokal aber neue Pächter.
Das Orgelstübchen hat aufgegeben
Wer heute im Orgelstübchen essen möchte, steht vor verschlossenen Türen. Nach Informationen, die der „Berliner Kurier“ aus der Nachbarschaft erhalten hat, wurde der Betrieb bereits vor Monaten eingestellt. Betreiber Sascha Roedel habe aufgegeben, heißt es. Einen neuen Pächter gibt es aktuell offenbar noch nicht.
Auch online deutet wenig darauf hin, dass das Restaurant seinen Betrieb fortsetzt. Eine einst aktive Restaurant-Website ist nicht mehr erreichbar und in der Google-Suche steht nun „dauerhaft geschlossen“. Das Gebäude selbst aber noch und auf Social Media meldet sich der Betreiber jetzt plötzlich wieder zu Wort.
Orgelstübchen-Betreiber trauert um sein Restaurant
Auch der Instagram-Kanal des Orgelstübchens lag seit fast einem Jahr reglos dar. Jetzt, nach der Ausstrahlung von „Rosins Restaurant“, meldet sich der Betreiber aber plötzlich zurück und startete eine Fragerunde. Daraufhin meldeten sich zahlreiche ehemalige Gäste mit rührenden Worten und auch Inhaber Sascha wird emotional.
Als Antwort auf einen liebevollen Kommentar schreibt Sascha: „Ich vermisse euch alle auch total, die Gespräche und die Herzlichkeit.“ Viele User schreiben zudem, dass sie die Schließung des Restaurants sehr schade finden. Sascha reagiert darauf reflektiert und gesteht, dass er mit seiner eigenen Leistung im Lokal nicht zufrieden sei und mit Selbszweifeln zu kämpfen habe.
Darum hat das Orgelstübchen in Kornburg wirklich zugemacht
In der Instagram-Story liefert Betreiber Sascha sogar den Grund, warum er das Orgelstübchen nach Rosins Rettungsversuch letztendlich geschlossen hat. „3 Monate danach haben wir einfach festgestellt, familiär ist das nicht das Leben wie wir es uns vorgestellt haben, somit war dann Silvester die große Abschieds-Fete mit allen lieben Freunden der Orgel.“, schreibt er.
Als Frank Rosin für die Dreharbeiten das Lokal besuchte, traf er auf ein Gasthaus, das zwar mit fränkischer Küche punkten wollte, dessen Abläufe aber erhebliche Schwächen zeigten. Beim ersten Testessen lief schon einiges schief: Bestellungen dauerten lange und die Organisation zwischen Küche und Service funktionierte nicht zuverlässig.
Bei den Speisen sah Rosin ebenfalls Verbesserungsbedarf. Während ihm die Reibekuchen durchaus schmeckten, kritisierte er unter anderem das Fett, in dem Schnitzel gebraten wurden, und den Einsatz von Fertigprodukten.
+++„Rosins Restaurants“: Abbruch der Dreharbeiten nach Eklat+++
Mit diesen Änderungen wollte Rosin den Betrieb retten
Rosin setzte an mehreren Stellen an. Der Gastraum sollte freundlicher und zeitgemäßer wirken, die aus seiner Sicht altmodische Dekoration musste weichen. Auch die Speisekarte nahm er ins Visier: Statt eine große Auswahl anzubieten, sollte sich die Küche auf weniger Gerichte konzentrieren, die zuverlässig und in gleichbleibender Qualität zubereitet werden konnten.
Mindestens genauso wichtig waren für den Sternekoch die internen Abläufe. Sascha Roedel sollte klarer mit seinem Team kommunizieren und die Arbeit in der Küche besser organisieren. Auch im Service musste sich etwas ändern, damit die Gäste nicht unnötig lange auf ihr Essen warten. Rosin versuchte damit, nicht nur einzelne Fehler zu korrigieren, sondern die Arbeitsweise des gesamten Betriebs zu verbessern. Heute steht fest: die Bemühungen waren vergebens.






