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Netflix

„Monster: The Ed Gein Story“ auf Netflix – die wahre Geschichte hinter Adeline Watkins

Die neue Netflix-Serie über Ed Gein sorgt für Gänsehaut – doch was ist wirklich passiert? Wir erklären, welche Teile der „Monster“-Staffel der Wahrheit entsprechen und wie seine mysteriöse Beziehung zu Adeline Watkins tatsächlich war.

Bild aus der Netflix-Serie über Ed Gein
Die Netflix-Serie „Monster: The Ed Gein Story“ begeistert Fans derzeit weltweit. Foto: Netflix

Mit „Monster: The Ed Gein Story“ widmet sich Netflix erneut einer der abgründigsten Figuren der US-Kriminalgeschichte. Nach Jeffrey Dahmer und den Menendez-Brüdern steht nun Ed Gein im Mittelpunkt – der Mann, der mit seinen grausamen Verbrechen ganze Generationen von Horrorfilmen inspirierte. Doch wie viel davon ist echt? Und wer war die Frau, die in der Serie an seiner Seite gezeigt wird?

Ed Gein: Das steckt hinter dem Netflix-Schocker

Edward Gein wurde 1906 auf einer abgelegenen Farm in Wisconsin geboren. Sein Vater war Alkoholiker, seine Mutter streng religiös und fanatisch. Sie lehrte ihre Söhne, Frauen zu misstrauen – ein Gedanke, der Ed sein Leben lang prägte. Nach dem Tod seiner Mutter 1945 verfiel Gein in Wahnvorstellungen und lebte völlig isoliert.

Zwischen 1947 und 1957 grub Gein regelmäßig Leichen aus, um aus menschlichen Überresten bizarre Gegenstände herzustellen: Masken aus Gesichtern, Lampenschirme aus Haut, Schüsseln aus Schädeln. Als Polizisten sein Haus durchsuchten, fanden sie ein wahres „Haus des Grauens“.

Obwohl ihm nur zwei Morde – an Mary Hogan und Bernice Worden – nachgewiesen werden konnten, vermuteten Ermittler weitere Opfer. Gein selbst gab an, die Leichen gesammelt zu haben, um seiner verstorbenen Mutter „nahe zu sein“. Psychiater vermuteten, er habe versucht, sie „wieder zum Leben zu erwecken“ – oder symbolisch zu zerstören.

Die mysteriöse Frau an Ed Geins Seite

In der Netflix-Serie spielt Adeline Watkins eine zentrale Rolle – eine Frau, die Gein versteht, ihn liebt und sogar bei seinen Verbrechen unterstützt. Doch stimmt das?

Tatsächlich existierte Adeline Watkins wirklich. 1957 sprach sie mit der Minneapolis Tribune über ihre Bekanntschaft mit Ed Gein. Damals sagte sie, sie habe den Mörder seit 20 Jahren gekannt und sogar beinahe geheiratet. Sie beschrieb ihn als „gut und lieb“ und gab zu, ihn trotz seiner Geständnisse noch zu lieben. Auch ihre Mutter erinnerte sich an Gein als höflichen, stillen Mann, der ihre Tochter immer pünktlich nach Hause brachte.

Allerdings widerrief Watkins ihre Aussagen kurz nach Veröffentlichung des Interviews. In späteren Artikeln erklärte sie, dass ihre Beziehung nur wenige Monate gedauert habe. Sie sei nie in Geins Haus gewesen und habe erst durch die Medien von seinen abscheulichen Taten erfahren. Ihre ursprünglichen Aussagen seien „aufgebauscht“ und aus dem Zusammenhang gerissen worden.

Fakt oder Fiktion? Was Netflix dazu dichtet

Wie schon bei „Dahmer“ nimmt sich auch die neue Staffel von „Monster“ kreative Freiheiten. In der Serie wird Adeline Watkins als Komplizin dargestellt, die Gein bei einem Grabraub hilft – eine Szene, für die es keine historischen Belege gibt. Ebenso spekulativ ist die Darstellung, dass Gein seinen Bruder Henry ermordet habe. Zeitzeugen zufolge starb Henry an einem Herzversagen – nicht durch Gewalt.

Die Netflix-Serie zeichnet also weniger ein exaktes Porträt, sondern vielmehr eine psychologische Interpretation eines Mannes, der zwischen Wahnsinn, Schuld und Mutterkomplex gefangen war.

Quellen
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